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Claviere
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| K-Punkt: | 70 m |
| Koordinaten: | 44.937007, 6.752176 ✔
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| K-Punkt: | ca. 35 m |
| Koordinaten: | 44.936147, 6.750104 ✔
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| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1924 |
| Umbauten: | 2006 |
| Status: | außer Betrieb |
| Verein: | Sci Club Claviere |
| Koordinaten: | 44.937007, 6.752176 ✔
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Das Trampolino di Claviere ist heute ein stillgelegter Komplex aus zwei Winterskisprungschanzen, der oberhalb des Ortes Claviere im oberen Val di Susa, unmittelbar an der französischen Grenze, liegt und historisch dem Sci Club Claviere gehörte.
Die erste Schanze in Claviere wurde 1924 auf Initiative des Sci Club Torino errichtet und entwickelte sich bereits in den 1920er-Jahren zu einer der bedeutendsten italienischen Skisprunganlagen. Regelmäßig wurden hier internationale Wettbewerbe ausgetragen, darunter das Trofeo Enrico Moiso und das Trofeo Gancia, die Athleten aus vielen europäischen Ländern anzogen. Aus dieser Zeit sind Archivplakate sowie Filmchroniken erhalten, die Wettkämpfe in Anwesenheit von Mitgliedern des Königshauses dokumentieren. In den Ergebnissen italienischer Springer jener Jahre, darunter Mario Bonomo, Bruno Da Col und Luciano Zampatti, erscheint Claviere mehrfach als Schauplatz wichtiger Leistungen. Die Phase intensiver sportlicher Aktivität endete um das Jahr 1936.
Nach dem Krieg kam der Skisprungbetrieb in Claviere nahezu vollständig zum Erliegen, und der örtliche Verein konzentrierte sich vor allem auf den alpinen Skisport. Die Idee der Wiederbelebung der Schanze wurde Mitte der 1960er-Jahre aufgegriffen, als Claviere als Hauptaustragungsort der nordischen Disziplinen der Winter-Universiade 1966 ausgewählt wurde. In diesem Zusammenhang wurde die Anlage vollständig umgebaut. Auf dieser Schanze gewann der Japaner Yukio Kasaya, späterer Olympiasieger von Sapporo, den Sprungwettbewerb vor unter anderem Andrzej Sztolf aus Polen und Takashi Fujisawa. Auch Teile des Wettbewerbs in der Nordischen Kombination fanden in Claviere statt. Dies war der letzte große internationale Höhepunkt in der Geschichte der Anlage.
Ein weiterer Umbau erfolgte erst in den Jahren 2005–2006 im Rahmen der regionalen Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele von Turin. Obwohl die Olympischen Wettbewerbe selbst in Pragelato stattfanden, diente Claviere als Trainings- und Ausweichzentrum für den alpinen und den Skilanglauf. Im Zuge eines breiteren Investitionsprogramms wurde die historische Schanze renoviert, mit neuer Beleuchtung ausgestattet und die umliegende Infrastruktur modernisiert; die Anlage wurde 2007 erneut eröffnet.
Nach diesem Zeitpunkt erlosch der Sprungbetrieb jedoch endgültig, und in den folgenden Jahren erscheint Claviere ausschließlich als Zentrum für den alpinen und den nordischen Skisport.
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