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BULBorovets Боровец

Mousala

Daten | Geschichte | Schanzenrekorde | Wettbewerbe | Karte | Foto-Galerie | Kommentare

.

Mousala:

K-Punkt: 90 m
Männer Winter Schanzenrekord: 93,5 m (Heiko Hunger DDR, 11.03.1989, UNI)
Männer Sommer Schanzenrekord: 89,5 m (Tomáš Raszka CSR, 12.08.1988)
Anlaufneigung: 34°
Tischneigung: 11°
Aufsprungneigung: 36°
Weitere Schanzen: K35
Matten: ja
Genutzt bis: 2001
Koordinaten: 42.260870, 23.611884 Google Maps OpenStreetMap
K-Punkt: 60 m
Männer Winter Schanzenrekord: 61,5 m (Georgi Zharkov BUL)
Matten: nein
Koordinaten: 42.260829, 23.612402 Google Maps OpenStreetMap
K-Punkt: 25 m
Weitere Schanzen: K15
Matten: nein
Koordinaten: 42.263407, 23.610390 Google Maps OpenStreetMap
Weitere Schanzen: nein
Baujahr: 1967
Umbauten: 1979, 1987
Status: außer Betrieb
Koordinaten: 42.260870, 23.611884 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Die Skisprungschanze Mousala in Borovets war über Jahrzehnte hinweg die wichtigste Skisprunganlage Bulgariens und eines der markantesten Elemente der Sportinfrastruktur im Rilagebirge. Sie entstand in einer Phase intensiver Entwicklung des Wintersports während der sozialistischen Zeit, als Borovets – das älteste bulgarische Skigebiet am Fuße des höchsten Balkangipfels, des Musala – als zentrales nationales Trainingszentrum diente. Die erste Version der Schanze wurde Ende der 1960er-Jahre errichtet, während die moderne, etwa 70 Meter lange Anlage, die den damaligen FIS-Normen vollständig entsprach, 1973 fertiggestellt und eröffnet wurde. In den folgenden Jahren wurde die Anlage mehrfach erweitert: zunächst auf etwa K78 und später – in den Jahren 1987–1988 – auf die Größe einer Normalschanze (K90), um Borovets auf die Austragung der Skisprungwettbewerbe der Winteruniversiade 1989 vorzubereiten. Rund um die Hauptschanze entstand ein vollständiger Trainingskomplex mit kleineren Schanzen K60, K25 und K15, der das größte Skisprungzentrum des Landes bildete.
Mousala war für seine Zeit eine moderne Anlage. Sie verfügte über eine massive Betonkonstruktion, einen markanten Kampfrichterturm, technische Einrichtungen mit Umkleiden sowie einen Sessellift, der Sportler und Zuschauer nach oben brachte. Das Gelände wurde so gestaltet, dass der Anlauf vor Wind geschützt war, und die Mattenschicht ermöglichte auch Sommertraining und Sommerwettkämpfe. Dadurch konnte Borovets prestigeträchtige internationale Veranstaltungen ausrichten. Bereits Anfang der 1970er-Jahre fanden hier FIS-Wettbewerbe mit Spitzenathleten aus der DDR und der Sowjetunion statt, und in den darauffolgenden Jahren wurden regelmäßig weitere Wettkämpfe dieser Kategorie ausgetragen. 1981 gingen die Siege auf der Mousala an Springer aus Bulgarien und der UdSSR, 1983 war die Schanze Austragungsort eines von Massimo Rigoni gewonnenen Universiade-Wettbewerbs, und 1987 sowie 1988 fanden hier internationale Wettkämpfe und ein Europacup-Springen statt. Der Höhepunkt der Schanzengeschichte war die Universiade 1989– im Einzelwettbewerb erzielte Heiko Hunger aus der DDR 93,5 m und stellte damit den offiziellen Schanzenrekord auf. Bereits zuvor waren auf der Mousala große Weiten von Springern aus den USA, Italien, der Tschechoslowakei und Bulgarien erzielt worden. Mit der kleineren K60-Schanze ist zudem der Rekord von 61,5 m verbunden, aufgestellt von Georgi Zharkov, einem der führenden bulgarischen Skispringer.
Borovets war über Jahre hinweg die Heimat der besten bulgarischen Athleten dieser Disziplin. Besonders hervorzuheben ist Vladimir Brejchev – Sieger des Europacup-Springens von 1988 und Teilnehmer zahlreicher internationaler Wettbewerbe – und auch Valentin Bozhichkov, der ebenfalls auf europäischer Ebene Erfolge feierte, wird in lokalen Medien genannt.
Nach 1989, mit dem Zusammenbruch der staatlichen Finanzierung des Wintersports in Bulgarien, geriet das Skispringen im Vergleich zum stärker geförderten Biathlon zunehmend ins Abseits. Die Anlage verlor allmählich an Bedeutung, und fehlende Mittel für Wartung und Betrieb führten zu ihrem langsamen Verfall. Die letzten nachgewiesenen Nutzungen der Schanze stammen aus den frühen 2000er-Jahren, als gelegentlich noch Sprungvorführungen für Touristen stattfanden. Kurz darauf wurde die Mousala-Schanze vollständig außer Betrieb genommen.
Heute ist die ehemalige Skisprungschanze in Borovets ein spektakuläres, wenn auch verfallenes Relikt der bulgarischen Skisprungambitionen. Die Konstruktion wird zunehmend von der Natur zurückerobert; rostige Treppen, ein zerstörter Anlauf und der verlassene Kampfrichterturm sind weiterhin sichtbar, und zwischen den Bäumen finden sich Überreste des alten Sessellifts. Obwohl der Ort Fotografen und Urbex-Enthusiasten anzieht, weisen lokale Quellen darauf hin, dass das Betreten der Anlage gefährlich ist.

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Schanzenrekorde K90 (Männer):

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Wettbewerbe:

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4)   Artur   schrieb am 12.07.2016 um 11:21:

Nice photos of ski jump in Borovets

https://www.facebook.com/exbulgaria/photos/?tab=album&album_id=977893445573294

3)   skisprungschanzen.com   schrieb am 21.10.2011 um 16:20:

Markierung

Wurde korrigiert, danke!

2)   Fred   schrieb am 20.10.2011 um 18:52:

falsche Markierung auf der Karte

Auf der Karte von Bulgarien ist übrigens das falsche Borovets markiert. Die Schanze liegt im Wintersportort Borovets, welches etwas (so 20km) südlich von Samokow gelegen ist. Bei google Maps ist die Schanze gut zu erkennen, ebenso sind dort 3 Fotos von der Schanze.

1)   adski guest   schrieb am 15.03.2011 um 18:03:

Shame

Shame this jump is not used - especially with Vladimar Zografski now flying the flag for Bulgaria on the World Cup Tour.I saw a floodlit jumping demonstration at this hill back in 2001.It was a good night out as part of the Apres Ski in those days.Plenty of Gluwien kept us warm!! Would be great to see it back in operation one day.

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