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Letalnica

Daten | Geschichte | Schanzenrekorde | Wettbewerbe | Kontakt | Ort | Karte | Foto-Galerie | Videos | Artikel | Kommentare

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Letalnica bratov Gorišek:

Schanzengröße: HS 240
K-Punkt: 200 m
Männer Weitester Sprung: 253,5 m (Gregor Schlierenzauer AUT, 22.03.2018, WC)
Männer Winter Schanzenrekord: 252,0 m (Ryōyū Kobayashi JPN, 24.03.2019, WC)
Anlauflänge: 133,8 m
Anlaufneigung: 35,1°
Tischlänge: 8 m
Tischneigung: 11,25°
Tischhöhe: 2,93 m
Geschwindigkeit: 108 km/h
Aufsprungneigung: 33,2°
Schanzenzertifikat: Schanzenzertifikat
Umbauten: 2013-2015
K200 (2013-...)K185 (1994-2013)K185 (1984-1993)K165 (1972-1983)K153 (1969-1971)

Weitere Schanzen: nein
Matten: nein
Zuschauerkapazität: 50.000
Baujahr: 1969
Umbauten: 1972, 1978, 1983-1984, 1993-1994, 2000, 2003, 2005, 2010, 2013-2015
Status: in Betrieb
Verein: ŠD Planica

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Geschichte:

Bereits in den 1930er Jahren wurde das Skisprung-Arreal um die ehemalige Skiflugschanze „Bloudkova Velikanka“ errichtet. Diese war bis 1948 Weltrekordschanze. Den letzten Weltrekord auf der "Bloudkova Velikanka" stellte 1948 der Schweizer Fritz Tschannen mit 120 m auf. 12 Jahre nachdem der Österreicher Josef Bradl als erster die 100 m-Marke übersprang - 1936 sprang er 101,5 m.
Anfang der 1950er-Jahre wurde durch den Bau der „Heini-Klopfer-Schanze“ in Oberstdorf und den daraus resultierenden neuen Weltrekorden klar, dass die „Velikanka“ den Ansprüchen nicht mehr gerecht wurde. Hinzu kamen noch die Weltrekorde auf der Skiflugschanze am Kulm, die 1950 gebaut wurde.
Bereits 1954 begannen die Planungen für den Bau einer neuen Flugschanze in Planica. Doch erst 1967-1968 konstruierten die Slowenischen Brüder Vlado und Janez Gorišek die „Velikanka bratov Gorišek“ - wie die „Letalnica“ zunächst genannt wurde. Die Riesenschanze mit Konstruktionspunkt 153 m wurde am 19. März 1969 offiziell eröffnet. Sie erlebte in den darauffolgenden Tagen einen würdigen Einstand im Rahmen der internationalen Skiflugwoche, bei der 5 neue Weltrekorde erzielt wurden. Am Ende stand die neue Bestmarke bei 165,0 m von Manfred Wolf. An drei Tagen kamen insgesamt 90.000 Zuschauer ins „Tal der Schanzen“.
Im Jahr 1972 wurde dann auf der „Letalnica“ die erste Skiflug-Weltmeisterschaft veranstaltet. Hierzu wurde der K-Punkt auf 165 Meter verändert. 1974 und 1977 fand die Skiflugwoche wieder in Planica statt und 1979 die nächste Skiflug-WM. Im Vorfeld der Skiflug-WM 1985 fand 1983/84 der erste größere Umbau der Schanze statt un der K-Punkt wurde auf 180 Meter vergrößert. Dadurch konnte der neue Weltmeister Matti Nykänen den Skiflug-Rekord auf 191,0 m steigern. Zur damaligen Zeit hatten die Springer einen gewaltigen Luftstand von bis zu 15 Metern - für den Parallelstil galt dies als normal.
Durch den Umbau in den Jahren 1993/1994 wurde der Schanzentisch um 10 Meter nach hinten verschoben. Zusammen mit dem gerade einmal 2 Meter hohen Schanzentisch ergab dies einen extrem langen Vorbau und eine sehr flache Flugkurve. Dieses Schanzenprofil verzieh keine technischen Fehler seitens der Springer, sonst landeten sie direkt auf dem Vorbau, erlaubte aber auch weite und sichere Flüge. Glücklicherweise herrscht zur Wettkampfzeit, nämlich vormittags, meist Aufwind, was schon Stanko Bloudek bei der Auswahl der Lage der „Velikanka“ in den 30er Jahren berücksichtigt hatte.
Nach den Baumaßnahmen, die ebenfalls von den Gorišek-Brüdern geleitet wurden fand 1994 auf der runderneuerten „Letalnica“ K185 die Skiflug-WM statt. Bei dieser wurde die berüchtigte Marke von 200 m durch den Finnen Toni Nieminen geknackt. Er stand den Flug auf 203 m und bestätigte die Gerüchte um neue Riesenweiten.
In den 2000er Jahren wurden immer wieder kleinere Umbauten durchgeführt. Meist nur um den Anforderungen der FIS zu entsprechen, jedoch auch, um die Weltrekord-Jagd fortsetzen zu können. So wurde der Aufsprungradius immer wieder erweitert, um Flüge um die 230 m zu ermöglichen. 2005 flog der Norweger Bjørn Einar Romøren auf 239 m, was einen lange unübertroffenen Weltrekord bedeutete. Kurz darauf flog Janne Ahonen sogar auf 240 m, doch er konnte den Sprung nicht stehen. Romørens Weltrekord hielt bis ins Jahr 2011, als die Skiflugschanze im norwegischen Vikersund ausgebaut wurde und Johan Remen Evensen sprang 246,5 m - und beendete die Tradition des Weltrekords in Planica.
2013 begannen erneute Umbauarbeiten zur Vergrößerung der „Letalnica“ auf K200 (HS 225). Dabei wurde der Anlauf zurückversetzt und komplett erneuert und das Profil im Landebereich verändert und betoniert. Im Zuge des Planica Nordic Centers wurden auch neue Tribünen und eine Verbesserung der generellen Infrastruktur umgesetzt, um den Besucherströmen von 100.000 Skisprungverrückten am Skiflugwochenende gerecht zu werden. Das traditionelle Skifliegen zum Weltcup-Saison-Abschluss musste daher im März 2014 auf die Großschanze verschoben werden, doch bis Ende 2014 wurde die Flugschanze fertig gestellt. So wurden nun auch in Planica Flüge über 250 Meter ermöglicht. 2018 wurde die Hill Size auf 240 Meter korrigiert.

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