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Rumford
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| K-Punkt: | 60 m |
| Weitere Schanzen: | K35, K25, K15 |
| Matten: | nein |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | Chisholm Ski Club |
| Koordinaten: | 44.575181, -70.616509 ✔
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Der Skisprungkomplex am Black Mountain of Maine in Rumford gehört zu den historisch bedeutendsten Skisprungstätten im Nordosten der Vereinigten Staaten. Er entstand um das Jahr 1961 als modernes Skizentrum, das vom Chisholm Ski Club entwickelt wurde, der zuvor Anlagen an der Spruce Street und auf dem Scottie’s Mountain betrieben hatte. Der neue Standort ermöglichte die Schaffung eines vollwertigen Sportzentrums für Skispringen, Skilanglauf und Alpinski.
Die Hauptschanze des Komplexes war eine K60-Anlage, die den Namen „Aurele Legere Jump“ trug – zu Ehren eines örtlichen Jungen, der im Alter von zehn Jahren durch einen wagemutigen Sprung von 98 Fuß (ca. 30 m) während eines Winterkarnevals berühmt wurde. Aurele Legere verlieh der Schanze nicht nur ihren Namen, sondern war später viele Jahre lang als aktiver Organisator und Sportfunktionär tätig, unter anderem als Chief of Hill bei hochrangigen Wettkämpfen.
Neben der K60-Schanze gab es auch kleinere Anlagen – K35, K25 und K15 –, die das Training junger Springer und die Durchführung von Nachwuchswettbewerben ermöglichten. Die Schanze war regelmäßig Teil des Eastern U.S. Ski Jumping Circuit und Austragungsort bedeutender nationaler Wettkämpfe.
Der bekannteste Wettbewerb am Black Mountain war die U.S. Eastern Ski Jumping Competition am 4. März 1979. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Chisholm Winter Park statt und vereinte die besten Springer der Region. Sieger der Division A wurde Robert „Bob“ Zinck Jr. vom Dartmouth College, NCAA-Meister von 1976 und späteres Mitglied der Maine Ski Hall of Fame (2019).
Der Black Mountain war außerdem Gastgeber der U.S./North American Women’s Ski Jumping Championships (1996) – einer der ersten hochrangigen Wettbewerbe, die das Frauen-Skispringen in den USA förderten – sowie der U.S. Cross-Country Ski Championships (1993, 1999, 2003, 2004). Dank der von Wendall „Chummy“ Broomhall entworfenen Infrastruktur fanden hier zahlreiche Junioren-, College- und Regionalwettkämpfe im Skispringen und Skilanglauf statt, darunter der Broomhall Cup, FIS Nordic (1950 – Langlaufstrecken) sowie olympische und NCAA-Qualifikationen (1976).
Der Komplex wurde mehrfach modernisiert: 2003–2005 wurden Sessellifte und ein neues Basisgebäude errichtet, und 2022 trat Black Mountain dem Indy Pass-Programm bei, wodurch das Gebiet einer breiten Gruppe von Skifahrern aus den gesamten Vereinigten Staaten zugänglich wurde.
Obwohl die Skisprungschanzen am Black Mountain heute nicht mehr in Betrieb sind, bleibt ihre Geschichte – ebenso wie die der Menschen, die mit ihnen verbunden waren – außergewöhnlich reich. Aurele Legere, Bob Zinck, Funktionäre wie Ray Hamann und Robert Rollins sowie zahllose junge Sportlerinnen und Sportler, die hier die Kunst des Skispringens erlernten, haben sich dauerhaft in das Erbe des amerikanischen nordischen Skisports eingeschrieben.
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