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Mümliswil
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| K-Punkt: | ca. 30 m |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | Ski-Club Mümliswil |
| Koordinaten: | 47.338674, 7.698214 ✔
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Die Sprungschanze Winteri war eine kleine, natürliche Anlage an einem bewaldeten Hang im Gebiet Winteri oberhalb von Mümliswil im Kanton Solothurn. Sie gehörte dem Ski-Club Mümliswil und war einer der wichtigsten Orte für das Skispringen im Schweizer Mittelland.
Der Ski-Club Mümliswil wurde 1942, während des Zweiten Weltkriegs, gegründet. Eines der ersten größeren Projekte des jungen Vereins war der Bau der Sprungschanze in Winteri, die sich in den folgenden Jahren zu einem zentralen Treffpunkt für Springer aus der ganzen Thal-Region entwickelte. Zuvor nutzten die lokalen Skisprungbegeisterten eine provisorische Schneeschanze im nahegelegenen Weiler Reckenchien, auf der die ersten Dorfwettkämpfe stattfanden.
Auf der Winteri-Sprungschanze wurden hauptsächlich lokale und vereinsinterne Wettbewerbe ausgetragen. Eine besondere Attraktion waren die Nachtspringen unter künstlicher Beleuchtung, die viele Zuschauer aus den umliegenden Ortschaften anlockten.
Aus der Skisprungszene in Mümliswil gingen unter anderem Hans und Heribert Schmid hervor – beide spätere mehrfachige Schweizer Meister. Hans Schmid, der in Mümliswil aufwuchs, wurde fünfmaliger Landesmeister, gewann am legendären Holmenkollen in Oslo und vertrat die Schweiz bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo. Seine ersten Sprünge und lokalen Wettkämpfe fanden auf den Schneeschanzen in Reckenchien und auf der Vereinsschanze in Winteri statt.
Die Anlage existiert heute nicht mehr; im Gelände sind nur noch Spuren der ehemaligen Schanze erkennbar, die im archäologischen Verzeichnis des Kantons Solothurn als stillgelegte Sprungschanze des 20. Jahrhunderts geführt wird.
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