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Wengen
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| K-Punkt: | 33 m |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1945 |
| Jahr des Abbruchs: | 1978 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | SC Wengen |
| Koordinaten: | 46.606861, 7.926111 ✔
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Die Männlichen-Schanze lag direkt oberhalb von Wengen im Lauterbrunnental im Schweizer Berner Oberland. Die Anlage wurde 1945 als Vereinsschanze des Skiclub Wengen errichtet und diente von Anfang an vor allem als Trainingsstützpunkt für lokale Athleten. Aufgrund ihrer Lage deutlich näher beim Dorf als die bekannte Jungfernschanze auf dem Steinboden wurde die Schanze am Männlichen rasch zum wichtigsten Ort für das tägliche Training.
Der Bau der Männlichen-Schanze war eine direkte Antwort auf das grosse Interesse am Skispringen in Wengen, dessen Zentrum seit den 1920er-Jahren die grosse Jungfernschanze war. Dort fanden zahlreiche Wettkämpfe statt, darunter Schweizer Meisterschaften, und die norwegischen Stars Birger Ruud und Reidar Andersen stellten Rekorde von bis zu 65 Metern auf. Mit der Zeit wurde jedoch die Unterhaltung der grossen Steinboden-Schanze immer schwieriger, und der sportliche Schwerpunkt in Wengen verlagerte sich hin zum alpinen Skisport und den berühmten Lauberhornrennen. In dieser Situation übernahm die kleinere Männlichen-Schanze – leichter zugänglich und günstiger im Unterhalt – einen bedeutenden Teil des Trainingsbetriebs.
Die Anlage wurde mehrmals modernisiert. Ein wichtiger Schritt war die Installation einer Beleuchtung im Jahr 1950, die Abendtrainings ermöglichte. Die Männlichen-Schanze blieb in der Verantwortung des Skiclub Wengen, der 1904 zur Förderung der Wintersportarten in der Region gegründet worden war. Derselbe Verein betreute auch die übrigen Wengener Schanzen – die Jungfernschanze, die Schanze am Stutz und die Silberhorn-Schanze.
Ein entscheidender Moment in der Geschichte der Anlage war das Jahr 1978, als ein grosser Teil des Aufsprunghangs durch einen mächtigen Erdrutsch / Murgang zerstört wurde. In den Skisprungarchiven erscheint dieses Jahr als Zeitpunkt der Zerstörung und des Abbruchs der Männlichen-Schanze. Zwar findet sich in Kommentaren lokaler Funktionäre der Hinweis, dass die Schanze trotz der Schäden noch eine gewisse Zeit zu Trainingszwecken genutzt worden sein könnte, jedoch fehlen eindeutige Quellen, die das genaue Datum ihrer endgültigen Aufgabe bestätigen. Sicher ist hingegen, dass sich das Skizentrum Wengen spätestens in den späten 1970er- und 1980er-Jahren endgültig dem alpinen Skisport zuwandte und die gesamte Sprungschanzen-Infrastruktur nach und nach verschwand.
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