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SUISUI-02Orvin

Daten | Geschichte | Schanzenrekorde | Links | Karte | Kommentare

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Tremplin du Mont Sujet (Spitzbergschanze):

K-Punkt: ca. 55 m
Männer Winter Schanzenrekord: 58,0 m (Ernst Feuz SUI)
Weitere Schanzen: K20
Matten: nein
Baujahr: 1926
Genutzt bis: ca. 1990
Status: abgerissen
Koordinaten: 47.146140, 7.161680 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Die Skisprungschanze in Orvin, bekannt als Tremplin du Mont Sujet oder Spitzbergschanze, wurde 1926 am nordöstlichen Hang des Mont Sujet, direkt oberhalb des Dorfes Les Prés-d’Orvin im oberen Teil von Biel/Bienne, erbaut. In einer natürlichen Waldmulde angelegt, wurde sie rasch zu einem wichtigen Bestandteil des sportlichen Lebens im Berner Jura. Bereits in den 1920er-Jahren wurde sie intensiv genutzt, was zahlreiche Hinweise auf Skiwettkämpfe in Prés-d’Orvin in den Jahren 1929, 1931 und 1934 belegen. In dieser Zeit entwickelte sich die gesamte Region – einschliesslich Saint-Imier und Mont-Soleil – schnell zu einem Zentrum des Wintersports, und die Schanze in Orvin spielte dabei eine bedeutende Rolle.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage auf etwa K-60 vergrössert und zu einer mittelgrossen Schanze ausgebaut, die sowohl für das Training der besten Schweizer Springer als auch für regionale Wettbewerbe geeignet war. Zudem existierte eine kleinere K20-Trainingsschanze, die von jüngeren Athleten genutzt wurde. Prés-d’Orvin beherbergte in dieser Zeit zahlreiche Wintersportveranstaltungen, darunter bedeutende Langlaufwettkämpfe wie die Schweizer Meisterschaft über 30 km im Jahr 1964.
Mit der Schanze waren mehrere herausragende Sportler verbunden. Der bekannteste unter ihnen ist Fritz Tschannen, der im nahegelegenen Saint-Imier geboren wurde und in seiner Jugend regelmässig auf dem Tremplin du Mont Sujet trainierte. Tschannen wurde später einer der erfolgreichsten Skispringer der Schweizer Geschichte, erreichte bei den Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz den neunten Platz und stellte in Planica mit einem Sprung auf 120 Meter einen Weltrekord auf. Der Schanzenrekord von Orvin – 58 Meter – gehört Ernst Feuz, Teilnehmer des olympischen Skisprungwettbewerbs von 1928 und eine der führenden Schweizer Wintersportpersönlichkeiten der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre.
Mit der Zeit begann die Anlage jedoch zu verfallen. Klimatische Veränderungen, immer kürzere Winter und eingeschränkte Modernisierungsmöglichkeiten machten die Instandhaltung der Schanze zunehmend unmöglich. In einem Bericht über die Schneeverhältnisse der Region wurde erwähnt, dass die Wintersaison in Prés-d’Orvin früher von Dezember bis März dauerte und auch eine funktionierende Sprungschanze einschloss; in den letzten Jahrzehnten hat sich dieser Zeitraum jedoch stark verkürzt. Anfang der 1990er-Jahre wurde die Anlage schliesslich aufgegeben und ihre Infrastruktur abgebaut. Heute ist im Wald lediglich noch eine deutliche Schneise des ehemaligen Anlaufs sichtbar.

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