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Maribor
.
| K-Punkt: | 40 m |
Schanzenrekord: |
38,0 m (Franc Pribošek , 1934) |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1930er |
| Genutzt bis: | ca. 1949 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | SK Železničar, SSK Maribor |
| Koordinaten: | 46.526403, 15.632710 ✔
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Die Skisprungschanze Betnava war die erste Anlage für Skispringen in Maribor. Sie entstand Anfang der 1930er-Jahre am Fuß des Pohorje-Gebirges, im Stadtteil Betnava am südlichen Stadtrand. Mit einer Größe von etwa K-40 diente sie vor allem als lokales Trainingsgelände für die Athleten der Vereine SK Železničar und des ersten SSK Maribor, die hier ihre Anfänge in dieser Sportart machten. Aufgrund der Lage im unteren Teil der Stadt, wo die Schneeverhältnisse oft instabil waren, mussten geplante Wettkämpfe mehrfach wegen Schneemangels abgesagt oder verschoben werden, was den regelmäßigen Betrieb der Schanze stark einschränkte.
Das wichtigste belegte sportliche Ereignis, das mit der Schanze verbunden ist, bleibt die Aufstellung ihres Rekords. Im Jahr 1934 erreichte Franc Pribošek eine Weite von 38 Metern. Pribošek (1917–1981) gehörte zu den führenden slowenischen Skispringern der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit. Er war zweifacher Olympiateilnehmer für Jugoslawien: bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen (39. Platz) und 1948 in St. Moritz (32. Platz). Neben seiner Karriere im Skispringen war er auch in der Leichtathletik tätig – sowohl als Sportler als auch später als Funktionär. Für seine sportliche und organisatorische Arbeit wurde er mit der Bloudek-Plakette, der höchsten slowenischen Sportauszeichnung, geehrt. Während seiner Karriere vertrat er bedeutende slowenische Vereine, darunter SK Ilirija Ljubljana und später SK Enotnost Ljubljana. Sein Sprung auf der Schanze von Betnava ist der einzige bekannte und verlässlich dokumentierte Rekord dieser Anlage.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Schanze zerstört, doch nach 1945 wieder aufgebaut und noch einige Jahre sporadisch für Trainings genutzt. Ihre Bedeutung nahm jedoch rasch ab. Im Jahr 1949 entstand am Pohorje bei der Uranova koča eine neue 25-Meter-Schanze, und in den folgenden Jahren wurden größere Anlagen gebaut, darunter die bekannte Schanze Pekrska gorca, die zum wichtigsten Zentrum des Skispringens in Maribor wurde. Mit der Entwicklung dieser neuen Anlagen wurde Betnava schließlich aufgegeben und stellte Ende der 1940er-Jahre ihren Betrieb ein. Heute sind keine materiellen Spuren mehr von ihr erhalten.
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