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Lovrenc na Pohorju
.
| K-Punkt: | ca. 40 m |
Schanzenrekord: |
33,0 m (Franz Keglowitsch , 1933) |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1932 |
| Umbauten: | 1935 |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 46.527496, 15.382140 ✔
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Die Skisprungschanze in Lovrenc na Pohorju wurde im Jahr 1932 als eine der bedeutendsten Leistungen des jungen und schnell wachsenden Smučarski Klub Sv. Lovrenc na Pohorju errichtet. Die Anlage entstand auf dem Gutshof Grobelnik durch das gemeinschaftliche Engagement der Vereinsmitglieder und die Unterstützung der örtlichen Bevölkerung, darunter auch Arbeiter der nahegelegenen Kieffer-Fabrik. Ursprünglich handelte es sich um eine Schanze, die Sprünge von etwa 40 Metern ermöglichte, wie sowohl die lokale Presse als auch spätere Berichte bestätigen. Die feierliche Eröffnung fand am 5. März 1933 statt. Um 15:00 Uhr wurde die Schanze gesegnet, anschließend wurden zwischenklubliche Wettkämpfe mit Teilnehmern aus Ljubljana, Maribor und der heimischen Mannschaft ausgetragen. Den ersten offiziellen Sprung führte der Bauleiter der Schanze, Franc Kramberger, aus; im Hauptwettbewerb setzte sich Leopold Stolcer durch.
Der spektakulärste Moment des Tages war jedoch der Sprung des österreichischen Gastes — Franz Keglowitsch aus Graz. Er erzielte mit 33 Metern den weitesten Sprung des Wettkampfs, der trotz eines Sturzes als Schanzenrekord anerkannt wurde. Keglowitsch gehörte damals zu den bekannteren Skispringern Österreichs. Er startete regelmäßig bei renommierten Alpenwettbewerben, unter anderem in Schladming, Bad Aussee und Hofgastein, wo er mehrfach Spitzenplätze erreichte. In den 1920er- und 1930er-Jahren galt er als erfahrener und talentierter Springer, der in der Presse häufig als „alter Meister des Skispringens“ und einer der führenden Sportler der Region bezeichnet wurde.
Die Schanze in Lovrenc entwickelte sich rasch zu einem lokalen Zentrum des Wintersports. Im Jahr 1935 wurde sie nach einem Entwurf des Fachmanns Ivan Rozman aus Ljubljana umgebaut, sodass nun Sprünge von etwa 50 Metern möglich waren. Auf der Anlage fanden Vereins- und Regionalwettkämpfe statt, darunter die Mannschaftsmeisterschaften der Drau-Banovina, die Hunderte von Zuschauern anzogen. Die Schanze war auch für Touristen zugänglich, und die Lokalzeitungen berichteten regelmäßig über die dort herrschenden Bedingungen.
Die Tätigkeit des Vereins wurde durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs unterbrochen, und 1941 wurde er von den Besatzungsbehörden offiziell aufgelöst. Nach dem Krieg gibt es keine bestätigten Hinweise darauf, dass die Schanze wieder in Betrieb genommen wurde; mit der Zeit verschwand sie vollständig, und das Gelände wurde von Wald überwachsen.
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