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SLOČrna na Koroškem

Pristava

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Skakalnica v Črni:

K-Punkt: 65 m
Männer Winter Schanzenrekord: 66,5 m (Peter Eržen YUG, 1967)
K-Punkt: 25 m
Männer Winter Schanzenrekord: 26,5 m ( Peharnik YUG, 1964)
Weitere Schanzen: nein
Matten: nein
Baujahr: 1955
Status: abgerissen
Verein: SK Črna
Koordinaten: 46.467455, 14.844474 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Črna na Koroškem ist ein Dorf im slowenischen Teil Kärntens, das früher auch als Schwarzenbach in Kärnten bekannt war. Über mehrere Jahrzehnte hinweg war es neben Planica eines der wichtigsten Zentren des Skispringens in Slowenien, und die Hauptschanze auf der Pristava bildete das Herzstück des örtlichen Skisports. Die ersten provisorischen Schanzen in der Umgebung entstanden bereits vor dem Zweiten Weltkrieg, und nach 1948 konnte Črna mit der größten Sprungschanze in der Region Koroška aufwarten. Der entscheidende Schritt erfolgte Mitte der 1950er-Jahre, als auf Initiative des örtlichen Vereins Partizan Črna der Umbau und die Erweiterung der Anlage auf der Pristava in Angriff genommen wurden. Den Entwurf der neuen Schanze erstellte der bedeutende Ingenieur Stanko Bloudek, der Urheber zahlreicher slowenischer Skisprungschanzen, darunter auch jener in Planica. Der Bau begann 1955; er verschlang rund 900.000 Dinar, und Vereinsmitglieder sowie Einwohner leisteten dabei etwa 4.000 Stunden freiwillige Arbeit. So entstand eine nach den Maßstäben der damaligen Zeit moderne Schanze mit einer Größe von etwa 60 Metern (oft auch als 65–70-Meter-Schanze bezeichnet), ergänzt durch eine kleinere Trainingsschanze von rund 30 Metern, die am selben Hang lag. Die feierliche Eröffnung der neuen 60-Meter-Schanze fand am 7. Februar 1958 während der Koroška-Skiwoche statt, die bereits im neunten Jahr in Folge in Črna ausgetragen wurde. Der Eröffnungssprunglauf zog Menschenmengen und zahlreiche Spitzen­springer an, und Fotografien dieses Tages zeigen eine beeindruckende Anlaufkonstruktion, solide Holztribünen und einen mit Zuschauern dicht gefüllten Auslaufhang. Kurz darauf wurde die Schanze auf der Pristava zur Bühne der wichtigsten nationalen Wettbewerbe. Im Jahr 1960 wurden hier die fünfzehnten Landesmeisterschaften im Skispringen ausgetragen; trotz Tauwetter und Schneemangels in den umliegenden Bergen schleppten Einwohner, Schüler und Vereinsmitglieder den Schnee von Hand auf den Aufsprunghang und verdichteten ihn, damit die Wettkämpfe stattfinden konnten. Am gleichen Abend ging auf der 65-Meter-Schanze ein spektakulärer Nachtspringen unter Flutlicht über die Bühne, an dem die besten jugoslawischen Springer teilnahmen. Noch größeres Echo fanden in Črna die siebzehnten Landesmeisterschaften, die am 4. Februar 1962 ausgetragen wurden; am Start standen damals unter anderem der damalige Weltrekordhalter Jože Šlibar und weitere Spitzenathleten jener Zeit, und das ganze Städtchen versammelte sich unter der „velika skakalnica“, der Großschanze, um ihre Sprünge zu verfolgen. Film- und Wochenschauberichte dieses Tages bewahren Bilder von Sprüngen bis etwa 60 Meter sowie die Atmosphäre eines großen Sportfestes. Die Schanze auf der Pristava zeichnete sich nicht nur durch ihre Größe aus, sondern auch durch ihre technischen Lösungen – sie bot einen bequemen Zugang zum Anlauf, sodass die Springer nicht jedes Mal zu Fuß hinaufsteigen mussten, was damals keineswegs selbstverständlich war. Sie diente zudem als wichtiges Trainingszentrum des örtlichen Vereins SK Črna. Hier entwickelten sich unter anderem die Brüder Danilo und Drago Pudgar, Eigengewächse aus Črna und die ersten Olympiateilnehmer des Ortes. Danilo Pudgar belegte 1972 auf der Großschanze in Sapporo den achten Platz, was über Jahre hinweg das beste olympische Ergebnis eines slowenischen Skispringers blieb (er wurde sogar zum Sportler des Jahres in Slowenien gewählt), und führte später als Trainer seine Athleten zu Olympiamedaillen. Die Schanze auf der Pristava war somit, zusammen mit der kleineren Trainingsanlage, sowohl Bühne für die wichtigsten Wettkämpfe als auch Heimschanze“ zukünftiger Olympioniken. Mit der Zeit verlor die Anlage jedoch an Bedeutung, und die Pläne für eine weitere Modernisierung endeten in einer Katastrophe – während der Umbauarbeiten kam es zu einem Erdrutsch, der die Schanze schwer beschädigte und ihre Geschichte faktisch beendete. In den 1980er-Jahren wurde versucht, das Skispringen in Črna wiederzubeleben, indem man eine kleinere Schanze auf der Božičev travnik-Wiese im Tal oberhalb des Ortes errichtete, doch das Skispringen erlangte dort seine frühere Popularität nicht wieder, und die Anlage verfiel rasch. Heute existiert in Črna na Koroškem keine aktive Sprungschanze mehr – geblieben sind lediglich Spuren der ehemaligen Bauwerke im Gelände, umfangreiche Sammlungen von Fotos und Aufzeichnungen der Landesmeisterschaften sowie die Erinnerung an Zeiten, in denen sich unter der Pristava-Schanze dicht gedrängte Zuschauermengen versammelten. Die Ortschaft hat jedoch ihre starke skisportliche Identität bewahrt: Es gibt ein Alpinskigebiet, und Črna ist als „Dorf der Olympioniken“ bekannt, mit zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern, die ihre Karriere an den Hängen rund um die ehemalige Schanze begonnen haben – unter ihnen auch der alpine Skistar Tina Maze.

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