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Warszawa
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| K-Punkt: | 15 m |
| Koordinaten: | 52.293980, 20.958996 ✔
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| K-Punkt: | 10 m |
| Koordinaten: | 52.292791, 20.955016 ✔
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| K-Punkt: | ca. 10 m |
| Koordinaten: | 52.289765, 20.966081 ✔
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| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 52.293980, 20.958996 ✔
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Die Bielany-Höhen gehörten bereits in der Zwischenkriegszeit zu den beliebtesten Wintererholungsgebieten der Warschauer. Mit der Straßenbahn gelangte man vom Stadtzentrum auf die Weichselböschung, und Skifahrer wie Rodler nutzten die natürlichen Hänge des Bielany-Waldes und die Umgebung des Zentralinstituts für Körpererziehung (heute die Akademie für Sportwissenschaften). Zu den heute weitgehend vergessenen Sportanlagen der Hauptstadt zählen auch zwei Skisprungschanzen in Bielany, von denen die größere im Bereich des Kamaldulenserklosters lag.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Tradition der Wintererholung in Bielany bewusst wieder aufgenommen. 1949 entstand der Kulturpark Bielany, und in der ersten Hälfte der 1950er-Jahre wurden auf der bewaldeten Böschung zwei kleine Sprungschanzen errichtet. Sie wurden vor allem von Studenten der nahegelegenen Akademie für Sportwissenschaften sowie von Athleten des Żoliborz-Sportvereins Spójnia genutzt.
Die Schanzen waren Teil der in den 1950er-Jahren populären Massenbewegung für Freizeit- und Breitensport. Im Januar 1953 produzierte die Polnische Filmchronik den Kurzfilm „Sonntag in Warschau“ (PKF 6/53), der ganz dem winterlichen Treiben im Bielany-Wald gewidmet war. Zu sehen sind Menschenmengen auf Ski und Schlitten, Langlaufrennen sowie Sprünge auf der Bielany-Schanze; der Sprecher betont, dass die „vorstädtischen Bielany an verschneiten Sonntagen erfolgreich mit Zakopane konkurrieren“. Die gleiche Saison wurde auch in der Tagespresse beschrieben – Życie Warszawy veröffentlichte einen Bericht über einen offenen Sprungwettbewerb im Kulturpark Bielany, der auf einer „großen natürlichen Schanze“ ausgetragen wurde und an dem nichtorganisierte Amateure verschiedener Altersklassen teilnahmen. Einige Wochen später berichtete Przegląd Sportowy über die Ski-Meisterschaften der Warschauer Schulen und Jugendsportgruppen, die im Kulturpark Bielany stattfanden und sowohl Langlauf als auch Skispringen umfassten.
Mit den Bielany-Schanzen verbindet sich auch die Frühzeit einer wichtigen Persönlichkeit des polnischen Skispringens. Nach Augenzeugenberichten sprang auf der Bielany-Böschung unter anderem Tadeusz Kołder – damals Student der Warschauer Sportakademie, später Trainer der polnischen Nationalmannschaft (1977–1981) und Mitbegründer der Erfolge von Piotr Fijas und Stanisław Bobak.
In den folgenden Jahrzehnten verloren die Waldschanzen allmählich an Bedeutung. Die hölzernen Konstruktionselemente verschwanden, und im Bielany-Wald wurde ein Naturschutzgebiet eingerichtet, das den Schutz des wertvollen Altbestandes in den Vordergrund stellte. Dennoch sind im Gelände noch heute Spuren der ehemaligen Anlagen sichtbar – vor allem der verbliebene Aufsprung- bzw. Anlaufrücken der größeren Schanze.
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