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Świeradów-Zdrój Bad Flinsberg
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| K-Punkt: | ca. 50 m |
Schanzenrekord: |
54,0 m |
| Turmhöhe: | 15 m |
| Anlaufneigung: | 24,2° |
| Koordinaten: | 50.897370, 15.333650 ✔
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| K-Punkt: | ca. 20 m |
| Koordinaten: | 50.897290, 15.333190 ✔
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| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 50.897370, 15.333650 ✔
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Die Graf-Gotthard-Schanze war die wichtigste Sprungschanze des Vorkriegskurortes Bad Flinsberg (heute Świeradów-Zdrój) im Isergebirge. Die Anlage lag hoch über dem Ort, in einer bewaldeten Mulde oberhalb der heutigen Chatka Leśnika, an den Hängen des Heufuders (Stóg Izerski).
Zum kleinen Sprungschanzenkomplex gehörten zwei Schanzen: die große Graf-Gotthard-Schanze mit einem K-Punkt von etwa 50 m sowie die kleinere Graf-Ludwig-Schanze mit einem K-Punkt von etwa 20 m, etwas tiefer in derselben Mulde gelegen. In den Archiven ist der Schanzenrekord der großen Schanze mit 54,0 m überliefert, wobei die Quellen den Namen des Rekordhalters nicht nennen.
Die Graf-Gotthard-Schanze galt als eine der markantesten Sprungschanzen der Region – moderne Untersuchungen zur Sportinfrastruktur im Sudetenraum bezeichnen sie sogar als „die steilste Schanze des Landes“. Bereits vor dem Krieg wies die Presse darauf hin, dass die Schanze „unglaublich steil“ im hohen Wald über dem Kurort stehe, als wäre sie nahezu senkrecht gebaut.
Spätestens seit dem Ende der 1920er Jahre war die Schanze ein wichtiger Bestandteil des Winterangebots von Bad Flinsberg. 1927 berichtete der lokale Bote aus dem Riesengebirge über einen Wettkampf auf der Graf-Gotthard-Sprungschanze mit 41 Springern und sehr guten Schneeverhältnissen. Einige Jahre später, im Winter 1930/31, kündigte die Kattowitzer Zeitung ein „Eröffnungsspringen auf der Graf-Gotthard-Schanze“ am 26. Dezember an – als Teil des offiziellen Winterprogramms des Kurortes, zusammen mit Rodelwettbewerben und weiteren sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Die Sprünge auf dieser Schanze eröffneten die Saison, und weitere Wettkämpfe wurden auch in den 1930er Jahren bis unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg ausgetragen.
Der örtliche Verein Wintersportvereinigung Bad Flinsberg 1906 e.V. organisierte in dieser Zeit Wintersportwochen und Wettbewerbe auf der Graf-Gotthard-Schanze. In nachkriegszeitlichen Darstellungen auf Grundlage der Chronik von Hannes Scholdan wird betont, dass die Skiläufer ihre Sprungfähigkeiten sowohl auf der kleineren Schanze „Am Waldsaum“ als auch auf der größeren Graf-Gotthard-Schanze zeigen konnten, wobei die Besten Preise von „künstlerischem Wert“ erhielten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Skisprungtradition in Świeradów-Zdrój allmählich zurück. Die Schanzen wurden nicht modernisiert und verfielen mit der Zeit. Heute gelten beide Sprungschanzen als zerstört. In den letzten Jahren wurden die ehemaligen Aufsprunghänge gelegentlich als spektakuläre, informelle Abschnitte lokaler Enduro-Mountainbike-Strecken genutzt.
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