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Daisen
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| K-Punkt: | 85 m |
Schanzenrekord: |
88,5 m (Kazuyoshi Funaki , 1993) |
| Koordinaten: | 35.399848, 133.532059 ✔
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| K-Punkt: | 50 m |
| Weitere Schanzen: | K30 |
| Koordinaten: | 35.400882, 133.532548
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| K-Punkt: | 25 m |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 35.398322, 133.532829 ✔
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| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1969 |
| Umbauten: | 1991 |
| Status: | außer Betrieb |
| Verein: | Mt. Daisen |
| Koordinaten: | 35.399848, 133.532059 ✔
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Der Sprungschanzenkomplex von Daisen, auch als Goenzan-Skisprungschanze bekannt, befindet sich am Südhang des Berges Goenzan im Gebiet des Skizentrums Daisen White Resort in der Präfektur Tottori. Bereits in der Zwischenkriegszeit war dieser Ort eines der wichtigsten Zentren für die Entwicklung des Skisports in Westjapan. Der erste dokumentierte Skisprungwettbewerb fand hier im Jahr 1928 statt, als bei lokalen Schulwettkämpfen ein Sprungbewerb auf einer natürlichen Piste im Gebiet von Goenzan eingeführt wurde. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Daisen zu einem zentralen Standort des Wintersports in der Region, was zum Ausbau der Infrastruktur und zur Bewerbung um die Ausrichtung des prestigeträchtigen Winter-„Kokutai“ – des Nationalen Sportfestivals – führte.
In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wurde die Entscheidung getroffen, eine moderne Sprungschanze zu errichten, die landesweite Wettkämpfe aufnehmen konnte. Die Arbeiten an der 70-Meter-Schanze begannen 1968 und wurden wenige Monate später abgeschlossen. Die feierliche Eröffnung fand am 1. Februar 1970 unter Teilnahme führender japanischer Skispringer statt. Die neue Schanze spielte eine entscheidende Rolle in den Vorbereitungen für das 27. Winter-Kokutai im Jahr 1972. Diese Veranstaltung erhielt außergewöhnliches Prestige, da Japan kurz zuvor den spektakulären olympischen Triumph in Sapporo gefeiert hatte, bei dem Yukio Kasaya, Akitsugu Konno und Seiji Aochi das gesamte Podium im Skispringen belegten. Beim Kokutai in Daisen triumphierte Kasaya in Anwesenheit Tausender Zuschauer erneut mit einem Sprung auf 87 Meter – einem der weitesten, die jemals auf dieser Schanze erzielt wurden.
In den 1970er Jahren wurde die Anlage intensiv genutzt. Hier fanden das jährliche Daisen Jump Tournament sowie die Sprungbewerbe im Rahmen des Takamatsunomiya Cup West Japan Ski Tournament statt, dessen Ehrenpatron Prinz Takamatsu war. Es war eine Zeit reger sportlicher Aktivität in der Region, in der Daisen eine zentrale Rolle spielte. Gegen Ende des Jahrzehnts wurde jedoch 1979 beschlossen, die in die Jahre gekommene K70-Schanze abzubauen. Gleichzeitig begann man mit der Planung kleinerer Trainingsanlagen. 1981 wurden die neuen K50- und K30-Schanzen eröffnet, und ein Jahrzehnt später begann man mit dem Umbau der größten Anlage – diesmal zu einer Normalschanze K85.
Die umgebaute Struktur wurde 1991 fertiggestellt, unter anderem im Hinblick auf das 48. Winter-Kokutai im Jahr 1993. Bei dieser Veranstaltung wurde der bis heute gültige Schanzenrekord aufgestellt – 88,5 Meter durch den jungen Kazuyoshi Funaki, der später zu einem der größten Stars des japanischen Skispringens und zweifachen Olympiasieger von Nagano wurde. Das Kokutai 1993 war die letzte große Veranstaltung, die in Daisen ausgetragen wurde; danach wurde die K85-Schanze nicht mehr für nationale Wettbewerbe genutzt, und die Stilllegung des zugehörigen Lifts erschwerte auch das Training erheblich.
In den folgenden Jahren geriet die Anlage zunehmend außer Betrieb. Die kleinste Schanze, K25, wurde abgebaut, und K50 sowie K85 bleiben ungenutzt. Dennoch sind der Stahl-Anlaufturm und das markante Profil des Aufsprunghangs im Gelände weiterhin deutlich sichtbar, insbesondere von den Skipisten des Resorts und nahegelegenen Aussichtspunkten. Heute dient die verlassene Schanze als interessantes Ziel für Spaziergänge und lokale Ausflüge, und ihre charakteristische Silhouette erscheint häufig in den Fotoberichten von Besuchern.
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