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Ponte di Legno
.
| K-Punkt: | 108 m |
Weitester Sprung: |
114,0 m (Giacomo Aimoni , 03.03.1965) |
Schanzenrekord: |
110,0 m (Henrik Ohlmeyer , 14.02.1966) |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1928 |
| Genutzt bis: | 1966 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | SC Ponte di Legno |
| Koordinaten: | 46.252326, 10.519774 ✔
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Die Großschanze an den Hängen des Corno d’Aola in Ponte di Legno wurde 1928 nach einem Entwurf des Schweizers Adolf Badrutt als Trampolino del Littorio erbaut. Sie lag auf einer Höhe von etwa 1.250–1.300 Metern und wurde schnell zu einer der wichtigsten touristischen Attraktionen des Bergortes im oberen Val Camonica. Die offizielle Einweihung fand am 24. Februar 1929 in Anwesenheit von Edda Mussolini und 20.000 Zuschauern im Rahmen eines internationalen Skisprungwettbewerbs statt.
In den 1930er-Jahren gehörte die Schanze zu den bedeutendsten Anlagen der Welt. Hier sprangen 1930 Ernesto Zardini und ein Jahr später Bronisław Czech mit Stürzen auf Weiten, die den damaligen Weltrekorden entsprachen, und am 17. März 1935 stellte der Österreicher Fritz Kainersdörfer, der unter Schweizer Lizenz antrat, mit 99,5 Metern einen offiziellen Weltrekord auf. Am selben Tag flog der Norweger Olav Ulland sogar 103,5 Meter weit und überschritt damit als erster Mensch in der Geschichte die 100-Meter-Marke, auch wenn sein Sprung wegen eines Sturzes nicht als Rekord anerkannt wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage, nun Trampolino Gigante del Corno d’Aola genannt, um zwei kleinere Trainingsschanzen (K60 und K15) erweitert. In den folgenden Jahren wurden hier weitere Bestweiten erzielt: Josef Bradl erreichte 106 Meter, Bruno Da Col überschritt 1936 als erster Italiener die 100-Meter-Marke (100,5 m) und erzielte später 1949 110,5 Meter. In den 1960er-Jahren sprangen unter anderem Sepp Hohenleitner, Willi Egger, Giacomo Aimoni und Wolfgang Happle rekordverdächtige Weiten. Der längste dokumentierte Sprung ist Aimoni’s 114 Meter aus dem Jahr 1965, während der letzte offizielle Schanzenrekord mit 110–110,5 Metern Bruno Da Col und Henrik Ohlmeyer zugeschrieben wird.
Der Höhepunkt der Nachkriegsgeschichte der Anlage war die Ausgabe des Coppa Kongsberg im Jahr 1966, einer renommierten Wettkampfserie auf ausgewählten Schanzen der Alpen und Mitteleuropas. Den Wettbewerb in Ponte di Legno gewann Henrik Ohlmeyer aus der Bundesrepublik Deutschland, und kurz nach diesem Ereignis wurde die Schanze außer Betrieb genommen.
Trotz der Einstellung des Betriebs im Jahr 1966 wurde das Trampolino Gigante nie abgetragen – der natürliche Auslauf, inzwischen bewaldet, ist bis heute gut erkennbar und liegt unmittelbar neben dem Fuß- und Radweg entlang des Baches Narcanello. Das Gelände gehört dem Sci Club Ponte di Legno, der 2011 zum hundertjährigen Jubiläum des Vereins sowie erneut 2020 Pflege- und Aufräumarbeiten durchführte und der Schanze damit ihren Status als wichtiges Element des lokalen sportlichen Erbes zurückgab.
Schanzenrekorde K108 (Männer):
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Pierwszy skok powyżej 100 metrów
Olav Ulland z Norwegi miał nawet 103.5 m...
Korrektur zu Ihren Angaben
Die 99,5 m von 1935 sind richtig, der Springer hiess allerdings Fritz Kainersdorfer und war Oesterreicher.
Er hatte nur eine Schweizer Lizenz, weil er in Einsiedeln/Schweiz wohnhaft war