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Madonna di Campiglio
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| K-Punkt: | ca. 50 m |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1936 |
| Genutzt bis: | ca. 1945 |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 46.223410, 10.830815 ✔
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Die Skisprungschanze in Madonna di Campiglio befand sich im Ortsteil Palù, an einem bewaldeten Hang oberhalb des Ortes. Sie entstand um 1935 als mittelgroße Schanze, die auf sehr einfache Weise gebaut wurde: Am Fuß des Hangs errichtete man eine massive Trockenmauer als Stütze, darüber formte man eine Erd-Anlaufspur mit Absprungbereich, und der Aufsprunghang folgte der natürlichen Geländeneigung. Die Konstruktion entsprach dem typischen Baustil italienischer Schanzen der 1930er Jahre – nahezu vollständig auf Gelände und Schnee basierend, ohne hölzerne oder metallene Aufbauten.
Im Jahr 1936 wurde die Schanze Schauplatz wichtiger sportlicher Ereignisse. Hier fanden ein landesweites Treffen unter der Schirmherrschaft des italienischen Wintersportverbandes sowie die Skisprungwettbewerbe der Italienischen Meisterschaften statt. Ebenfalls im selben Jahr wurden in Madonna di Campiglio die olympischen Auswahlwettkämpfe im Slalom und Skispringen für die Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen, was in zeitgenössischen Wochenschauberichten festgehalten ist. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre und zu Beginn der 1940er Jahre wurde die Anlage mehrfach bei nationalen Wintersportveranstaltungen genutzt, darunter bei den Littoriali della neve e del ghiaccio sowie den Italienischen Meisterschaften. Aus überlieferten Quellen geht hervor, dass bei der 8. Ausgabe der Littoriali im Jahr 1939 der Skisprungwettbewerb in Madonna di Campiglio von Longhini aus Padua gewonnen wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der sportliche Schwerpunkt des Ortes zunehmend auf den alpinen Skilauf, und das Skispringen verlor allmählich an Bedeutung. Die Schanze in Palù geriet mit der Zeit außer Betrieb, und ihr Profil wurde vom Wald überwachsen. Bis heute erhalten geblieben sind jedoch die charakteristische Stützmauer und ein Teil des Anlaufes, die – obwohl teilweise zwischen den Bäumen verborgen – noch gut sichtbar sind. Die Ruinen der Schanze können über den Wanderweg „Via dei Fevri“ besichtigt werden, wo auch Informationstafeln zur Geschichte der Anlage zu finden sind.
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