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Harzgerode
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| K-Punkt: | 38 m |
Schanzenrekord: |
40,0 m (Peter Hluboček , 08.06.1996) |
| Matten: | ja |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 51.652331, 11.153747 ✔
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| K-Punkt: | 16 m |
Schanzenrekord: |
17,5 m (Paul Winter ) |
Schanzenrekord: |
19,0 m (Tomáš Bouda , 08.06.1996) |
Schanzenrekord: |
15,5 m (Suosa Naibelyn Siegert , 19.10.2024) |
| Koordinaten: | 51.652297, 11.153992 ✔
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| K-Punkt: | 12 m |
| Matten: | nein |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 51.652240, 11.154191 ✔
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| K-Punkt: | 7 m |
| Umbauten: | 2024 |
| Koordinaten: | 51.652142, 11.154269 ✔
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| K-Punkt: | 1 m |
| Koordinaten: | 51.651784, 11.154035 ✔
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| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | ja |
| Baujahr: | 1959 |
| Umbauten: | 2005-2007 |
| Status: | in Betrieb |
| Verein: | WSV Harzgerode |
| Koordinaten: | 51.652297, 11.153992 ✔
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Die Anlage in Harzgerode liegt am Hang des Apfelbergs im südöstlichen Stadtrandbereich und ist seit mehr als sechs Jahrzehnten ein Zentrum des örtlichen Wintersports. Das heutige Ensemble kleiner Schanzen – bekannt als Ernst-Bremmel-Schanze – besteht vor allem aus der K16-Schanze mit Mattenbelag, Aluminium-Anlaufspuren und Flutlicht sowie den kleineren Trainingsschanzen K7 und K1 für die jüngsten Springer. Im Hintergrund sind noch immer die Reste der ehemaligen, größeren Ostharzschanze zu sehen, die an die Tradition des „Großschanzenspringens“ in Harzgerode erinnern.
Die Anfänge des Skispringens an diesem Standort reichen bis ins Jahr 1959 zurück, als auf dem Apfelberg die erste Ostharzschanze entstand, auf der anfangs Sprünge von etwa 24 Metern möglich waren. Bereits 1963 wurde die Anlage zur K35 mit einem 18 Meter hohen Anlaufturm umgebaut, und 1965 erhielt sie einen Mattenbelag, der ein ganzjähriges Training erlaubte. Eine weitere Modernisierung im Jahr 1967 brachte eine Erhöhung des Turmes auf 26 Meter und eine Profiländerung zur K45, daneben wurde die erste 20-Meter-Jugendschanze gebaut. In den Jahren 1971 und 1978 folgten weitere Umbauten, und Mitte der 1970er-Jahre kamen zusätzliche kleine „Schülerschanzen“ hinzu, wodurch Harzgerode zu einem wichtigen Nachwuchszentrum in der Region wurde.
Mit der Zeit alterten die Holzkonstruktionen der Ostharzschanze zunehmend, und nach einer längeren Stilllegungsphase wurde der ehemalige Großschanzenkomplex im Januar 2004 vollständig abgetragen (der Anlaufturm wurde gesprengt). Für den örtlichen Verein WSV Harzgerode bedeutete dies jedoch nicht das Ende der Tradition, sondern den Beginn eines neuen Kapitels. Bereits 2005 entstand eine kleine K5-Mattenanlage, und in den folgenden Jahren wurde die neue, vollständig modernisierte K16-Schanze gebaut. Im Frühjahr 2008 wurde die neue Ernst-Bremmel-Schanze mit Aluminium-Anlaufspuren feierlich eingeweiht – ein großer Teil der Arbeiten wurde von Vereinsmitgliedern und Skisprungfreunden in Eigenleistung erbracht, unterstützt von Sponsoren, lokalen Institutionen und dem Forstamt. Den feierlichen „Weihesprung“ absolvierte damals der zehnjährige Jonas Möbes.
Mit dem Bau der neuen Schanzen erhielt die Anlage den Namen Ernst Bremmel, eines Sportlehrers und Trainers, der über viele Jahre den Wintersport in Harzgerode prägte. Sowohl in der Geschichte als auch in der Gegenwart spielen Funktionäre des WSV Harzgerode eine wichtige Rolle, darunter der langjährige Abteilungsleiter Skisprung Knut Becker und der Vereinsvorsitzende Falk Schilling sowie zahlreiche Trainer und Ehrenamtliche. Viele Sportler aus dem örtlichen Nachwuchs gelangten später an renommierte Sportschulen in Oberhof, Oberwiesenthal, Klingenthal und Willingen.
Nach 2007 entwickelte sich die Ernst-Bremmel-Schanze vor allem zu einer modernen Trainingsbasis für Kinder und Jugendliche. Auf der Anlage finden regelmäßig Trainingseinheiten der Skisprung- und Nordisch-Kombiniert-Abteilung des WSV Harzgerode statt, und die jüngsten Springer sind oft nur wenige Jahre alt. Parallel dazu verfügt der Komplex über einen regen Wettkampfbetrieb: Unter anderem wurden hier Wettbewerbe im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Rahmen der Kreis-Kinder- & Jugendolympiade sowie Frühjahrs- und Herbstspringen („Frühjahrssprunglauf“, „Herbstsprunglauf“) und Veranstaltungen des Skiverbandes Sachsen-Anhalt mit Vereinen aus dem gesamten Harz und Sachsen-Anhalt ausgetragen. Im Oktober 2024 wurde im Rahmen des Herbstspringens die neue K7-Schanze feierlich eingeweiht, und mit dem Eröffnungssprung schrieb sich Jonas Huch in die Geschichte der Anlage ein.
Im Laufe der Jahre wurden auf den Schanzen in Harzgerode zahlreiche Rekorde aufgestellt. Auf der inzwischen nicht mehr existierenden Ostharzschanze (K38/K45) betrug der weiteste bestätigte Sprung 40,0 m, erzielt vom tschechischen Springer Peter Hluboček im Jahr 1996. Auf der modernen Ernst-Bremmel-Schanze (K16) wurden sowohl im Sommer als auch im Winter Rekorde verzeichnet; unter den Rekordhaltern finden sich unter anderem der tschechische Springer Tomáš Bouda sowie junge deutsche Athletinnen und Athleten aus dem örtlichen Verein.
Schanzenrekorde K16 (Männer):
Schanzenrekorde K16 (Frauen):
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5th photo
it says its K5 but its K1
Lage
Danke Torsten! Natürlich hattest du recht!
Sprungschanze Harzgerode
Erst einmal vielne Dank für diese wunderbare Seite. Es macht immer wieder Spaß, hier vorbeizuschauen und neue Schanzen zu enttdecken.
Dennoch mal eine kleine Korrektur: Wenn mich mein geografisches Gedächtnis nicht trügt :-) liegt Harzgerode nicht in Thüringen, sondern in Sachsen-Anhalt (http://de.wikipedia.org/wiki/Harzgerode).
Vielen Dank und weiter so mit dem Schanzenarchiv.
mfg
Torsten I.