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GERGER-STBenneckenstein

Hüttenkopf

Daten | Geschichte | Kontakt | Karte | Foto-Galerie | Kommentare

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Hüttenkopfschanze:

K-Punkt: 55 m
Weitere Schanzen: nein
Matten: ja
Baujahr: 1924
Umbauten: 1926, 1961
Status: abgerissen
Verein: WSV Benneckenstein
Koordinaten: 51.667072, 10.763594 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Die Hüttenkopfschanze in Benneckenstein war über Jahrzehnte hinweg eine der bedeutendsten Sprunganlagen im Harz und in der damaligen DDR. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1924 zurück, als der örtliche Verein WSV Benneckenstein von 1909 e.V., der bereits seit vielen Jahren den Wintersport in der Region förderte, den Bau einer Skisprungschanze am Hang des Hüttenkopfes initiierte. Ursprünglich handelte es sich um eine Schanze mit einer Größe von etwa K40, doch bereits 1926 wurde sie auf den Standard K55 ausgebaut, womit sie zu den größeren Schanzen in Sachsen-Anhalt zählte und ein bedeutendes Zentrum des lokalen Wintersports wurde. In den Quellen findet sich zudem ein Hinweis auf eine feierliche Einweihung der Schanze, die am 21. Januar in einem der frühen Jahre ihres Bestehens stattfand.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war eine Modernisierung erforderlich, und Anfang der 1960er Jahre wurde die Anlage umfassend umgebaut. In den Jahren 1961–1962 erhielt die Schanze eine Kunststoffmatte und wurde damit zu einer der ersten großen Mattenschanzen in der DDR. Die feierliche Wiedereröffnung fand 1962 statt und war hochkarätig besetzt — nach den verfügbaren Berichten nahm die gesamte damalige DDR-Nationalmannschaft im Skispringen teil. In dieser Zeit war die Hüttenkopfschanze die größte Mattenschanze im gesamten Ostharz, und nach Zeitzeugenberichten gehörte sie sogar zu den größten Anlagen dieser Art in der ganzen DDR. Daher spielte sie auch eine wichtige Rolle als Trainingsstätte für Sportler und Vereine aus der Region. Aus Presseberichten geht hervor, dass die Schanze intensiv für Trainingszwecke genutzt wurde — junge Skispringer und Nordische Kombinierer reisten nach Benneckenstein, darunter Klaus Vieth, den sein Trainer Horst Schneider regelmäßig aus Thale hierher brachte, da der Hüttenkopf damals die besten Trainingsbedingungen auf Matten in dieser Region bot.
Trotz ihrer Bedeutung war die Schanze nach der Modernisierung nur noch kurze Zeit in Betrieb. Die Quellen geben eindeutig an, dass sie bald nach der feierlichen Wiedereröffnung geschlossen wurde, obwohl weder das genaue Datum noch der Grund für die Einstellung des Betriebs bekannt ist. In den folgenden Jahren übernahm der nahegelegene Komplex kleinerer Schanzen am Harzhaus die zentrale Rolle in der Jugendausbildung, während die Hüttenkopfschanze allmählich in Vergessenheit geriet. Heute ist das Gelände der ehemaligen Schanze vollständig überwuchert, doch die Konturen des früheren Aufsprunghangs sind im Geländeprofil weiterhin erkennbar.

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