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GERGER-BYSiegsdorf

Daten | Geschichte | Schanzenrekorde | Karte | Kommentare

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Thannhäuserschanze:

K-Punkt: ca. 50 m
Männer Winter Schanzenrekord: 54,0 m (Eilert Dahl NOR)
Weitere Schanzen: nein
Matten: nein
Baujahr: 1953
Status: abgerissen
Verein: TSV Siegsdorf
Koordinaten: 47.814150, 12.643800 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Die Thannhäuserschanze war eine örtliche Skisprungschanze der Skiabteilung des TSV Siegsdorf und lag am bewaldeten Hang des Heankl oberhalb des Ortes im Chiemgau (Bayern).
Auf Initiative des langjährigen Leiters der Skiabteilung, Willi Zeller, wurde die Anlage im Jahr 1953 fertiggestellt, wie in der Vereinschronik vermerkt ist. Dort wird auch festgehalten, dass der Schanzenrekord bei 54 m lag und vom Norweger Eilert Dahl (1919–2004) gehalten wurde – einem Spezialisten für Nordische Kombination und Skilanglauf, Sechster der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 1948 in St. Moritz und Bronzemedaillengewinner der 4×10-km-Staffel bei den Weltmeisterschaften 1950. Dahl war auch für seine Auftritte auf kleineren Schanzen in Deutschland bekannt – so stellte er 1953 etwa den Schanzenrekord der Kohlhepp-Schanze in Furtwangen (58 m) auf.
In den Unterlagen des Skiverbandes Chiemgau wird betont, dass in dieser Zeit nahezu jeder Ort der Region – darunter auch Siegsdorf – über eine eigene Sprungschanze verfügte, die sowohl für Trainingszwecke als auch für Wettkämpfe genutzt wurde, was auch auf die Thannhäuserschanze zutraf. Die Schanze diente über viele Jahre als Trainings- und Wettkampfstützpunkt der Springer des TSV Siegsdorf. In der Jubiläumspublikation des TSV Siegsdorf zum 100-jährigen Vereinsbestehen (2024) erscheint ein Foto mit der Signatur von Albert Strasser, das einen Springer auf der Thannhäuserschanze zeigt und die Bedeutung dieser kleinen Anlage für die Skigeschichte Siegsdorfs bestätigt.
Die Schanze existiert heute nicht mehr.

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