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Jens-Jäger-Schanze:

K-Punkt: 35 m
Männer Winter Schanzenrekord: 39,0 m (Johan Blomseth NOR, 25.01.1925)
39,0 m (Kurt Endler BRD, 25.01.1925)
Weitere Schanzen: nein
Matten: nein
Baujahr: 1924
Jahr des Abbruchs: 1965
Status: abgerissen
Verein: SC Schliersee
Koordinaten: 47.723167, 11.873111 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Der Norweger Jens Jäger, der 1922 bayerischer Meister in der Nordischen Kombination für den SC Schliersee wurde, plante und baute auf dem Leitnerhügel eine Sprungschanze nach dem Vorbild der norwegischen Anlage Solberg in Bærum. Alles begann im März 1924, als die Verantwortlichen des örtlichen Vereins die Sprungschanzen-Experten – Ingenieur Georg Jaeger aus München und Jens Jäger selbst – einluden, das Gelände rund um das Hotel Edelweiß zu begutachten und dessen Eignung zu bewerten. Kurz darauf begannen die ersten Erdarbeiten und Vorbereitungen. Im Laufe der Sommermonate wurde ein Projekt entwickelt, und nach Erhalt der Genehmigungen vom Grundstückseigentümer und den zuständigen Behörden begannen die Bauarbeiten. Zunächst wurden Bäume gefällt und das Gelände geräumt, anschließend wurde das Gelände nivelliert, die Linien des Aufsprungprofils sowie die Landungszone markiert und die Aufschüttungen für die Schanze errichtet.
Dank des großen Engagements des Bauunternehmens Leonhard Widl aus München konnte das Arbeitstempo erheblich gesteigert werden. Im Winter wurden Aushubarbeiten durchgeführt, Drainagerohre verlegt, und im Frühjahr begann man mit dem Aufbringen von Kies und der Formung der Schanze. Die Anlauf- und Landungszonen wurden nach den damals neuesten Prinzipien gestaltet, was sichere und spektakuläre Sprünge ermöglichte. Die Finanzierung des Baus erfolgte durch die Organisation von Schauwettbewerben auf der Gulbranson-Schanze, bei denen 30.000 Reichsmark gesammelt wurden.
Die maximale Anlauflänge betrug 150 Meter, wobei der Anlaufpunkt etwa 26 Meter über dem Absprungpunkt lag. Die Neigung des Anlaufs erreichte 38–40 Grad, und die Springer erreichten beim Absprung Geschwindigkeiten von etwa 80 km/h. Die Landezone und der Aufsprung wurden gemäß den Empfehlungen des norwegischen Modells Solbergbakken gestaltet und ermöglichten Landungen von bis zu 50 Metern.
Die Schanze galt damals – laut Expertenmeinung – als eine der schönsten und größten in Deutschland. Mit einer Weite von 39 Metern war Johan Blomseth, ein norwegischer Spezialist für die Nordische Kombination, der Rekordhalter der Anlage. 1925 nahm er an den Nordischen Skiweltmeisterschaften teil, als einer von zwei Norwegern neben Henry Ljungmann. Beide waren damals Studenten in der Region, und ihre Teilnahme erfolgte trotz des Boykotts dieser Ausgabe durch die skandinavischen Länder, die sich gegen die Aufwertung der Meisterschaften zur Hauptveranstaltung des Skisports wandten. 1926 gewann Blomseth den österreichischen Meistertitel im klassischen Skisport und wurde damit nach Lauritz Bergendahl der zweite Norweger, der diesen Erfolg erzielte.
Ebenfalls eine Weite von 39 Metern erreichte Kurt Endler, ein deutscher Springer, der ebenfalls an Wettbewerben in der Nordischen Kombination teilnahm. Er vertrat Deutschland bei internationalen Wettbewerben, darunter die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1925. Endler war eine interessante Persönlichkeit, die an verschiedenen Orten in der Geschichte des Skispringens auftauchte. 1927 gewann er den Wettbewerb in der Nordischen Kombination, der auf der Schanze unterhalb des Łabski Szczyt in den Karkonosze (heute Polen) ausgetragen wurde. Diese Wettbewerbe fanden auf einer Höhe von über 1.200 Metern über dem Meeresspiegel statt und gehörten zu den prestigeträchtigsten der Region. 1924 erlitt Endler bei einem Wettbewerb auf der „Zackelfallschanze“/Kamieńczyk in Szklarska Poręba (damals Schreiberhau) eine Verletzung, bei der er neue Skier zerbrach, was ihn zwang, sich vom weiteren Wettbewerb zurückzuziehen. Er war auch am Ausbau der Skisportinfrastruktur in der Region beteiligt. Gemeinsam mit dem Hotel Lambert Erlebach trug er zum Bau einer der größten Sprungschanzen in der damaligen Tschechoslowakei bei, die in den Karkonosze (Teufelsbergschanze) in Harrachov am Nordhang des Čerťák-Berges lag.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Jens-Jäger-Schanze wiedereröffnet und Ende der 1950er Jahre mit Flutlicht ausgestattet. Nachtwettbewerbe waren sehr beliebt, endeten jedoch abrupt im Jahr 1965, als ein Erdrutsch die Schanze zerstörte und ihre Geschichte beendete.

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