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Bad Kissingen
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| K-Punkt: | 25 m |
| Turmhöhe: | 10 m |
| Weitere Schanzen: | K15 |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1948 |
| Umbauten: | 1950 |
| Jahr des Abbruchs: | 1968 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | SC Bad Kissingen |
| Koordinaten: | 50.183940, 10.087390 ✔
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Die Finsterbergschanze im Bad Kissinger Stadtteil Reiterswiesen war nach dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des Skispringens in der Region. Sie entstand am Nordhang des Finsterbergs, zwischen Reiterswiesen und der Umgehungsstraße der Stadt, in einem Gelände, das Schnee gut hielt und sich ideal für einen natürlichen Auslauf eignete. Die ersten Spuren des Wintersports in diesem Gebiet tauchten kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf – 1947 wurde in Reiterswiesen das Skirennen „Rund um die Bodenlaube“ veranstaltet. Bald darauf beschlossen lokale Sportbegeisterte, auch eine Sprungschanze zu errichten.
Im Herbst 1948 baute Philipp Dees die erste hölzerne Sprungschanze am Finsterberg in Eigenarbeit, und am 5. März 1949 wurde sie feierlich eröffnet. Die ursprüngliche Anlage war einfach und klein, erfreute sich jedoch schnell großer Beliebtheit unter den örtlichen Skiläufern. Bereits um 1950 wurde sie durch eine größere Konstruktion mit höherem Anlaufturm ersetzt, daneben entstand eine kleinere Trainingsschanze für jüngere Springer. Die ausgebaute Schanze erreichte eine Größe von etwa 25 Metern, auf der Sprünge von über 20 Metern möglich waren.
In den 1950er-Jahren entwickelte sich die Finsterbergschanze zu einem wichtigen Ort des sportlichen Lebens in Reiterswiesen. Vereinsmeisterschaften, lokale Wettbewerbe und Neujahrsspringen fanden hier statt und zogen Zuschauer aus ganz Bad Kissingen an. Erhaltene Fotografien zeigen Menschenmengen am Hang und Springer, die vom hölzernen Turm starteten. Die Schanze war nicht nur ein Platz sportlichen Wettkampfs, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für gesellschaftliche Ereignisse.
In den 1960er-Jahren ließ das Interesse am Skispringen in der Region jedoch nach. Die Winter wurden milder, und die Jugend wandte sich zunehmend anderen Freizeitaktivitäten zu. Die Anlage verlor allmählich an Bedeutung und wurde immer seltener genutzt. Ihr endgültiges Ende fand die Finsterbergschanze im März 1968, als ein schwerer Sturm die hölzerne Konstruktion zum Einsturz brachte. Die beschädigten Teile wurden nicht wieder aufgebaut, und die verbliebenen Reste bald vollständig entfernt.
Heute zeugen nur noch leichte Geländespuren und Überreste der ehemaligen Informationstafel von der einstigen Sprungschanze am Finsterberg.
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