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Arzberg
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| K-Punkt: | 35 m |
Schanzenrekord: |
42,0 m (Heinrich Zapf ) |
| Weitere Schanzen: | K20 |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1927 |
| Umbauten: | 1947, 1956 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | TS Arzberg |
| Koordinaten: | 50.052930, 12.202630 ✔
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Die Klingelbrunnenschanze in Arzberg war eine hölzerne Skisprungschanze mit einem K-Punkt von K35, gelegen an den Hängen des Sieben-Linden-Bergs im Bereich Klingelbrunnen, am östlichen Rand des Fichtelgebirges in Oberfranken. Die Anlage gehörte zur Turnerschaft Arzberg 1860 e.V. und war über viele Jahrzehnte das Zentrum des lokalen nordischen Skisports. Zum Komplex gehörte zudem eine kleinere Trainingsschanze K20.
Die Schanze wurde 1927 auf Initiative von Arthur Stöhr und einer Gruppe örtlicher Wintersportbegeisterter errichtet. Sie entstand in gemeinschaftlicher Arbeit: Die an den Hängen des Klingelbrunnens wachsenden Bäume wurden vor Ort gefällt, entrindet und als Baumaterial für den hölzernen Anlaufturm verwendet. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre wurden hier regelmäßig Sprungwettbewerbe veranstaltet, und die Schanze entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil des Wintersportlebens der Stadt.
Der letzte Vorkriegswettbewerb fand um 1940 statt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Anlaufturm zerstört und die Schanze außer Betrieb gesetzt. Kurz nach Kriegsende begann die Skisparte der TS Arzberg mit dem Wiederaufbau. 1947 wurde die Klingelbrunnenschanze erneut eröffnet, und in der ersten Hälfte der 1950er Jahre fanden zahlreiche Vereins- und Regionalwettkämpfe statt. Mitunter erschwerten kurze Winter und unzureichende Schneemengen den Betrieb, bedingt durch die relativ niedrige Lage der Schanze.
Mitte der 1950er Jahre wurde die Anlage umfassend modernisiert. Dabei nutzte man demontierte Stahlstrommasten aus dem modernisierten Netz des Bayernwerks als Baumaterial für einen neuen, etwa achtzehn Meter hohen Anlaufturm. Der Umbau wurde 1956 abgeschlossen, und in den darauffolgenden Jahren — um 1958 — wurde die Schanze offiziell wieder eingeweiht. Nach der Modernisierung wurde sie zeitgemäßer und für die Springer der Region attraktiver.
Der Schanzenrekord betrug 42 Meter und wurde von Heinrich Zapf aus Bischofsgrün erzielt — einem der führenden westdeutschen Skispringer jener Zeit, Teilnehmer der Vierschanzentournee und Inhaber mehrerer Schanzenrekorde in Bayern. Auf der Klingelbrunnenschanze sprangen auch die besten Athleten der TS Arzberg, darunter der aus Arzberg stammende Gerhard Stöhr, der in seiner Jugend zu den stärksten Springern der Fichtelgebirgsregion gehörte.
Ende der 1960er Jahre begann das Interesse am Skispringen auf kleinen lokalen Schanzen allmählich abzunehmen. Der letzte Wettkampf auf der Klingelbrunnenschanze fand 1967 statt. Mitte der 1970er Jahre wurde die Anlage — wie viele andere Schanzen der Region — endgültig abgebaut, etwa im Jahr 1976. In den folgenden Jahrzehnten blieb am Hang nur noch ein beleuchteter Skilift bestehen, der heute ebenfalls nicht mehr betrieben wird.
Obwohl die Schanze nicht mehr existiert, nimmt sie in der lokalen Erinnerung einen wichtigen Platz ein. Ehemalige Mitglieder der TS Arzberg erinnern sich noch an sie, darunter Oswald Kutzer, langjähriges Mitglied der Skisparte und Hüter eines wertvollen Fotoarchivs über die Winter in Arzberg. Bei einem der historischen Festumzüge der Stadt präsentierte der Verein sogar eine hölzerne Miniatur der ehemaligen Schanze — eine Hommage an eine Anlage, die das sportliche Leben der Stadt fast ein halbes Jahrhundert lang geprägt hat.
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