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Aix-les-Bains
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| K-Punkt: | 25 m |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1921 |
| Umbauten: | 1930, 1959 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | CAF Aix-les-Bains |
| Koordinaten: | 45.677198, 5.981191 ✔
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Die Sprungschanze auf dem Mont Revard, bekannt als Tremplin de la Gaillarde, war eines der bedeutendsten Elemente des frühen Wintersportzentrums oberhalb von Aix-les-Bains. Der Mont Revard entwickelte sich bereits seit dem späten 19. Jahrhundert zu einem der ersten französischen Skigebiete und profitierte vom einfachen Zugang durch die Zahnradbahn, die 1892 eröffnet wurde. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg fanden dort Skirennen, Vorführungen und Winterveranstaltungen statt, und 1913 wurde auf dem Revard die erste bekannte Fackelabfahrt Frankreichs organisiert. Die Station galt früh als modern: Es gab eine beleuchtete Eisbahn, eine Curlingbahn, Bobbahnen sowie frühe Konstruktionen einer Sprungschanze.
Die ältesten erhaltenen Fotografien zeigen eine Schanze im Bereich La Gaillarde bereits um 1920. Obwohl das genaue Entstehungsjahr der ersten Anlage nicht sicher ist, steht fest, dass Revard im Jahr 1924 über eine vollständige sportliche Infrastruktur einschließlich einer Sprungschanze verfügte. 1930 entstand die neue, eigentliche Tremplin de la Gaillarde, größer und technisch ausgereifter als die frühere Version. Ihre Bedeutung war so groß, dass die Schanze 1950 umfassend und dauerhaft umgebaut wurde. Sie war mindestens bis Mitte der 1950er Jahre in Betrieb, was durch Fotodokumente aus dem Jahr 1956 belegt ist. Wann sie endgültig geschlossen wurde, ist unbekannt; heute existiert die Anlage nicht mehr.
Parallel zur Tremplin de la Gaillarde wurde in den 1920er Jahren auch die Sprungschanze am Col des Ébats genutzt, die etwas tiefer am Hang des Revard lag. Sie war Austragungsort von Wettbewerben während der saisonalen „Winterwochen“, und in lokalen Veranstaltungsprogrammen wird sie als Schauplatz von Sprungwettkämpfen aufgeführt. Im Bereich des Col des Ébats befand sich zudem eine kleinere Trainingsschanze, die von örtlichen Vereinen und Teilnehmern touristischer Veranstaltungen genutzt wurde.
Das sportliche Leben auf dem Revard war in der Zwischenkriegszeit außerordentlich lebhaft. Sprungwettbewerbe wurden sowohl vom örtlichen Zweig des Club Alpin Français in Aix-les-Bains als auch von der PLM-Bahngesellschaft organisiert, die die Bergbahn und touristische Einrichtungen betrieb. Die Schanze diente außerdem den Gebirgstruppen, die dort regelmäßig ihre Wettkämpfe austrugen; einer der dokumentierten Sieger war Sergent Carrel von der École de Haute Montagne, Gewinner eines Sprungwettbewerbs im Jahr 1938. Eine wichtige Rolle spielte der Revard auch für die Entwicklung des französischen Skilehrwesens: 1933 fand dort die erste Prüfung für das nationale Skilehrerdiplom statt.
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