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Ventron
.
| K-Punkt: | 40 m |
Schanzenrekord: |
48,0 m (Régis Ruxel ) |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1938 |
| Genutzt bis: | 1985 |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 47.922397, 6.916161 ✔
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Die Skisprungschanze „Le Tremplin“ befand sich am Col d’Oderen (884 m ü. M.), an der Grenze zwischen Vogesen und Elsass. Die Anlage wurde am 19. Januar 1938 feierlich eröffnet – vor fast 4000 Zuschauern. Den Eröffnungswettbewerb gewann Alphonse Neff aus Kruth, unter den Teilnehmern waren auch bekannte Springer jener Zeit aus dem Elsass und den Vogesen, wie Eugène Neff, Robert Buecher, René Kolb und Paul Poirot.
Die Schanze, im Volksmund „Stresi“ genannt, hatte eine charakteristische Bauweise – der Aufsprunghang kreuzte die Zufahrtsstraße, was ihr einen besonderen, zugleich aber auch gefährlichen Charakter verlieh. Sie diente hauptsächlich lokalen und regionalen Wettbewerben und zog sowohl Springer aus der Umgebung als auch Zuschauer aus den Nachbardörfern an. Ihre Blütezeit erlebte die Anlage in den 1950er- und 1960er-Jahren, als hier regelmäßig Wettbewerbe für Jugendliche und Amateure stattfanden.
Der Schanzenrekord betrug 48 Meter und wurde von Régis Ruxel, einem Springer des örtlichen Vereins, aufgestellt. Die Anlage war auch ein Treffpunkt für die Jugend – wie sich Freddy Binder erinnert, wurden hier manchmal sogar nach der Wintersaison Sprünge ohne Schnee durchgeführt, allerdings ohne offiziellen Charakter. Trotz ihrer eher geringen sportlichen Bedeutung war „Le Tremplin“ ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wintersportlandschaft.
Im Jahr 1985 wurde die Schanze aus Sicherheitsgründen endgültig stillgelegt, vor allem wegen der Straße, die den Aufsprunghang durchschnitt, sowie aufgrund der fehlenden Modernisierung. Bis heute sind Betonreste des Anlaufs sowie das hölzerne Kampfrichterhäuschen „Chalet du Tremplin“ erhalten, das heute als Orientierungspunkt für Wanderer dient.
Heute ist das Gelände der ehemaligen Schanze ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Bergtourismus. Wanderwege führen durch das Areal, und die ganze Umgebung hat ihren historischen und landschaftlichen Charakter bewahrt. In der Nähe befindet sich zudem ein Denkmal zur Erinnerung an die Befreiung von Ventron durch die 3. algerische Infanteriedivision im Jahr 1944, was diesem Ort nicht nur sportliche, sondern auch historische Bedeutung verleiht.
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