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Tremplin de la Doye:

K-Punkt: ca. 70 m
Männer Winter Schanzenrekord: 79,0 m (Jacky Rochat SUI, 1978)
Weitere Schanzen: nein
Matten: nein
Baujahr: 1900er
Genutzt bis: 1970's
Status: abgerissen
Verein: Skieurs Rousselands, Ski Club des Douanes de Morez
Koordinaten: 46.490963, 6.024739 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Die Tremplin de la Doye in Morez war über mehr als sechzig Jahre hinweg eine der bedeutendsten Wintersportanlagen im Jura und eine der wichtigsten französischen Sprungschanzen ihrer Zeit. Sie befand sich an einem steilen Hang des Bienne-Tals, im Stadtteil La Doye am Stadtrand von Morez, und nutzte das natürliche Gelände, um eine klassische Schanze zu schaffen, auf der Sprünge von über 70 Metern möglich waren. Die Skitraditionen in Morez reichen bis ins Jahr 1904 zurück, als dort einer der ersten Skiklubs des Départements Jura gegründet wurde. Die ältesten gesicherten Hinweise auf die Schanze selbst sind Postkarten und Fotografien aus dem Winter 1908/1909, die einen mehrtägigen Wettkampf vom 31. Januar bis zum 3. Februar 1909 dokumentieren. Daran nahmen unter anderem Mannschaften aus Schweden und Italien teil; auf einer der Aufnahmen ist ein Sprung des Schweden Rehnberg über 27,5 Meter zu sehen – die früheste bestätigte Weite in Morez und eines der ersten Zeugnisse für den internationalen Charakter der dortigen Wettbewerbe.
In der Zwischenkriegszeit und in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg gewann die Schanze zunehmend an Bedeutung und wurde zum Austragungsort großer Wettkämpfe, die sowohl nationale Spitzenathleten als auch internationale Teilnehmer anzogen. In der französischen Presse wurde sie häufig als „grand tremplin de Morez“ bezeichnet, was ihren Rang treffend widerspiegelt. Besonders wichtig waren die mit der populären Coupe Montefiore verbundenen Wettbewerbe, über die unter anderem Le Monde berichtete und die internationale Beteiligung hervorhob. Aus dem Jahr 1953 stammt ein Plakat des Turniers Challenge Roptix – eine weitere VeranstaltungDoye-Schanze, das die konstante Präsenz von Morez im Kalender bedeutender französischer Skisprungwettkämpfe bestätigt.
Die 1960er-Jahre stellten die Phase der größten sportlichen Aktivität der Schanze dar. Für das Jahr 1957 war dort ein Springen der französischen Meisterschaften geplant, das jedoch wetterbedingt abgesagt wurde. Das bedeutendste Ereignis blieben jedoch die Junioren-Europameisterschaften der FIS am 4. Februar 1968. An diesem Wettkampf nahmen die besten jungen Skispringer Europas teil, darunter auch Polen, und die Sprungweiten erreichten 66 bis 66,5 Meter. In den 1970er-Jahren war La Doye weiterhin Schauplatz hochkarätiger internationaler Wettbewerbe. In einem der Wettkämpfe gewann zwar der Italiener Lido Tomasi mit Sprüngen von 77 und 74 Metern, doch den weitesten bestätigten Sprung des Wettbewerbs zeigte Jacky Rochat, der beeindruckende 79 Meter erreichte – eine der längsten bekannten Weiten in der Geschichte der Schanze. Mit der Anlage waren verschiedene lokale Skiklubs verbunden, darunter die Skieurs Rousselands aus dem nahen Les Rousses sowie der Ski Club des Douanes de Morez. In diesem Umfeld wuchsen zahlreiche Athleten auf, die später nationale und internationale Erfolge erzielten, etwa Louis Romand, Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1968 in Grenoble. La Doye war zudem ein Ort zahlreicher Schul- und Jugendwettkämpfe und ist im lokalen Gedächtnis als Zentrum des sportlichen Lebens in Morez in der Mitte des 20. Jahrhunderts verankert. Mit der Entwicklung moderner Skisprunganlagen in der Region Haut-Jura, wie dem Schanzenkomplex Tuffes in Prémanon oder den Anlagen in Chaux-Neuve, verlor La Doye allmählich an Bedeutung.
Der Sprungbetrieb endete Ende der 1970er-Jahre, und die Schanze wurde aufgegeben. Heute sind nur noch Reste ihres Profils erhalten: Fragmente des ehemaligen Anlaufs, Spuren des Absprungs und des Aufsprunghangs, die inzwischen teilweise im bewachsenen Hang verschwinden.

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