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Tallinn
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| K-Punkt: | 4 m |
| Koordinaten: | 59.389223, 24.669727 ✔
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| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | ja |
| Baujahr: | 1933 |
| Umbauten: | 1954, 1961 |
| Status: | in Betrieb |
| Verein: | Nõmme Suusaklubi |
| Koordinaten: | 59.388559, 24.669987 ✔
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Der Skisprungschanzenkomplex Mustamäe in Tallinn, gelegen am gleichnamigen Hang im Stadtteil Nõmme, ist das wichtigste und bekannteste Zentrum des Skispringens in Estland. Die Geschichte der größten Schanze reicht in die 1930er-Jahre zurück, als auf dem natürlichen Hang die ersten provisorischen Anlagen entstanden. Bereits 1935 wurden hier offizielle Wettkämpfe ausgetragen, deren Rekordhalter unter anderem Otto Tamm und Sergei Šumeiko waren. In den folgenden Jahren wurde die Anlage weiter ausgebaut – es entstanden kleinere Trainingsschanzen, und der Vorkriegswettkampf wurde vom estnischen Springer Oskar Veldeman dominiert, der mehrfach die estnischen Meisterschaften gewann und nacheinander Rekorde auf den Schanzen K18 und K25 aufstellte. Im Jahr 1941 wurde eine neue, größere K30-Schanze erbaut, initiiert vom Leiter des Kommunalwesens der Stadt Tallinn, Johannes Hint. Der Zweite Weltkrieg brachte eine Phase der Stagnation sowie die Zerstörung der früheren Konstruktionen, doch die Skisprungtradition am Mustamäe überdauerte diese Zeit.
Zu Beginn der 1960er-Jahre wurde der Entschluss gefasst, eine neue Großschanze zu errichten, die als zentrales Trainingsobjekt in Estland dienen sollte. Der alte hölzerne Anlaufturm wurde 1961 gesprengt, und an seiner Stelle entstand nach den Plänen des Architekten Peet Samarütel ein moderner, gemauerter Schanzenturm. Die Konstruktion aus hochfesten Silikatziegeln, verstärkt mit Stahlstäben, wurde 1962 fertiggestellt und entwickelte sich rasch zu einer der markantesten Sportanlagen Tallinns. Bei der feierlichen Eröffnung hielten Vertreter der Stadt ihre Ansprachen, das Band wurde vom bekannten Nordisch-Kombinierten und Mitinitiator des Baus, Uno Kajak, durchschnitten, und den ersten Sprung absolvierte der junge Athlet Rein Kolks. Im Eröffnungswettkampf erzielte Rein Kõiv den weitesten Sprung und schrieb sich damit in die Geschichte der neuen Schanze ein.
In den folgenden Jahrzehnten spielte Mustamäe eine zentrale Rolle in der Entwicklung des estnischen Skispringens. Bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren fanden hier die estnischen Meisterschaften statt, bei denen unter anderem Ilmar Pärtelpoeg triumphierte und einen Rekord von 47 Metern aufstellte. Die Schanze war ein wichtiger Trainingsort nicht nur für estnische Springer, sondern auch für Auswahlmannschaften der UdSSR und für finnische Teams, die die Anlage aufgrund ihrer guten Infrastruktur nutzten. Die 1970er-Jahre brachten eine Modernisierung mit sich, darunter die Installation neuer Sommerbeläge sowie die Erneuerung des Komplexes der kleineren Schanzen. Zudem wurden hier regelmäßig internationale Wettkämpfe ausgetragen, in denen unter anderem Tauno Käyhkö aus Finnland und Juri Golov für die UdSSR siegreich waren.
Der Zerfall der Sowjetunion unterbrach den Betrieb der Anlage nicht; im Jahr 2000 wurde sie einer umfassenden Renovierung unterzogen, und 2008 wurde am Fuß des Hanges der Freizeitpark Nõmme Lumepark eröffnet. Im Jahr 2018 erfolgte eine der wichtigsten Modernisierungen in der Geschichte des Komplexes – die alte Metall-Anlaufspur wurde durch eine moderne Keramik-Spur ersetzt, die aus Tehvandi in Otepää stammte. Der modernisierte Anlauf verbesserte die Trainingsbedingungen deutlich, wie Estlands beste Nordisch-Kombinierte, darunter Kristjan Ilves, bestätigten. Ilves ist auch Inhaber des offiziellen Schanzenrekords – 59 Meter, erzielt im Jahr 2010. In der Damenkonkurrenz gehören die weitesten Sprünge Triinu Hausenberg, die auf Mattenbelag 53,5 Meter erreichte.
Heute umfasst der Mustamäe-Komplex vier Schanzen: die große HS60 (K50) sowie die kleineren K25, K18 und K10, die alle mit Mattenbelag ausgestattet sind und dadurch ein ganzjähriges Training ermöglichen. Die Anlage ist nach wie vor ein zentrales Entwicklungszentrum für das estnische Skispringen und die Nordische Kombination – ein Ort, an dem spätere Olympiateilnehmer und Medaillengewinner wie Allar Levandi, Ago Markvardt, Jens Salumäe und Kristjan Ilves selbst ihre ersten Sprünge machten.
Im Jahr 2022 feierte die Anlage das 60-jährige Jubiläum des gemauerten Schanzenturms. Begleitet wurde dieses Jubiläum von Plänen für eine weitere Modernisierung, die gemeinsam von den Stadtbehörden, dem Estnischen Skiverband und dem Estnischen Olympischen Komitee vorbereitet wurden. Ziel ist eine umfassende Sanierung des Komplexes, die dem Mustamäe seine Stellung als zentrales Trainingszentrum zurückgeben und die erneute Ausrichtung internationaler Wettbewerbe ermöglichen soll.
Schanzenrekorde K50 (Männer):
Schanzenrekorde K50 (Frauen):
Schanzenrekorde K25 (Männer):
Schanzenrekorde K25 (Frauen):
Schanzenrekorde K18 (Männer):
Schanzenrekorde K18 (Frauen):
Schanzenrekorde K10 (Männer):
Schanzenrekorde K10 (Frauen):
Wettbewerbe:
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Longest standing
Longest standing coraz bardziej popularny, nawet w Estonii:
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