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Česká Kamenice
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| K-Punkt: | 40 m |
| Weitere Schanzen: | K18 |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1962 |
| Status: | abgerissen |
| Koordinaten: | 50.806732, 14.420146 ✔
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Die Skisprungschanze Zelený vrch lag auf einem bewaldeten Hügel nördlich der Stadt, im Gebiet des heutigen Wald-Erholungsparks mit dem Miniaturdorf „Mlýnky-Brand“. Es handelte sich um einen Komplex von zwei Schanzen, der im Jahr 1962 errichtet wurde und heute völlig zerstört ist – das Gelände ist bewaldet, und nur schwer erkennbare Spuren im Gelände zeugen noch von der ehemaligen Schanze.
Die Skisprungtradition in Česká Kamenice begann einige Jahre früher auf einem anderen Hügel – dem Lompeják. Die erste Schanze der Stadt wurde 1954 als K40-Anlage gebaut. Für ihren Bau war vor allem Jaroslav Egermajer verantwortlich, der in den Quellen als die Hauptperson hinter Errichtung und Betrieb der Schanze genannt wird. Dort fanden jedoch nur drei Wettbewerbe statt, danach verlor die Anlage ihre sportliche Bedeutung. Die Erfahrungen mit der Lompeják-Schanze und die begrenzten Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung führten zur Suche nach einem günstigeren Standort – und schließlich zum Bau der neuen Schanze am Zelený vrch auf der gegenüberliegenden Seite von Česká Kamenice.
Das Projekt entwarf Miloslav Bělonožník, ein bekannter tschechoslowakischer Skispringer, Olympiateilnehmer in St. Moritz (1948), später Trainer und Ingenieur, der sich nach seiner aktiven Karriere auf den Bau von Sprungschanzen spezialisierte. Er war der erste tschechoslowakische Skispringer, der die 100-Meter-Marke übertraf – 1955 sprang er in Oberstdorf 102 und 107 Meter; die zweite Weite wurde in damaligen Quellen als inoffizieller Weltrekord bezeichnet, obwohl der anerkannte Weltrekord zu dieser Zeit Tauno Luiros Sprung von 139 Metern aus dem Jahr 1951 war.
Nach Quellen fanden auf der neuen Schanze am Zelený vrch zwischen 1962 und 1967 sechs Wettbewerbe statt. Es handelte sich offenbar um lokale oder regionale Veranstaltungen für Springer aus Nordböhmen, ohne nationale oder internationale Bedeutung. Nach 1967 verschwinden alle Hinweise auf weitere Wettkämpfe. Die Schanze wurde allmählich außer Betrieb genommen und später abgebaut oder dem natürlichen Verfall überlassen.
Obwohl keine baulichen Reste mehr erhalten sind, dient der Ort heute als landschaftlicher Aussichtspunkt und Ziel für kurze Spaziergänge.
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