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Vrbno pod Pradědem
.
| K-Punkt: | 40 m |
| Weitere Schanzen: | K20 |
| Matten: | ja |
| Baujahr: | 1975 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | TJ Sokol Vrbno |
| Koordinaten: | 50.110793, 17.394702 ✔
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Die Sprungschanze in Vrbno pod Pradědem lag am Hang der Vysoká Hora, oberhalb des südöstlichen Teils der Stadt, im Gebirge Jeseníky. Die Geschichte des Skispringens in dieser Gegend reicht bis in die Zwischenkriegszeit zurück: In den 1920er-Jahren errichtete die örtliche Sektion des Mährisch-Schlesischen Sudetengebirgsvereins die erste Sprungschanze an den Hängen der Vysoká Hora, die noch etwa bis 1940 in Betrieb war. Von dieser ältesten Anlage sind heute keine deutlichen Spuren mehr erhalten, doch sie begründete die langjährige Tradition des Wintersports in der Region.
Eine neue Entwicklungsphase begann 1975, als der Verein TJ Sokol Vrbno einen kleinen Komplex von zwei mit Matten belegten Schanzen errichtete – eine größere mit dem K-Punkt 40 und eine kleinere von etwa K20. Die Anlagen wurden vom erfahrenen tschechischen Konstrukteur Josef Zita entworfen; als Aufsprungbelag kam das Kunststoffmaterial Durofol zum Einsatz, sodass die Schanzen auch im Sommer genutzt werden konnten. Der Komplex befand sich im Bereich des heutigen Arbeitsamtes, innerhalb der damaligen Sportanlagen des Sokol-Vereins. Die Schanzen dienten vor allem der Nachwuchsausbildung und der Ausrichtung lokaler Kinderwettkämpfe und waren Teil des dichten Netzes kleiner Sprungschanzen, das in der Nachkriegszeit im Jeseníky-Gebirge existierte.
Die bekannteste Persönlichkeit, die mit den Schanzen von Vrbno verbunden ist, ist Jaroslav Sakala, späterer Skiflug-Weltmeister, der hier seine ersten Sprungversuche machte. Obwohl die Anlage niemals große nationale oder internationale Wettbewerbe ausrichtete, spielte sie eine wichtige Rolle für die sportliche Entwicklung junger Athleten der Region.
Im Laufe der Jahre verfielen die Schanzen zunehmend, und ihre Infrastruktur verschlechterte sich. Schließlich wurden beide Anlagen abgetragen; im Gelände sind nur noch Reste des früheren Aufsprungprofils und der Erdaufschüttungen zu erkennen. Die heutige Landschaft von Vrbno pod Pradědem erinnert weiterhin an den sportlichen Charakter des Ortes, doch die Funktionen der ehemaligen Sprungschanzen wurden von anderen Freizeiteinrichtungen übernommen – vor allem von der modernen Ski Arena Vrbno und der ganzjährig betriebenen Bobbahn an den umliegenden Hängen.
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