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Absam
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| K-Punkt: | 28 m |
Schanzenrekord: |
32,0 m (Mario Ranalter ) |
| Koordinaten: | 47.298483, 11.513803 ✔
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| K-Punkt: | 18 m |
Schanzenrekord: |
17,0 m |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1930 |
| Umbauten: | 1969 |
| Status: | außer Betrieb |
| Verein: | HSV Absam-Bergisel, Nordic Team Absam |
| Koordinaten: | 47.298483, 11.513803 ✔
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Die Skisprungschanze im Ortsteil Melans der Gemeinde Absam (Tirol) spielte eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des regionalen Wintersports und bei der Förderung zukünftiger Olympiasieger. Ihre Geschichte reicht bis in die 1930er-Jahre zurück, als auf einem natürlichen Hang im Halltal eine einfache Erdschanze errichtet wurde, die von lokalen Skibegeisterten genutzt wurde.
Im Jahr 1969 wurde die Schanze auf Initiative von Wilfried Vettori – Vater der späteren österreichischen Nationalmannschaftsmitglieder Ernst und Günther Vettori – umfassend umgebaut. Ziel dieser Modernisierung war es, professionelle Trainingsbedingungen für junge Sportler aus der Region zu schaffen. Mit Unterstützung der lokalen Gemeinschaft und der Familie Vettori entstanden zwei Schanzen: die K‑28 (eine Hauptschanze mit hölzerner Anlaufturm) und die kleinere K‑18, die dem Training von Kindern und Jugendlichen diente.
Die 1970er-Jahre waren die aktivste Zeit für die Melanser Schanzen. Es fanden regionale Wettkämpfe statt, Nachwuchsspringer wurden ausgebildet, und Melans wurde zu einem wichtigen Ort auf der Tiroler Sportkarte. Unter den Aktiven waren auch die Brüder Vettori – insbesondere Ernst, der 1992 Olympiasieger, 1988 Silbermedaillengewinner, Sieger der Vierschanzentournee 1985/86 und Mannschaftsweltmeister 1991 wurde – sowie der junge Christoph Bieler, der später Olympiasieger in der Nordischen Kombination (2006), Bronzemedaillengewinner 2002 und Mannschaftsweltmeister 2003 und 2011 wurde.
Einen seiner ersten sportlichen Erfolge erzielte Bieler in Melans. Der letzte Wettkampf fand Mitte der 1980er-Jahre statt – auch diesen gewann er. In den folgenden Jahren verlor die Schanze an Bedeutung, da das Training zunehmend in große Anlagen wie Bergisel in Innsbruck verlagert wurde. Mangelnde Investitionen und der fortschreitende Verfall der Infrastruktur führten schließlich zum Niedergang der Anlage. Im Jahr 2005 wurde die kleinere K‑18 vollständig durch Vandalismus zerstört, die größere K‑28 teilweise beschädigt. Heute sind nur noch Reste des Anlaufs und des Aufsprunghügels im Gelände erkennbar.
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