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Bischofshofen
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| K-Punkt: | 40 m |
Schanzenrekord: |
42,0 m (Josef Bradl , 1934) |
42,0 m (Andreas Krallinger , 1934) |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Matten: | nein |
| Baujahr: | 1927 |
| Genutzt bis: | 1947 |
| Status: | abgerissen |
| Verein: | SC Bischofshofen |
| Koordinaten: | 47.410459, 13.208344 ✔
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Die Wasserfallschanze gilt als die Geburtsstätte des örtlichen Skispringens in Bischofshofen. Sie entstand im Jahr 1927, als der Arbeiter-Sportverein ATSV Bischofshofen sie am Fuß der Burgruine Bachfall, unmittelbar neben dem Gainfeld-Wasserfall, errichtete. Die markante Lage direkt unter dem Wasserfall gab der Schanze ihren Namen, der über Jahrzehnte hinweg unverändert blieb. Bereits in der ersten Saison nach ihrer Errichtung fanden dort Wettkämpfe statt, und in den folgenden zwei Jahrzehnten wurden regelmäßig Springen durchgeführt – sowohl sportliche Wettbewerbe als auch Schau-Veranstaltungen, darunter das traditionelle „Josefispringen“ sowie eindrucksvolle Doppelsprünge, bei denen zwei Springer gleichzeitig absprangen.
Die Wasserfallschanze spielte eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Skispringens in der Region. Auf ihr feierte der junge Josef „Sepp“ Bradl seine ersten Erfolge, bevor er später Weltrekordhalter und der erste Springer wurde, der die 100-Meter-Marke übertraf. Im Jahr 1934 stellten Bradl und der lokale Springer Andreas „Andi“ Krallinger mit 42 Metern den Schanzenrekord auf – eine Weite, die als offiziell bestätigte Bestmarke in die Geschichte der Schanze einging. In den 1930er-Jahren traten hier auch weitere bekannte Athleten der Region an, darunter Gregor Höll, Olympiateilnehmer und WM-Starter. Die auf der Schanze veranstalteten Wettkämpfe zogen Zuschauer und Sportler aus den umliegenden Orten an und machten den Ort zu einem wichtigen Zentrum des sportlichen Lebens in Bischofshofen.
Die Schanze wurde bis zum Ende der Wintersaison 1946/47 genutzt. Zu den letzten großen Veranstaltungen gehörten die Neujahrsspringen am 1. Januar 1947. Kurz darauf begann die Verlagerung der Aktivitäten auf eine neue, deutlich größere Schanze, die im Ortsteil Laideregg unter dem Hochkönig-Massiv errichtet wurde. Dieses neue Areal wurde in den folgenden Jahren als Sepp-Bradl-Stadion mit der großen Paul-Außerleitner-Schanze bekannt – dem heutigen Finalschauplatz der Vierschanzentournee.
Nach der Verlegung der Wettkämpfe verfiel die alte Wasserfallschanze, wurde schließlich aufgegeben und vollständig abgetragen. Heute sind im Gelände keine klaren Überreste mehr erkennbar, doch die Umgebung – der Wasserfall, die Ruine Bachfall und die Wege, die von der modernen Schanze im Stadtzentrum ausgehen – erinnern noch immer an den Ort, an dem die Geschichte des Skispringens in Bischofshofen ihren Anfang nahm.
Schanzenrekorde K40 (Männer):
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