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Schratteneck

Daten | Geschichte | Kontakt | Karte | Foto-Galerie | Kommentare

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Schratteneck-Schanzen:

K-Punkt: 28 m
Weitere Schanzen: K18
Matten: nein
Status: abgerissen
Verein: SC Waldzell, SC Ried
Koordinaten: 48.103344, 13.409399 Google Maps OpenStreetMap

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Geschichte:

Die Schratteneck-Schanze war eine kleine Trainingsanlage auf einem bewaldeten Hügel in der Nähe der Ortschaft Waldzell. Die Anlage bestand aus zwei Schanzen: einer größeren mit einem Konstruktionspunkt von K28 sowie einer kleineren K18-Schanze. Sie entstand vermutlich in den 1960er oder 1970er Jahren und diente hauptsächlich der Nachwuchsausbildung durch die lokalen Vereine SC Waldzell und SC Ried.
Dort trainierten unter anderem spätere Mitglieder der österreichischen Nationalmannschaft, wie Andreas Goldberger, der im Alter von sieben Jahren in Waldzell seine ersten Sprünge absolvierte, sowie Jacqueline Seifriedsberger, die als Juniorin ebenfalls die Infrastruktur von Schratteneck nutzte. Goldberger war einer der erfolgreichsten Skispringer der 1990er Jahre: Er gewann drei olympische Medaillen, sechs WM-Medaillen, siegte in 20 Weltcupspringen und belegte 1993 und 1995 jeweils den dritten Platz in der Gesamtwertung des Weltcups. Seifriedsberger gewann bei der WM in Predazzo 2013 eine Bronzemedaille im Einzel sowie Gold und Silber im Mixed-Team-Wettbewerb. Auch im Weltcup der Damen stand sie mehrfach auf dem Podest.
Zwischen den 1970er und 1990er Jahren wurde die Schanze aktiv als Vereinsschanze genutzt – unter anderem im Rahmen regionaler Nachwuchsprogramme in Oberösterreich. Mit der Zeit wurde sie jedoch aufgegeben und verfiel allmählich. Trotzdem hat der Ort einen symbolischen Wert behalten – er wird etwa im Rahmen thematischer Spaziergänge mit Beteiligung von Goldberger besucht und von ehemaligen Athleten als ein wichtiges Glied in der Geschichte der österreichischen Nachwuchsförderung im Skispringen gewürdigt.

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