Oslo - Holmenkollen

 

Pläne, Skizzen, sowie Fotos vom Abriss und Neubau der
Holmenkollen-Sprungschanze:     
© JDS Architects / Oslo Kommune

Holmenkollen:

Schanzengröße:                  HS 134

K-Punkt:                             120 m

Anlauflänge:                        90,1 m

Anlaufneigung:                    36°

Tischlänge:                         6,6 m

Tischwinkel:                        11,0°

Geschwindigkeit:                 ca. 94,7 km/h

Aufsprungwinkel:                 33,2°

Zuschauerkapazität:             50.000

Baujahr:                              1892, Neubau 2008-2010

Weitere Schanzen:               nein

Matten:                               ja

Verein:                                Skiforeningen

www.holmenkollen.oslo.kommune.no

www.holmenkollen-worldcup.no

www.nordictournament.com

www.holmenkollen2011.no

 

 

 

 

> Die Daten und Bilder der alten Schanze

> Fotogalerie: Der Holmenkollen im Wandel der Zeit

> Der Umbau zur WM 2011 „Im Visier“

 

Video: Die Geschichte des Holmenkollens

Video: Die neue Schanze für die WM 2011

 

 

 

 

Geschichte:

Im Ursprungsland des Skisportes fanden von 1879 bis 1891 die ersten Skispringen am Husebyhügel im westlichen Teil von Oslo statt. Am 31. Januar 1892 wurde jedoch ca. 5 km nördlich davon ein neuer Schanzenhügel am Holmenkollen eingeweiht. Vor der un­ge­wöhnlichen Kulisse von 20.000 Zuschauern erzielte der Sieger damals 22,5 m. Seit jenem Jahr gibt es die traditionellen Holmenkollen-Wettkämpfe, die später zu Ski­fes­ti­vals wurden und heute die alljährlichen Weltcupveranstaltungen im März sind.

Mit der Entwicklung des Skispringens veränderte natürlich auch die Schanze ihr Gesicht und bis heute wurde sie 15-mal umgebaut. 1904 wurde der aus Ästen und Schnee errichtete Schanzentisch durch eine Steinkonstruktion ersetzt, zehn Jahre später entstand der erste hölzerne Anlaufturm und dieser hielt bis 1927, als er einen Tag nach dem Springen einstürzte. 1928 begann man mit dem 19 m hohen Neubau, sowie der Vergrößerung und Entwässerung des Auslaufes und zu den Welt­meis­ter­schaften 1930 präsentierte sich dann eine würdige Sprunganlage. Mit dem vierzig Meter hohen Turm, der 1939 betoniert wurde, konnte erstmals die 60 m-Marke übersprungen werden.

Der 2. Weltkrieg unterbrach den Sportbetrieb für sechs Jahre und beim ersten Wett­kampf nach dem Krieg kamen zum „Fredsrennet“ 106.000 Zuschauer, unter ihnen König Haakon VII. Als die Olympischen Winterspiele 1952 eröffnet wurden, staunten die Teilnehmer über die von Betonsäulen gestützte neue Schanzenanlaufbahn, sowie den seitlich symmetrisch angebauten Zuschauertraversen. Da seit 1962 auf Groß- und Normalschanze ein Weltmeister ermittelt wird, entstand für die WM 1966 der ca. 500 m entfernte Midtstubakken. Vor der WM 1982 wurden die Anlagen wiederum renoviert, der letzte größere Umbau war dann 1992.

Zur WM 2011 war jedoch erneut eine Sanierung des kompletten Wintersportareals notwendig geworden und so entschied man sich nach langem Hin und Her im April 2008 zum kompletten Abriss und Neubau der Schanze. Bis zum März 2010 wird auch die Nye Holmenkollen Fyr“-HS 134-Schanze des Kopenhagener Büro JDS Architects fertig gestellt werden.

Erhaltung und Erneuerung waren und sind in dieser Arena ein nicht endender Prozess, wobei der ca. 50.000 Mitglieder zählende Skiverein „Foreningen til Ski-Idrettens Fremme“, kurz Skiforeningen genannt, eine große Rolle spielt. Das betrifft nicht nur die Vorbereitung und Durchführung der Sporthöhepunkte im Winter, sondern auch die Förderung und Unterstützung der vielseitigen sportlichen Aktivitäten im Sommer rund um den Holmenkollen.

Unbedingt erwähnenswert ist das älteste Skimuseum der Welt, welches seit 1932 am Holmenkollen besteht und 1966 in die Schanze verlegt wurde. 1983 wurde es komplett neu im unmittelbaren Schanzenfundament eröffnet. Jährlich über 1,2 Millionen Besucher interessieren sich für die Entwicklung des Skisports und somit zählt das Museum zu den touristischen Hauptattraktionen der norwegischen Hauptstadt. Paris hat den Eiffelturm, New York hat die Freiheitsstatue und Oslo hat den Holmenkollen - das Mekka des Wintersports!

 

Kontakt:

 

Skiforeningen

Kongeveien 5

0787 Oslo

Tel.:+47 (22) 92 32 00

Fax: +47 (22) 92 32 50

skif@skiforeningen.no

www.skiforeningen.no

 

Schanzenrekordentwicklung:

1892: Arne Ustvedt, NOR

21,5 m

 

1947: Olav Stavik, NOR

70,0 m

1893: Ingemann Sverre, NOR

22,0 m

 

         Hans Kaarstein, NOR

71,0 m

1894: Jonas Holmen

22,5 m

 

1959: Otto Leodolter, AUT

71,5 m

         Iver Dahl, NOR

23,0 m

 

1962: Tormod Knutsen, NOR

73,5 m

1896: Kristian Tandberg, NOR

24,0 m

 

         Yosuke Eto, JPN

78,0 m

         Cato Aall

24,5 m

 

         Toralf Engan, NOR

78,5 m

1897: Eivind Roll, NOR

25,0 m

 

         Toralf Engan, NOR

80,5 m

         Morten Hansen, NOR

25,5 m

 

1963: Gene Kotlarek, USA

81,5 m

1902: Reidar Gjølme, NOR

29,5 m

 

         Torbjørn Yggeseth, NOR

84,5 m

1909: Leif Berg, NOR

31,0 m

 

1964: Veikko Kankkonen, FIN

85,0 m

1911: Tore Viker, NOR

33,0 m

 

         Veikko Kankkonen, FIN

87,0 m

1914: Paul Braathen, NOR

33,5 m

 

1965: Lars Grini, NOR

89,0 m

         Johs. Thomassen

34,0 m

 

1968: Gjert Andersen, NOR

89,0 m

         Ole Grimsby, NOR

35,0 m

 

         Bjørn Wirkola, NOR

91,0 m

1917: Gregorius Gravli, NOR

35,5 m

 

1969: Topi Mattila, FIN

92,0 m

         Hans O. Oset, NOR

36,0 m

 

1976: Karl Schnabl, AUT

96,5 m

         Inge Roll, NOR

37,5 m

 

1977: Thomas Meisinger, DDR

98,5 m

1918: Ivar S. Dahl, NOR

38,0 m

 

1980: Tom Levorstad, NOR

105,0 m

         Josef Henriksen, NOR

42,0 m

 

         Ole Bremseth, NOR

108,5 m

1922: Narve Bonna

43,5 m

 

1981: Primoz Ulaga, JUG

109,5 m

         Jacob Tullin Tham

46,0 m

 

1985: Heiko Hunger, DDR

110,5 m

1928: Harald Sørensen, NOR

47,0 m

 

1992: Jon Inge Kjørum, NOR

113,5 m

         Hans Vinjarengen, NOR

47,5 m

 

         Steinar Solhaug, NOR

114,5 m

         Alf Andersen, NOR

48,0 m

 

1994: Mario Stecher, AUT

126,5 m

1929: Roar Hellum, NOR

48,5 m

 

1997: Håvard Lie, NOR

127,0 m

         Bjarne Rosen, NOR

49,5 m

 

1999: Olav Magne Dønnem, NOR

131,0 m

         Arvid Smedsrud, NOR

50,0 m

 

2000, 12.03.: Sven Hannawald, GER

132,5 m

1930: Olaf Ulland, NOR

50,5 m

 

2005, 13.03.: Andreas Widhölzl, AUT

134,0 m

         Knut Kobberstad, NOR

51,0 m

 

2006, 25.01.: Tommy Ingebrigtsen, NOR

136,0 m

         Reidar Andersen, NOR

52,0 m

 

 

 

1938: Trygve Gundersen, NOR

54,5 m

 

 

 

1939: Harry Lagert

55,0 m

 

 

 

         Thorstein Skinnarland, NOR

57,0 m

 

 

 

         Magnar Fosseide, NOR

58,0 m

 

 

 

         Ole Jansen, NOR

58,0 m

 

Frauen:

 

         Tore Fossbekk, NOR

59,0 m

 

2000: Helena Ollson, SWE

101,0 m

         Einar Burdal, NOR

59,5 m

 

2001: Daniela Iraschko, AUT

110,0 m

         Sven Selånger, SWE

62,0 m

 

2002: Anette Sagen, NOR

116,0 m

1940: Reidar Karlsen, NOR

65,5 m

 

2003, 09.03.: Anette Sagen, NOR

123,0 m

         Sigurd Haanes, NOR

66,0 m

 

2004, 01.02.: Anette Sagen, NOR

127,5 m

         Jens Østby, NOR

68,0 m

 

2005, 12.03.: Anette Sagen, NOR

128,0 m

         Kolbjørn Skjæveland, NOR

68,5 m

 

2006, 25.01.: Anette Sagen, NOR

131,0 m

 

Oslo:

Oslo, die Hauptstadt von Norwegen, liegt am Oslofjord. Sie ist Sitz des Königs, der Regierung und des Parlaments und administratives, wirtschaftliches, poli­ti­sches und kulturelles Zentrum des Lan­des. Zu den wichtigsten Industrie­zwei­gen gehören Schiffsbau, Elektro- und chemische Industrie, die Textil- und die Nahrungsmittelindustrie. Die Stadt ist für ihre zahlreichen Museen und Parkanlagen bekannt. Die Stadt beherbergt die Universität von Oslo (1811), die norwegische Akademie der Wissenschaften (1857), das norwegische Nobelinstitut (das an der Auswahl der Friedensnobelpreisträger beteiligt ist) und das Nationalarchiv. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Nationalgalerie, der Frogner Park, das Munch-Museum, das Kon-Tiki-Museum, die Festung Akershus (etwa 1300), das königliche Schloss (1848) und das Parlamentsgebäude Storting. Der unter dem Namen Oslo von Harald III. von Norwegen um 1050 gegründete Ort wurde etwa 1300 Königsresidenz und entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Handelszentrum und Hafen. Nachdem Oslo 1624 durch einen Brand zerstört worden war, baute es Christian IV. von Dänemark und Norwegen wieder auf. Ihm zu Ehren wurde es in Christiania, ab 1877 in Kristiania umbenannt. Erst 1925 erhielt die Stadt ihren ursprünglichen Namen Oslo zurück. 1952 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt.

 

 

 

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