Lauscha
|
Die fünf Marktiegelschanzen in Lauscha
heute und in den 60ern:
© Ralf Sommer www.schanzenfotos.de
|
Marktiegelschanze:
Schanzengröße: HS 102
K-Punkt: 92 m
Rekord: 108,0 m (Andreas Wank,
2005)
Anlauflänge: 75,84 m
Anlaufneigung: 37°
Tischlänge: 6,08 m
Tischwinkel: 10,5°
Tischhöhe: 2,75 m
Aufsprungwinkel: 36°
Baujahr: 1911
Weitere Schanzen K47 (SR: 49,5 m), K27,
K16 (SR: 17,0 m, Oliver Reck),
K10 (SR: 11,0 m)
Matten: alle außer K92
Verein: WSV 08 Lauscha
Geschichte:
Im Januar 1908 wurde im Gasthof „Wilder Mann“ der WSV 08 Lauscha gegründet und anlässlich der
Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2008 konnte man auf ein ereignisreiches
Wintersportjahrhundert zurück blicken, das zeigt, dass in Lauscha
einer der stärksten Skisportvereine Thüringens besteht.
Die erste Sprungschanze im Marktiegel wurde bereits am 28.11.1911
eingeweiht. Der wettkampfmäßige Skisport der WSC-Springer
nahm kontinuierlich und leistungsmäßig im Laufe der Jahre zu. Dazu gehören auch
die Schanzenumbauten und Vergrößerungen in den Jahren 1924, 1930, 1959, 1974
und 2005. Der erste und zweite Weltkrieg unterbrach natürlich diese
Entwicklung, da viele hoffnungsvolle Lauschaer
Skisportler als Opfer auf den Schlachtfeldern blieben. Dennoch kann der Ski Club
heute stolz auf sein Schanzenzentrum mit fünf Schanzen K92, K47, K27, K16 und
K10 sein.
In Lauscha wurden die Meisterschaften
Südthüringens, Gesamt-Thüringer Meisterschaften und Deutsche Meisterschaften,
sowie nach 1945 Ostzonen- und DDR-Meisterschaften ausgetragen. Ab 1960 gab es
die Thüringer Schanzentournee und 1974 bzw. 1977 fand hier die internationale
Tournee der Freundschaft statt.
Dabei konnte der Verein immer auf die aktive Unterstützung
unzähliger einsatzbereiter Sportfreunde zurück greifen, so dass die
Spezialspringer und Nordisch Kombinierten beste Wettkampfbedingungen vorfanden.
Als Schwerpunktsektion im System des DDR-Leistungssportes hatte der Verein die
Aufgabe Nachwuchssportler für die Sportclubs heran zu bilden. Stellvertretend
für die große Lauschaer Springerschar sollen hier
erfolgreiche Sportler wie Gerd Roß, Reinhard Heß, Clemens Walther, Axel Zitzmann,
und Andre Kiesewetter aufgezählt werden. Auch Werner Gössinger, ein talentierter Springer, der 1939 auf der
Marktiegelschanze tödlich verunglückte, sollte nicht unerwähnt bleiben.
Allesamt bereicherten das Skisprungniveau in der
Region, im nationalen und auch internationalen Bereich.
Seit den 90er Jahren ist Lauscha mit der
Marktiegelschanze K92 fester Veranstalter von Continentalcupspringen, die der
großen Skisprungtradition des Wintersportvereins gerecht werden.
Schanzenrekordentwicklung:
1911: 21,0 m Otto Müller-Spatz GER
1924: 40,0 m Karl Frank
GER
1931: 61,0 m Erich Recknagel GER
1951: 62,0 m Freddy Jürgen DDR
1965: 84,0 m Helmut Recknagel DDR
1965: 87,5 m Dieter Neundorf DDR
1970: 90,5 m Christian Kiehl DDR
1973: 92,0 m Manfred Wolf
DDR
1976: 93,0 m Jochen Danneberg DDR
1976: 96,0 m Harald Duscheck DDR
1982: 98,0 m Axel Zitzmann DDR
1984: 103,0 m Manfred Deckert DDR
1987: 104,0 m Raimund Litschko DDR
1993: 104,5 m Hiroya Saitoh JPN
2001: 105,0 m
Tami Kiuru FIN
2001: 105,5 m
Bjørn
Einar Romøren
NOR
2002: 107,5 m Maximilian Mechler GER
2005: 108,0 m Andreas Wank
GER
|
|
|
|
Kontakt:
WSV 08 Lauscha e.V.
Henriettenthal
1 a
98724 Lauscha
Tel.: 036702 / 20427
& 30646
Fax: 036702 / 30645


© WSV Lauscha

Tödlicher Sturz eines Springers 1939 © Elias Kob, Lauscha Die
erste Marktiegelschanze 1914
Wilhelm Kob beim Sprung
1931 Weiteres
Foto 1931

> Schanzen
> Deutschland > Lauscha