Lauscha
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Die fünf Marktiegelschanzen in Lauscha heute und in den 60ern:
© Ralf Sommer www.schanzenfotos.de
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Marktiegelschanze:
Schanzengröße: HS 102
K-Punkt: 92 m
Rekord: 109,0 m (Mario Seidl AUT,
27.02.2010, AC NK)
Anlauflänge: 75,84 m
Anlaufneigung: 37°
Tischlänge: 6,08 m
Tischwinkel: 10,5°
Tischhöhe: 2,75 m
Aufsprungwinkel: 36°
Baujahr: 1911
Weitere Schanzen K47 (SR: 49,5 m), K27,
K16 (SR: 17,0 m, Oliver Reck),
K10 (SR: 11,0 m)
Matten: alle außer K92
Verein: WSV 08 Lauscha
Geschichte:
Im Januar 1908 wurde im Gasthof „Wilder Mann“ der WSV 08 Lauscha
gegründet und anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2008 konnte man
auf ein ereignisreiches Wintersportjahrhundert zurück blicken, das zeigt, dass
in Lauscha einer der stärksten Skisportvereine Thüringens besteht.
Die erste Sprungschanze im Marktiegel wurde bereits am 28.11.1911
eingeweiht. Der wettkampfmäßige Skisport der WSC-Springer nahm kontinuierlich
und leistungsmäßig im Laufe der Jahre zu. Dazu gehören auch die
Schanzenumbauten und Vergrößerungen in den Jahren 1924, 1930, 1959, 1974 und
2005. Der erste und zweite Weltkrieg unterbrach natürlich diese Entwicklung, da
viele hoffnungsvolle Lauschaer Skisportler als Opfer auf den Schlachtfeldern
blieben. Dennoch kann der Ski Club heute stolz auf sein Schanzenzentrum mit
fünf Schanzen K92, K47, K27, K16 und K10 sein.
In Lauscha wurden die Meisterschaften Südthüringens,
Gesamt-Thüringer Meisterschaften und Deutsche Meisterschaften, sowie nach 1945
Ostzonen- und DDR-Meisterschaften ausgetragen. Ab 1960 gab es die Thüringer
Schanzentournee und 1974 bzw. 1977 fand hier die internationale Tournee der
Freundschaft statt.
Dabei konnte der Verein immer auf die aktive Unterstützung
unzähliger einsatzbereiter Sportfreunde zurück greifen, so dass die
Spezialspringer und Nordisch Kombinierten beste Wettkampfbedingungen vorfanden.
Als Schwerpunktsektion im System des DDR-Leistungssportes hatte der Verein die
Aufgabe Nachwuchssportler für die Sportclubs heran zu bilden. Stellvertretend
für die große Lauschaer Springerschar sollen hier erfolgreiche Sportler wie
Gerd Roß, Reinhard Heß, Clemens Walther, Axel Zitzmann, und Andre Kiesewetter
aufgezählt werden. Auch Werner Gössinger, ein talentierter Springer, der 1939
auf der Marktiegelschanze tödlich verunglückte, sollte nicht unerwähnt bleiben.
Allesamt bereicherten das Skisprungniveau in der Region, im nationalen und auch
internationalen Bereich.
Seit den 90er Jahren ist Lauscha mit der Marktiegelschanze K92
fester Veranstalter von Continentalcupspringen, die der großen Skisprungtradition
des Wintersportvereins gerecht werden.
Schanzenrekordentwicklung:
1911: 21,0 m Otto Müller-Spatz GER
1924: 40,0 m Karl Frank
GER
1931: 61,0 m Erich Recknagel GER
1951: 62,0 m Freddy Jürgen DDR
1965: 84,0 m Helmut Recknagel DDR
1965: 87,5 m Dieter Neundorf DDR
1970: 90,5 m
Christian Kiehl DDR
1973: 92,0 m
Manfred Wolf DDR
1976: 93,0 m Jochen Danneberg DDR
1976: 96,0 m Harald Duscheck DDR
1982: 98,0 m Axel Zitzmann DDR
1984: 103,0 m Manfred Deckert DDR
1987: 104,0 m
Raimund Litschko DDR
1993: 104,5 m
Hiroya Saitoh JPN
2001: 105,0 m Tami Kiuru
FIN
2001: 105,5 m
Bjørn
Einar Romøren NOR
2002: 107,5 m Maximilian Mechler GER
2005: 108,0 m Andreas Wank
GER
2010: 108,0 m Marinus Kraus GER
2010: 109,0 m Mario Seidl
AUT
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Kontakt:
WSV 08 Lauscha e.V.
Henriettenthal 1 a
98724 Lauscha
Tel.: 036702 / 20427
& 30646
Fax: 036702 / 30645


© WSV Lauscha

Tödlicher Sturz eines Springers 1939 © Elias Kob, Lauscha Die erste
Marktiegelschanze 1914
Wilhelm Kob beim Sprung 1931 Weiteres
Foto 1931

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