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Anklam
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| K-Punkt: | 22 m |
| Rekord: | 25,0 m |
| Baujahr: | 1960 |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Status: | abgerissen |
| Matten: | ja |
| Verein: | SSG Anklam |
Anklam, eine kleine Hansestadt zirka 10 Kilometer von der Ostsee entfernt, war viele Jahre eine Hochburg des Skisports im Norden der ehemaligen DDR. Von den fast 800 aktiven Skiläufern nahmen die Besten an Kreis- und Bezirksmeisterschaften teil und starteten auch zu Wettkämpfen im Erzgebirge und in Thüringen.
Eine besondere Seltenheit in dieser flachen Küstenlandschaft war die 1960 erbaute Sprungschanze, die von den Anklamer Skisportlern in Eigenleistung gebaut wurde. Die Kosten betrugen etwa 6000 Mark und zwei Drittel davon wurden aus staatlichen Lottomitteln bereit gestellt. Hauptinitiator dieser Skisportgruppe war der Sportlehrer Alfred Hannig, dessen Sohn sogar den Sprung bis in die B-Nationalmannschaft schaffte. Die Schanze wurde 1969 mit Matten belegt. Dies war dringend nötig, denn oft kam es vor das für einen ausgeschriebenen Wettkampf samstags mühsam Schnee aus allen Ecken zusammengetragen wurde und am Sonntag wegen des einsetzenden Tauwetters alles umsonst gewesen war. Auf der Skischanze wurde bis 1972/73 gesprungen, denn leider verflachte dann das Skispringen auf der einzigen Schanze Mecklenburgs aus unterschiedlichen Gründen. Sie stand noch eine Weile, geriet in Vergessenheit und wurde schließlich abgerissen. Mit großer Wahrscheinlichkeit war sie geografisch gesehen die nördlichste und am tiefsten gelegene deutsche Sprungschanze.
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