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GERGER-BYBerchtesgaden

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Kälbersteinschanze:

Schanzengröße: HS 98
K-Punkt: 90 m
Rekord: 100,0 m (Andreas Goldberger AUT, 1995)
Frauenrekord: 102,0 m (Daniela Iraschko AUT)
Tischneigung: 11°
Aufsprungneigung: 36,5°
Baujahr: 1924
Umbauten: 1946, 1980
Schanzengröße: HS 64
K-Punkt: 62 m
Sommerrekord: 68,0 m (Mitja Meznar SLO, 2001)
Tischneigung: 10°
Aufsprungneigung: 35°
Baujahr: 1977
K-Punkt: 27,5 m
Sommerrekord: 28,5 m (Michael Wagner GER, 1995)
Tischneigung: 9,5°
Aufsprungneigung: 31,5°
Baujahr: 1994
K-Punkt: 18 m
Tischneigung: 8,5°
Aufsprungneigung: 28°
Baujahr: 2003
Matten: nein
K-Punkt: 12 m
Status: abgerissen
Weitere Schanzen: nein
Status: in Betrieb
Matten: ja
Verein: Skiklub Berchtesgaden

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Geschichte:

Die erste Sprungschanze des Ski-Klub Berchtesgaden wurde 1908 am Stockklausnerfeld errichtet, wo anfangs bis zu 20 m gesprungen wurde. Jährlich wurde diese Schnee-Naturschanze größer angelegt und 1914 lagen die Siegerweiten schon bei 30 m. 1919 baute man die Lustheimer Schanze und drei Jahre später die Wahlschanze. Hier wurde der weiteste Sprung mit 39 m registriert.
Trotz der aufkommenden alpinen Skibegeisterung boomte das Skispringen. Anfang der zwanziger Jahre entstanden weitere Sprunganlagen in Berchtesgaden, welche jedoch keine längere Zeit existierten: Die Schanze am Krankenhaus, die Göllsteinschanze, die Semmlerschanze, die Schanze an der Schießstätte, die Wiesenschanze und jene auf dem Obersalzberg.
1924 wurde nach Befürwortung des Standortes durch den Münchner Schanzenspezialisten C. J. Luther die Schanze am Kälberstein errichtet. Im Februar 1925 fand das Eröffnungsspringen statt - Siegerweite 49 m durch die Gebrüder Neuner aus Partenkirchen. Auf dieser Schanze wurden 1929 und 1934 die Deutschen Meisterschaften ausgetragen, wobei der K-Punkt bei 60 m lag.
Nach dem Krieg wurde 1946 die völlig zerstörte Kälbersteinschanze neu aufgebaut und es fanden dann wieder regelmäßig nationale und später auch internationale Springen statt. Die Schanze wurde aber ständig umgebaut. Die schon länger vorher gereiften Ideen eines völligen Schanzenneubaus wurden in Angriff genommen und realisiert. 1977 entstand die mittlere Mattenschanze K62,5 für 1,7 Mio. DM. Der Schanzenrekord liegt mittlerweile bei 68 m, gehalten von M. Meznar (SLO).
1979 wurde die große Kälbersteinschanze für 2,25 Mio. DM saniert und dann 1980 als Mattensprunganlage eingeweiht. Sie war damals die modernste Schanze Westeuropas, da sie schon eine automatische Sprühanlage zur Mattenbewässerung, eine Geschwindigkeitsmessung am Schanzentisch und 1981 eine elektronische Weitenmessanlage der Firma Robotron (DDR) besaß. Die Anlage ist heute Bestandteil des Bundesleistungszentrum Berchtesgaden und ab 2000 machte der Sommer Grand Prix der Nordischen Kombination regelmäßig Station an der Kälbersteinschanze.
Mittlerweilen ist die gesamte Schanzenanlage schon etwas in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den neuesten Anforderungen. Daher wäre eine Sanierung dringend notwendig, jedoch kann die Marktgemeinde Berchtesgaden die Kosten von mindestens 500.000 Euro nicht stemmen. Im April 2011 wurde entschieden, bis 2015 200.000 Euro in die Aufrechterhaltung der Kälbersteinschanzen zu investieren. Danach wird wohl die Normalschanze geschlossen werden müssen.

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