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Arzberg
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| K-Punkt: | 35 m |
| Rekord: | 42,0 m (Heinrich Zapf ) |
| Baujahr: | 1927 |
| Umbauten: | 1947 &1956 |
| Weitere Schanzen: | K20 |
| Status: | abgerissen |
| Matten: | nein |
| Verein: | TS Arzberg |
Ende der 20er Jahre, als der Skisport aufblühte und vielerorts Schanzen gebaut wurden, nahm diese Entwicklung auch in Arzberg, einem kleinen Städtchen in Ostoberfranken ihren Weg. Arthur Stöhr und die hiesigen Skipioniere errichteten im Klingelbrunnen die Schanze als Holzkonstruktion in Handarbeit, was damals kein leichtes Unterfangen war. Vor Ort wurden Bäume gefällt, entastet und entrindet und dann zur Anlauframpe zusammengezimmert.
1940 gab es den letzten Sprunglauf auf dieser Schanze und während des Krieges fiel der Schanzenturm ein. Doch bereits kurz nach dem Kriegsende machte sich die Turnerschaft wieder an den Aufbau und 1947 wurde sie wieder in Betrieb genommen. Anfang der 50er Jahre gab es vielfältige Sprungveranstaltungen, obwohl es durch die geringe Höhenlage wenige Traumwinter gab. Baulich wurde das hölzerne Bauwerk immer wieder ausgebessert und so nutzte Arthur Stöhr erneut die Chance, als das Bayernwerk sein Stromnetz modernisierte. Man erhielt sehr günstig demontierte Hochspannungsmasten, die zur 18 m hohen Anlaufkonstruktion von den Männern des Vereins montiert wurden. 1956 war sie fertig und erst zwei Jahre später wurde der Bau offiziell genehmigt!
Leider nahm das Interesse für Skispringen gegen Ende der 60er Jahre deutschlandweit ab. So auch in Arzberg, wo 1967 der letzte Sprunglauf durchgeführt wurde.1976 musste die Klingelbrunnen-Schanze abgerissen werden und heute erinnert die nachgebaute Holzschanze in Miniaturformat, welche beim historischen Festumzug auf dem Wagen der Turnerschaft zu bewundern war, an die einstige sportliche Epoche.
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