Umbau Olympiaschanze
Garmisch-Partenkirchen
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Fotomontagen, welche die neue
K125-Schanze beim Neujahrsspringen und eingebettet in die Natur und Umgebung
zeigen: Pläne und Skizzen des neuen
futuristischen Anlaufturms mit integriertem Funktionsbereich im oberen
Aufsprunghang: |
Neubau der Großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen 2007:
Bereits 1950 errichtet,
gehört der 38 Meter hohe stählerne Anlaufturm der Olympiaschanze von
Garmisch-Partenkirchen seit Jahrzehnten zu den Konstanten im Skisprungkalender.
Schon 1934 wurde die erste 70-Meter- Schanze für die Olympiade 1936 eingeweiht,
nach dem Turmneubau blieb das Schanzenprofil bis heute weitestgehend
unverändert und so ist es ver- ständlich, dass die FIS mit Ablauf des Schanzenzertifikats
Ende diesen Jahres eine radikale Anpassung der Schanze an heutige Maßstäbe forderte.
Nach dem Neujahrsspringen
2007 wird daher nun der alte Turm abgeris- sen und eine, von der
"Planungsgemeinschaft Mayr + Ludescher + Partner Ingenieure München,
terrain: loenhart&mayr Architekten und Land- schaftsarchitekten München und
Sieber + Renn Architekten Sonthofen" geplante, komplett neue K125-Anlage
mit modernem Profil errichtet. Der elegante Schanzenentwurf von terrain:
loenhart&mayr Architekten München, in Kombination mit dem technischen
Know-How von Sieber + Renn, die schon die Planung der neuen Oberstdorfer
Schattenbergschan- ze inne hatten, setzte sich dabei gegen internationale
Konkurrenz, wie die Londonerin Zaha Hadid, die den Innsbrucker Bergisel
modernisierte, durch.
Für insgesamt 13,5 Mio.
Euro wird der Schanzentisch um 12 Meter hoch verlegt, der dadurch entstehende
Raum unter dem oberen Bereich des Aufsprunghanges wird durch einen
Funktionsbereich genutzt, der auch zur besseren Erschließung der nebenan
befindlichen K80-Schanze dienen soll. Somit sind kaum aufwendige Erdarbeiten im
Bereich des neuen Schanzenvorbaus notwendig. Etwas tiefer befindet sich dann
der ebenfalls neue zweigeschossige Juryturm mit darüber liegender Trainer- und
Aussichtsebene.
Highlight der neuen
Olympiaschanze wird zweifelsohne der 50 Meter hohe schräge und futuristisch
anmutende Anlaufturm, der mit transluzenten Polycarbonatplatten verkleidet ist
und somit optisch einen leuchtenden Effekt erhält. Das neue Wahrzeichen des
Marktes Garmisch-Parten- kirchen, das vor allem die Dynamik des Skispringers
beim Flug symboli- sieren soll, wird somit in den Abendstunden und bei
Nachtspringen zur weithin leuchtenden Skulptur. Nach oben gelangen die Springer
durch einen neuartigen Schrägaufzug im Turm. Im Schanzenkopf befindet sich dann
der Wärmeraum, sowie eine Medien- und Aussichtsplattform.
Auch Walter Hofer,
Renndirektor der FIS, sieht in der hohen Funktionalität das Siegerkriterium.
„Der Entwurf der Arge kommt zwar auf dem ersten Blick sehr futuristisch daher.
Es ist aber auf den zweiten Blick ein klassisches Schanzenprofil, wie man es
von der Skiflugschanze in Oberstdorf oder vom Holmenkollen in Norwegen her
kennt. Außerdem bringt die neue Olympiaschanze von der Logistik und von der
Funktionalität all das mit, was man unbedingt braucht, um eine so international
bedeutende Großveranstaltung wie das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen
erfolgreich abwickeln zu können.“
Auch für die Zuschauer im
altehrwürdigen Olympiastadion von 1936, das natürlich in seiner ursprünglichen
Form erhalten bleibt, wird sich etwas ändern, denn es wird in den kommenden
Jahren zusätzlich noch eine neue Hangtribüne auf der Seite des Juryturmes
angelegt. Des Weiteren können sich auch die Springer und Betreuer über ein
neues Springerdorf auf Höhe des neuen Funktionsbereichs unter dem
Schanzenvorbau freuen.
Nach dem letzten
Neujahrsspringen 2007 auf der alten Anlage wurde die „Alte Dame" Anfang
April 2007 abgetragen und mit dem Aufbau der neuen Anlage begonnen, denn als
Bauzeit wurde nicht mal ein Jahr veranschlagt. Schon zur Vierschanzentournee
2007/2008 wird nun die neue K125-Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen ihre
Premiere erleben. Hoffentlich wird dann die neue Schanze ebenso lang und
erfolgreich genutzt werden, wie die bisherige Schanze mit ihrem grünen
Stahlanlauf.
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