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GERGER-THLauscha

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Marktiegelschanze:

Schanzengröße: HS 102
K-Punkt: 92 m
Rekord: 109,0 m (Mario Seidl AUT, 27.02.2010, NC-OPA)
Anlauflänge: 75,84 m
Anlaufneigung: 37°
Tischlänge: 6,08 m
Tischneigung: 10,5°
Tischhöhe: 2,5 m
Aufsprungneigung: 36,5°
Matten: nein
K-Punkt: 47 m
Rekord: 49,5 m
Baujahr: 1911
Umbauten: 1924, 1930, 1959, 1974 & 2005
Weitere Schanzen: K27, K16, K10
Status: in Betrieb
Matten: ja
Verein: WSV 08 Lauscha

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Geschichte:

Im Januar 1908 wurde im Gasthof „Wilder Mann“ der WSV 08 Lauscha gegründet und anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2008 konnte man auf ein ereignisreiches Wintersportjahrhundert zurück blicken, das zeigt, dass in Lauscha einer der stärksten Skisportvereine Thüringens besteht.
Die erste Sprungschanze im Marktiegel wurde bereits am 28.11.1911 eingeweiht. Der wettkampfmäßige Skisport der WSC-Springer nahm kontinuierlich und leistungsmäßig im Laufe der Jahre zu. Dazu gehören auch die Schanzenumbauten und Vergrößerungen in den Jahren 1924, 1930, 1959, 1974 und 2005. Der erste und zweite Weltkrieg unterbrach natürlich diese Entwicklung, da viele hoffnungsvolle Lauschaer Skisportler als Opfer auf den Schlachtfeldern blieben. Dennoch kann der Ski Club heute stolz auf sein Schanzenzentrum mit fünf Schanzen K92, K47, K27, K16 und K10 sein.
In Lauscha wurden die Meisterschaften Südthüringens, Gesamt-Thüringer Meisterschaften und Deutsche Meisterschaften, sowie nach 1945 Ost­zonen- und DDR-Meisterschaften ausgetragen. Ab 1960 gab es die Thüringer Schanzentournee und 1974 bzw. 1977 fand hier die inter­na­tio­nale Tournee der Freundschaft statt.
Dabei konnte der Verein immer auf die aktive Unterstützung unzähliger einsatzbereiter Sportfreunde zurück greifen, so dass die Spezialspringer und Nordisch Kombinierten beste Wettkampfbedingungen vorfanden. Als Schwerpunktsektion im System des DDR-Leistungssportes hatte der Verein die Aufgabe Nachwuchssportler für die Sportclubs heran zu bilden. Stellvertretend für die große Lauschaer Springerschar sollen hier erfolg­reiche Sportler wie Gerd Roß, Reinhard Heß, Clemens Walther, Axel Zitzmann, und Andre Kiesewetter aufgezählt werden. Auch Werner Gössinger, ein talentierter Springer, der 1939 auf der Marktiegelschanze tödlich verunglückte, sollte nicht unerwähnt bleiben. Allesamt bereicherten das Skisprungniveau in der Region, im nationalen und auch inter­na­tio­nalen Bereich.
Anfang der 2000er Jahre war Lauscha mit der Marktiegelschanze K92 fester Veranstalter von Continentalcupspringen, die der großen Ski­sprung­tradition des Wintersportvereins gerecht wurden. Heute finden immer noch internationale Wettkämpfe wie FIS- und Alpen-Cup-Springen statt. 2005 wurde auf dem Anlaufturm der HS 102 ein Multifunktionalraum errichtet, in dem der WSV 08 Lauscha das 3D-Springen mit Schanzenführung im anbietet.

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