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GERGER-BYTettau

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Schanze am Wildberg:

K-Punkt: 30 m
Baujahr: 1943
Jahr des Abbruchs: 1945

Wildbergschanze:

K-Punkt: 52 m
Männer Winter Schanzenrekord: 61,0 m (Max Bolkart BRD)
Anlauflänge: 45 m
Tischhöhe: 1,5 m
Baujahr: 1954
Jahr des Abbruchs: 1974

Werner-Knabner-Schanze:

K-Punkt: 35 m
Männer Winter Schanzenrekord: 43,0 m
Baujahr: 1975
Jahr des Abbruchs: 1997
Weitere Schanzen: nein
Matten: nein
Status: abgerissen
Verein: TSV 1860 Tettau

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Geschichte:

Eine Sprungschanze mit Naturanlauf existierte schon von 1943 bis 1945 am Kiesel des Tettauer Wildberges (735 m). Diese hatte nach dem Schanzentisch einen hölzernen Vorbau und die Sprungweiten lagen um die dreißig Meter. Da es in den Wintern nach dem Krieg wenig Brennstoffe gab, waren die Holzteile baldigst verschwunden und später wieder aufkommende Wettkämpfe fanden dann auf selbstgebauten Schneeschanzen statt.
Mitte der fünfziger Jahre bemühte der Turn- und Sportverein den berühmten Schanzenbauer Heini Klopfer zur Beratung für die Bauplanung einer neuen größeren Schanze am Wildberg. Eine Firma aus Essen montierte danach die Stahlkonstruktion des Anlaufturmes und durch 2800 Arbeitsstunden der Mitglieder wurden Erd- und Rodungsarbeiten durchgeführt, sowie der Schanzentisch und der Sprungrichterturm in Eigenleistung gebaut.
Den Weihesprung am 15. Januar 1956 machte Werner Knabner, während der Bischofsgrüner Leppert den Wettbewerb mit der Tagesbestweite von 57 m gewann. Es folgten danach viele Pokal- und Kameradschaftsspringen, Meisterschaften des Skigaus Nordfranken und als Höhepunkt das Interzonenspringen 1957 mit Spitzenspringern aus Thüringen und Bayern. Der damalige mehrfache deutsche Meister Max Bolkart kam mit seinen Kameraden aus dem Allgäu mehrmals nach Tettau und zog tausende Zuschauer an die Wildbergschanze.
Ab 1970 gab es dann sogar Nachtspringen, welche alljährliche Höhepunkte im Vereinsleben waren. Mit dem Bau des Skiliftes am Wildberg lies aber das Interesse für das Skispringen nach, so dass 1974 das letzte Nachtspringen stattfand.
Unter Werner Knabner als leitenden und engagierten Vertreter des Skisprunglaufes im TSV entstand eine neue kleinere Naturschanze. Er koordinierte die Planung und leitete den Bau der für die Jugend und Nordisch-Kombinierten vorgesehenen 35–Meter-Naturschanze und hielt damit das Skispringen am Leben. Erwähnenswert ist dabei die Unterstützung der unweit stationierten amerikanischen Pioniereinheit bei den Erdarbeiten.
Die Schanze wurde auf seinen Namen im Februar 1975 eingeweiht und bis 1997 fanden darauf diverse Wettbewerbe für die Schüler-, Jugend- und Allgemeine Klasse statt. Höhepunkte waren dabei Meisterschaften des Skibezirkes Frankenwald oder Nord– und Oberfränkische Meisterschaften. Mittlerweile ruht in Tettau das Skispringen und nur die immer noch gut erkennbare Werner-Knabner-Schanze erinnert an die Skisprungzeiten, als auf den Tettauer Ansichtskarten die Wildbergschanze als Aushängeschild prangte.

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