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Hans-Riefler-Schanze:

K-Punkt: 86 m
Rekord: 94,0 m (Hubert Schwarz BRD, 1986)
Baujahr: 1928
Umbauten: 1951, 1966, 1983
Weitere Schanzen: K50, K37
Status: abgerissen
Matten: nein
Verein: SK Nesselwang

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Geschichte:

Schon 1910, im Gründungsjahr des örtlichen Ski-Klubs, standen am Wan­ker­berg eine große und eine kleinere Naturschneeschanze, welche je­weils in den Wintermonaten vom Verein hergerichtet und benutzt wurden. Als der SK Nesselwang die Austragung der Allgäuer Ski­meis­ter­schaften für 1928 vorbereitete, wurde die Schanze im Sommer erstmals aufgebaut und diente in den darauf folgenden Jahren der Springergruppe des Vereins für viele regionale Sprungläufe.
Nach dem Krieg war die Anlage verwaist und man begann 1951 nach Plänen von Heini Klopfer die Schanze komplett neu zu bauen. Der kri­ti­sche Punkt lag bei ca. 50 m und zur Einweihung erhielt sie den Namen des Mitbegründers und langjährigen ersten Vorsitzenden des Ski-Klubs Hans Riefler, der als begeisterter Skiläufer immer ein aktiver Förderer der Nesselwanger Skijugend war.
Leider wurde der Aufsprung im Jahr 1963 durch anhaltendes Schlecht­wetter und mehreren Murenabgängen zerstört, aber schon 1966 begann der Wiederaufbau, verbunden mit der Vergrößerung der Schanze zur K70. Der letzte größere Umbau mit Neuprofilierung gemäß der bestehenden FIS-Normen war 1983. Die neue K86 hatte gleichermaßen eine ein­mün­dende K45-Schanze auf den gleichen Aufsprunghang. Nunmehr erlebte Nesselwang fast jährlich große internationale Wettkämpfe der Nordisch Kombinierten, bei denen die Weltspitze aufeinander traf.
Mitte der 80er Jahre ist der Schanzentisch noch einmal neu angelegt worden, so dass der K-Punkt der Schanze noch etwas größer war. Später dann wurde es ruhig um die Hans-Riefler-Schanze, die ihren letzten Wettkampf 1987 erlebte. Ein Grund dafür war die Einführung der WC-Wettbewerbe der Nord. Kombinierten und in Deutschland fanden damals solche Veranstaltungen nur in Reit im Winkl und Schonach statt.
Erfolgreichster Sportler des Vereins war Franz Keller, der in der Nor­di­schen Kombination Vizeweltmeister 1966, sowie Weltmeister und Olym­pia­sieger 1968 in Grenoble wurde. Weitere große internationale Erfolge gelangen ihm wie z.B. der Sieg am Holmenkollen. Heute wird im Verein vorrangig Skilanglauf und Biathlon trainiert.

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