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Sachsenbergschanze / Karl-Scharrer-Schanze:

K-Punkt: 50 m
Schanzenrekord: 52,0 m (Robert Stadler BRD, 1960)
Baujahr: 1928
Umbauten: 1947, 1959
Weitere Schanzen: K25
Status: abgerissen
Matten: nein
Verein: TSV 1862 Grafenau / WSV Grafenau

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Geschichte:

Die einzige Schanze des Landkreises Freyung-Grafenau befand sich an der Südostseite des Hohen Sachsen (725 m) und der Auslauf endete unmittelbar an der Eisenbahnlinie nahe der Stadtgrenze von Grafenau. Die vom Wintersportverein erbaute Schanze wurde am 19. Januar 1929 auf den Namen Karl-Scharrer-Schanze eingeweiht. Sie wurde damals nach dem gebürtigen Grafenauer, Gönner und leitendem Angestellten im Landratsamt benannt. Die Wettkämpfe in der Zeit bis 1939, wo sich der WSV dem TSV eingliederte, waren stets gut besucht.
Zum ersten Springen nach dem Krieg im Januar 1947 war die Resonanz noch zögerlich, aber mit den ersten Nachtspringen 1953 war wieder ein großer Besucherandrang zu verzeichnen. Die Schanze hatte einen kritischen Punkt von 34 Metern und K. Stöckel, A. Mück und K. Nätscher erreichten jeweils den Schanzenrekord von 38 m, der bis zum Umbau bestand hatte.
So wurde die Schanze dann 1958-59 komplett umgebaut und vergrößert. Der Kostenvoranschlag belief sich auf stolze 15.000 DM und durch das Engagement des Spartenleiters Xaver Süß konnte der Bau mit Hilfe von Eigenleistungen der Mitglieder und mit finanzieller Hilfe des Hauptvereins, sowie einer Baustein-Spendenaktion unterstützt von einer Grafenauer Textilfirma, realisiert werden. Der alte, natürliche Schanzentisch blieb, aber es entstand ein 15 Meter hoher neuer Anlaufturm, ebenso ein neuer Sprungrichterturm. Auf dem neu profilierten Aufsprunghang wurde auch eine kleinere Schanze für die Jüngeren mit angelegt.
Mit der Durchführung der Meisterschaft des Skigau Bayerwald wurde die 50-Meter–Schanze im Januar 1960 feierlich als "Sachsenbergschanze" eingeweiht. Es siegte der Grafenauer Robert Stadler, der zum Ausklang seiner Karriere diesen sportlichen Höhepunkt feiern konnte. Traditionell gab es danach jährlich die Grafenauer Dreikönigspringen, wo oft bis zu 2000 Zuschauer kamen.
Leider musste die Schanze 1978 dem Straßenbau der neuen Grafenauer Westumgehung weichen. Das Grundstück wurde dem Verein abgelöst und ein Areal am Schwaimberg für einen Schanzenneubau ausgewiesen. Die Planung für eine 90 m–Schanze durch den Oberstdorfer Schanzenarchitekten Klopfer waren schon angelaufen und erste Rodungen durchgeführt. Doch die Kritiker dieses Projektes sollten Recht behalten, denn nach langer Verzögerung kamen die Verantwortlichen zur Erkenntnis, dass die Finanzierung des Baus und die spätere Unterhaltung der Anlage durch den Verein und die Stadt nicht zu schultern waren. Die sich abzeichnende Konzentration der einzelnen Wintersportdisziplinen im Bayerischen Wald untermauerte diesen Entschluss und lies eine Realisierung leider nicht zu.

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