Schanzen in Wisła Centrum sollen renoviert werden
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12.05.2012

Hinterzarten
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| Schanzengröße: | HS 108 |
| K-Punkt: | 95 m |
| Rekord: | 111,0 m (Tobias Bogner , 27.02.2005, FIS) |
111,0 m (Lars Bystøl , 10.02.2008, COC) |
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| Sommerrekord: | 112,5 m (Noriaki Kasai , 06.08.2000, SGP) |
| Frauenrekord: | 107,5 m (Sarah Hendrickson , 08.01.2012, L-WC) |
| Turmhöhe: | 28 m |
| Anlauflänge: | 83,25 m |
| Anlaufneigung: | 35,18° |
| Tischlänge: | 6,25 m |
| Tischneigung: | 11,2° |
| Tischhöhe: | 2,58 m |
| Geschwindigkeit: | 88,2 km/h |
| Aufsprungneigung: | 35° |
| Baujahr: | 1924 |
| Umbauten: | 1935, 1949, 1964, 1980-82, 1999 |
| Schanzengröße: | HS 77 |
| K-Punkt: | 70 m |
| Sommerrekord: | 80,0 m (Tobias Simon , 05.08.2006, FIS) |
| Anlauflänge: | 74 m |
| Anlaufneigung: | 35° |
| Tischlänge: | 5,9 m |
| Tischneigung: | 10,5° |
| Tischhöhe: | 1,75 m |
| Geschwindigkeit: | 79,9 km/h |
| Aufsprungneigung: | 33,5° |
| Baujahr: | 2005 |
| K-Punkt: | 30 m |
| Baujahr: | 2005 |
| K-Punkt: | 15 m |
| Baujahr: | 2005 |
| Zuschauerkapazität: | 20.000 |
| Baujahr: | 1924 |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Status: | in Betrieb |
| Matten: | ja |
| Verein: | SC Hinterzarten |
Dass der Schwarzwald eine Skisprunghochburg war und ist, lässt sich kaum klarer als an der Historie der Hinterzartener Adlerschanze belegen.
Bereits 1923 wurde in Hinterzarten die Kirchwaldschanze errichtet, die lange Zeit vom Nachwuchs genutzt wurde und 1973 aufgegeben wurde.
Die erste Schanze an der Stelle, wo heute die Rothaus-Schanze steht und hoch über Hinterzarten trohnt, wurde 1924 gebaut. Das Grundstück gehörte dem „Adlerwirt“ und dementsprechend wurde sie „Adler-Schanze“ genannt. Der 60-Meter-Bakken wurde am 24.02.1925 eingeweiht. In den folgenden Jahren wurde die Adlerschanze mehrmals umgebaut. 1935 zum Beispiel, so dass die Legende Birger Ruud ein Jahr später einen fantastischen Schanzenrekord 71 m springen konnte. Nach einem neuerlichen Umbau 1965 verbesserte der Schwarzwälder Georg Thoma 1966 den Rekord auf nun 82 m.
Ende der 1970er Jahre stand die Adlerschanze vor dem Aus, doch 1980 entschied man sich dann zum Bau einer nagelneuen Mattenschanze. Diese wurde 1998/99 noch einmal auf die heutige Größe von K95 vergrößert. Der Höhenunterschied vom Anlauf bis zum Auslaufende beträgt seitdem 119 Meter. Dies ermöglichte auch den Schanzenrekord von 112,5 m, den Noriaki Kasai im Jahre 2000 sprang.
Der Sommer Grand Prix hat in Hinterzarten eine sehr lange Tradition, so finden hier seit 1982 Sommerskispringen statt. Zahlreiche Weltklassespringer haben auf der Rothaus-Schanze schon Erfolge gefeiert. In der langen Geschichte der Sommerspringen konnte bis 2011 keiner insgesam mehr als zwei Sieget erringen: Andreas Felder (AUT), Masahiko Harada (JPN), Andreas Widhölzl (AUT), Georg Späth (GER) und Adam Małysz (POL) schafften es nicht über diese Marke, doch dann holte Thomas Morgenstern (AUT) den dritten Einzelerfolg.
Anfang des Jahres 2010 war Hinterzarten Austragungsort der Junioren-Ski-WM. Auf der Rothaus-Schanze fanden die Sprungwettbewerbe statt, die Langlaufbewerbe auf der Loipe am Notschrei. Bei den Herren gewann der Österreicher Michael Hayböck, bei den Damen Elena Runggaldier aus Italien und den Teamwettbewerb Österreich.
Um den jungen Nachwuchs zu fördern, ergänzte man 2004/2005 auf der linken Flanke der heutigen Rothaus-Schanze eine K70, die Europa-Park-Schanze, sowie zwei Kinderschanzen, die K30-Schülerschanze und die K15-Energiedienst-Schanze. Die Schanzen haben allesamt Mattenbelag und Kermaikspuren für den Sommer, sowie eine Beschneiungsanlage und Flutlicht für den Winter. Außerdem wurde eine 2,5-km-Langlaufloipe ausgebaut. Die Baukosten wurden von Spenden, Zuschüssen, den wöchentlich stattfindenden Schanzenführungen und durch den Verkauf von Souvenirartikeln getragen.
Seit der Fertigstellung können die Jugendlichen im Schwarzwald heimatnah trainieren, ohne etwas in der Schule zu verpassen, oder Zeit in der Ausbildung zu verlieren. Denn früher mussten sie beispielsweise lange Fahrten nach Bayern, Sachsen oder Thüringen antreten. Diese Strapazen müssen die Nacheiferer von Sven Hannawald nun nicht mehr auf sich nehmen. Hannawald selbst nimmt aktiv an der Jugendarbeit teil, indem er Kinder und Jugendliche trainiert und ihnen Grundlagen und Wissen vermittelt. Auch mit dieser Arbeit konnte er seine Burn-Out-Erkrankung überwinden.
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