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Herrlingen
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| K-Punkt: | 45 m |
| Rekord: | 52,0 m (Toni Brutscher ) |
| Baujahr: | 1950 |
| Weitere Schanzen: | K20 |
| Status: | abgerissen |
| Matten: | nein |
| Verein: | TSV Herrlingen 1897 |
Von Albrecht Schneider, einem engagierten Skispringer der Skiabteilung, gingen 1949 die Impulse aus in Herrlingen eine Schanze zu bauen. Die Baderhalde, im Lautertal nordwestlich gelegen, war der ausgewählte Standort, weil sich dort der Schnee am längsten hielt. In mühevoller gemeinschaftlicher Handarbeit der Vereinsmitglieder entstand in einjähriger Bauzeit nach Plänen von F. Hoffmann aus Ulm und Heini Klopfer aus Oberstdorf die Lautertalschanze. 1951 stand die Schanze zum ersten Mal für die Bezirksmeisterschaften in der Nordischen Kombination zur Verfügung. Am 27. Januar 1952 fand dann auf der noch einmal verbesserten Schanze das verbandsoffene Einweihungsspringen statt, an dem auch Springer der deutschen Spitzenklasse wie Max Bolkart und Toni Brutscher teilnahmen. Diese kamen auch zu späteren Sprungläufen immer wieder und zogen dabei bis zu 8.000 Zuschauern an die Schanze. Sie kamen in Bussen und in Sonderzügen aus Ulm und der umliegenden Region, um die spannenden Wettkämpfe zu verfolgen.
Für den Nachwuchs entstand später eine kleine Schanze und am angrenzenden Abfahrtshang wurde gar eine der ersten Schneekanonen eingesetzt. In den sechziger Jahren gab es die Drei-Schanzentournee Bad Urach, Laichingen und Herrlingen, Degenfeld sprang als Ersatzort ein, wenn es einmal Schneeprobleme gab.
Nach mehreren schneelosen Wintern sank später die Bedeutung der Herrlinger Schanze, denn das Fernsehen zog in die Gesellschaft ein, bot andere Unter- haltung und der Springernachwuchs wurde immer kleiner. Mit dem Abriss der Schanze im Jahr 1969 ging damit eine regionale Skisprunggeschichte zu Ende.
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