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Harrachov
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| Schanzengröße: | HS 100 |
| K-Punkt: | 90 m |
| Sommerrekord: | 102,5 m (Roman Koudelka , 16.09.2006) |
| Tischneigung: | 11° |
| Aufsprungneigung: | 34° |
| Matten: | ja |
| K-Punkt: | 70 m |
| Rekord: | 77,0 m (Jan Matura , 1996) |
| K-Punkt: | 40 m |
| Rekord: | 43,5 m (František Vaculik , 1999) |
| Baujahr: | 1952 |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Status: | in Betrieb |
| Matten: | nein |
| Verein: | TJ Jiskra Harrachov |
In Harrachover Ortsteil Ptacince wurde 1922 eine Schanze eines tschechi- schen Skivereins errichtet, auf der man über dreißig Meter weit sprang. Nach dem späteren Ausbau der Schanze sprang 1927 der deutsche Willy Dick 49 m Schanzenrekord. Anfang der 30er Jahre bauten sie unweit im gleichen Tal eine neue Schanze mit Holzturm, auf der fast 70 m erreicht wurden. 1937 zerstörte ein Sturm den Anlaufturm - der Schaden konnte nicht repariert werden und die Schanze verfiel.
Am Čertak war aber schon 1920 die erste 40 m-Holzschanze auf Initiative eines deutschen Hotelbesitzers gebaut worden. Im Laufe der Jahre wurde die Schanze immer wieder vergrößert und eine kleine kam dazu. Es wurden Sudetendeutsche Meisterschaften, Deutsche Jugendmeisterschaften und viele hochgradig besetzte internationale “Teufelsberg-Sprungläufe” durchge- führt, wobei Sprungweiten über 60 m bzw. 30 m erreicht wurden. 1946 verei- nigten sich beide Vereine und gesprungen wurde nur noch am Čertak. 1952 wurden beide Schanzen neu aufgebaut, aber man dachte schon damals an den Bau einer 100 m-Schanze.
1955 wurde das Areal neu konzipiert. Die große Schanze wurde zur K70 und die kleine Schanze zur K50 profiliert. Dazu kam eine 30 m “Pionier- schanze”, welche ein Jahr später die erste tschechische Mattenschanze wurde. In den 70er Jahren wurden diese Holzkonstruktionen baufällig und eine Erneuerung war unumgänglich. 1979 wurde das Areal nach umfangrei- chem Umbau feierlich eröffnet. Die große Schanze war zur K90 geworden, die mittlere zur K70 und die kleine zur neuen K40-Schanze.
Alle 3 Schanzen sind bis heute aktuell profil- mäßig aktualisiert worden - ein Verdienst des hiesigen Schanzenarchitekten J. Slavik - und entsprechen den strengen Vorgaben der FIS. 1998 wurden auf der K90 Matten und eine Keramikspur montiert.
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