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Tschagguns
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| Schanzengröße: | HS 108 |
| K-Punkt: | 95 m |
| Baujahr: | 2013 |
| Weitere Schanzen: | K60, K35, K20 |
| Status: | Projekt |
| Matten: | ja |
| K-Punkt: | 80 m |
| Rekord: | 86,0 m (Andreas Däscher , 12.03.1950) |
| Anlaufneigung: | 40° |
| Tischlänge: | 2,75 m |
| Tischneigung: | 6° |
| Tischhöhe: | 2,5 m |
| Aufsprungneigung: | 37,3° |
| Baujahr: | 1937 |
| Umbauten: | 1946 |
| Status: | abgerissen |
| Matten: | nein |
| Weitere Schanzen: | nein |
| Verein: | WSV Tschagguns, SC Montafon |
Erste Ansätze des Skispringens waren bereits ab 1909 im Montafon in Schruns und Tschagguns vorhanden. Mit der Rhätikonschanze in Latschau gab es ab 1930 eine 40-Meter-Schanze in Tschagguns.
Diese wurde 1937 durch die neu errichtete Zelfenschanze ersetzt, die damals die größte Sprungschanze ganz Österreichs war. Die Pläne erstellte August Ohneberg im März 1937 und danach starteten die Bauarbeiten mit Hilfe zahlreicher Freiwilliger. Am 09.01.1938 wurde sie vor 2.000 Zuschauern eröffnet, Skiflugweltrekordler Sepp „Bubi“ Bradl stand dabei den ersten 80-Meter-Sprung in Österreich. Ab 1939 wurde die Schanze dann schon für die NS-Propaganda missbraucht.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie am 3. März 1946 vor 6.000 Zuschauern wiedereröffnet, mit dabei auch wieder Bubi Bradl. Ein Jahr später fanden die ersten Österreichischen Nachkriegsmeisterschaften in Tschagguns statt, wofür auch die Ing.-Ohneberg-Schanze errichtet wurde. Am 23.02.1947 kamen 15.000 Zuschauer an die Zelfenschanze um dem Sieg von Bubi Bradl beizuwohnen. Noch einmal über 6.000 Zuschauer kamen dann am 12.03.1950 zu einem internationalen Sprunglauf auf der Zelfenschanze. Am Ende betrug der Schanzenrekord 86 Meter durch den Schweizer Andreas Däscher.
Die Österreichischen Skimeisterschaften 1957 und die Jugendmeisterschaften 1956 wurden noch einmal in Tschagguns/Schruns veranstaltet.
Schon in den 60er Jahren wurden die Schanzen stillgelegt, doch für das Jahr 2007 wurde ein Wiederaufbau des Sprungkomplexes Zelfenschanze mit drei Mattenschanzen beschlossen, die dann spätestens ab 2015 für das Sommertraining der Nachwuchsspringer im Montafon genutzt werden sollen. Außerdem sollen auf der größten Schanze sogar internationale Wettkämpfe möglich sein. So ist im ca. 9,6 Mio. Euro teuren "Nordic Konzept" des Montafon die Ausrichtung der Skisprungbewerbe des EYOF 2015 vorgesehen, die im November 2010 an Vorarlberg und Liechtenstein vergeben wurden.
Im November 2011 wurde der Entwurf von mitiska-wäger Architekten als Sieger der Schanzenbauausschreibung gekürt. Der Bau der vier in den Hang eingebetteten und damit windgeschützten Mattenschanzen HS 22, HS 40, HS 66 und HS 108 samt Funktionsgebäuden und Schienen-Shuttle soll nach dem Baubeschluss durch die Landesregierung im Juni dann im August 2012 beginnen und dann bis spätestens Anfang 2014 abgeschlossen sein.
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