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Schanzen in Erzurum schwer beschädigt - Baufehler die Ursache?

am 26.07.2014

Durch einen Erdrutsch wurde die Schanzenanlage im türkischen Erzurum letzte Woche schwer beschädigt. Nun machen Experten Fehler bei Planung und Bau der 2010 eröffneten Schanzen dafür verantwortlich.

Am Dienstag, den 15.07.2014 wurde das moderne Skisprungzentrum im türkischen Erzurum durch einen Erdrutsch schwer beschädigt. Am frühen Nachmittag hatten sich zunächst die Matten auf dem Aufsprunghang begonnen zu wellen und das auf der Schanzenanlage befindliche Hotel war evakuiert worden. Wenig später rutschten dann große Teile des Aufsprunghangs der Groß- und Normalschanze und der angrenzenden Tribünen ab. Menschen kamen dabei zum Glück nicht zu Schaden.

Derzeit ist eine Gruppe von Experten dabei den entstandenen Schaden an der Schanzenanlage, der sicher in Millionenhöhe liegen wird, zu beziffern und die Ursachen aufzuklären, wobei ein erstes Gutachten in 2 Monaten erwartet wird. Es wurde aber schon bekannt, dass die Fundamente der Anlauftürme, die normalerweise mindestens 25 Meter in den Boden ragen sollten, im Falle der Schanzen von Erzurum nur einen Meter tief sein sollen!

Ahmet Ercan, Professor an der TU Istanbul, erklärte außerdem gegenüber der Tageszeitung Hürriyet: "Normalerweise verringert man das Gewicht im oberen Bereich der Skisprungschanze, um die Gefahr eines Erdrutsches zu reduzieren. Doch diese Ingenieure haben das Gewicht stattdessen erhöht, indem sie im oberen Bereich der Schanze zwei künstliche Seen angelegt haben. Es ist überraschend und beschämend, dass dieser Fehler bei einem derartigen Projekt begangen wurde."

Die Schanzenanlage "TürkTelekom Ski Jumping Towers" im Ortsteil Kiremitliktepe von Erzurum war 2010 für ca. 20 Millionen Euro fertig gestellt worden. Die HS 140 und HS 109 waren dann 2011 Schauplatz der Winter-Universiade und 2012 wurde dort die Junioren-WM veranstaltet. Zusammen mit den Jugendschanzen K65, K40, K20, die ebenso wie die Wettkampfschanzen mit Matten ausgestattet sind, diente die einzige Skisprunganlage der Türkei als Trainingszentrum der türkischen Springer, die nun nach Finnland, in die Heimat des neuen Cheftrainers Pekka Niemelä, ausweichen werden.



Schanzen:

TUR Erzurum (Kiremitliktepe)

Links:

tr.eurosport.com - Erzurum'daki atlama kulesi çöktü
tr.eurosport.com - Erzurum'da çok büyük tehlike atlatılmış

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