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Luis auf Schanzen-Tournee: Ruhpolding

am 16.06.2013

Nächste Station auf der Schanzen-Tournee unseres Kolumnisten Luis Holuch: die Schanzen in der Chiemgau-Arena im bayerischen Ruhpolding.

Luis auf Schanzen-Tournee

von Skisprungschanzen-Archiv-Autor und -Fotograf Luis Holuch

Von Berchtesgaden aus geht die Reise von Kolumnist Luis Holuch nun also ins Chiemgau. Genauer gesagt zu den Schanzen der Biathlonhochburg Ruhpolding, die in direkter Nachbarschaft zur Biathlon-Arena liegen.
Wir wünschen viel Spass beim Lesen dieser etwas kürzeren Episode und würden uns über Lesermeinungen freuen!

Ruhpolding: Chiemgau Arena (K115, K90, K65, K40, K20)

Seit jeher ist Ruhpolding für den Biathlonsport bekannt. Die volle Arena mit tobenden Zuschauermassen, „die Wand“, einem der steilsten Anstiege, den es im Weltcup zu bewältigen gibt und die Landschaft sind ein Flair für sich und nicht zuletzt auch der Grund dafür, weshalb im Chiemgau immer wieder Großereignisse wie die Biathlon-WM ausgetragen werden.

Doch auch das Skispringen (wenn auch meistens nur als Teildisziplin in der Nordischen Kombination) hat schon eine relativ lange Tradition in Ruhpolding. Das wissen allerdings die Wenigsten. Auch ich musste dies dem Rest meiner Familie erst mal glaubhaft machen, der Ruhpolding ausschließlich vom Biathlon schauen kennt. Zeit genug dafür habe ich, schließlich sind es über 30 Kilometer Fahrt mit dem Auto. Da Ruhpolding schon nicht allzu weit entfernt von unserer Route auf dem Hinweg nach Berchtesgaden war, brauchten wir nicht einmal das Navigationsgerät einschalten. Wären wir in diesem Jahr gefahren, wäre meine Erzählung noch glaubhafter gewesen, schließlich hat der DSV mit Andreas Wellinger nun einen erfolgreichen Springer des SC Ruhpolding im A-Kader.

Die Chiemgau-Arena befindet sich – logischerweise, wie ich finde – nicht im Ort Ruhpolding selber, sondern noch einmal 5 km abseits des Zentrums, eingekesselt zwischen schroffen Felswänden, die ab und an mal Moos aufweisen. Parkplätze sind in begrenzter Anzahl vorhanden – der Transport bei Biathlon-Veranstaltungen wir per Shuttle-Bus organisiert. Wir finden einen der raren Plätze im Schatten, schon jetzt ist es fast unerträglich im Auto, obwohl es weiß ist.

Die Hitze hält auch einige Dutzend Leute nicht davon ab, sich das renovierte Areal anzusehen. Auf einer schmalen Asphaltstraße, auf der nur Fahrräder und OK (Organisations-Komitee)-Fahrzeuge fahren dürfen geht es in Richtung Haupttribüne/-eingang. Es geht unter einer Brücke her und dann steht man auch schon vor der Tribüne. Nach ein paar Treppenstufen sind wir oben und sehen Schießstand, sowie die Schanzen und den dazugehörigen Lift, der stillsteht. Im Sommer können nur die beiden kleinen Schanzen genutzt werden und für die wird der Lift nicht benötigt.

Der Weg zum Schießstand ist ausgeschildert – man kommt ohne Probleme dorthin, weil im Sommer Probe-Biathlon-Kurse angeboten werden - nur wie geht es zu den Schanzen? Keine Ausschilderung und über die Asphaltstraße darf man nicht laufen – zumindest nicht in Straßenschuhen. Wir sehen uns von unserem Standort aus um. Hinter uns befindet sich eine Art Bistro, das auch auf der Terrasse Plätze bietet. Rechts davon sind das TV-Podest und daneben ein Trakt, der wohl zu kleineren Räumen führt. Wir gehen in diesen Trakt hinein und finden direkt einen Raum, an dem ein Schild: „OK / Direktion“ hängt und gehen auf Verdacht hinein.

Eine blonde Frau steht am Schreibtisch und sucht wohl bestimmte Zettel. Wir klopfen vorsichtig an und ich frage: „Entschuldigung, dürfen wir kurz stören?“. Die Frau blickt auf und mir bleibt fast die Kinnlade offen. Diese Frau sieht Magdalena Neuner verblüffend ähnlich und das ist – diese Bemerkung sei an dieser Stelle erlaubt – absolut mein Typ von Frauen. Es ist aber „nur“ eine Doppelgängerin. „Aber natürlich dürfen’s stören. Des is schließlich ma Job“, lacht sie. „Das ist ja sehr freundlich von ihnen“, entgegne ich ihr mit einem verschmitzten Grinsen. „Wir würden gerne zu den Sprungschanzen gehen, um dort Fotos zu machen. Ich schreibe nämlich für eine Skisprungseite im Internet. Gäbe es die Möglichkeit für uns, dorthin zu kommen?“, frage ich. „Darf i vorab frog‘n, wie alt sie san?“, lächelt sie. Wahrheitsgemäß antworte ich: „ich bin 17 Jahre alt“. „Oh, so jung und schon so drin in der Materie? Des is ja sympathisch!“, lächelt sie. In meinem Kopf kreisen alle Gedanken um her, in etwa der Art: „Flirtet die etwa mit mir?! Die ist doch mindestens 5 Jahre älter als ich“…So bringe ich nur ein: „ich bin einfach interessiert, dafür spielt das Alter keine Rolle“ hervor. „Des stimmt natürlich“, sagt sie. „Sie sproch’n von rankommen, die Möglichkeit besteht freili! Do gehen’s einfach die Treppn um die Ecke runter und dann kommen’s an den Holzhäuschen wieder raus. Und die paar Schritte zu den Schanzen schaffen’s auch ohne mei Anleitung“, lacht sie uns an. „Ja, das sollte zu machen sein“, entgegne ich augenzwinkernd. „Dürfen wir auch nach oben, also zu den Anläufen?“. „Des geht leider nicht, auch wenn ich ihnen vertrau. Mir san da relativ streng und gewähren nur Athleten Zutritt dazu.“, sagt sie höflich aber bestimmt. „Schade, aber da lässt sich wohl nix mache. Dann danke ich ihnen herzlich für ihre Auskünfte und dieses sympathische Gespräch“, sage ich abschließend. „Sehr gerne und so oft sie wollen“, lächelt die junge Dame.

Wie in Trance verlasse ich das Büro und werde durch die hitzige Sonne aus meinen Träumen gerissen. Um ja keinen Verdacht bei meinem Vater aufkommen zu lassen sage ich: „wären alle Angestellten so freundlich wie die, wäre es noch angenehmer überall hinzugehen.“ „Tja, da hast du Recht. Aber nicht ganz Deutschland ist wie Bayern.“, sagt er – richtigerweise. Wir folgen also dem Weg, den uns die junge Dame erläutert hat und kommen durch einen kleinen Tunnel tatsächlich an den Holzhäuschen heraus. Die Schanzen befinden sich etwa 50 Meter links von uns entfernt. Erst geht es zu den beiden Mattenschanzen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft (auf der linken Seite) vom Lift und (auf der rechten Seite) zu den anderen größeren Schanzen befinden. Dass nur die beiden kleinen Schanzen mit Matten belegt sind, lässt darauf schließen, dass die Skisprungabteilung des SC Ruhpolding nicht besonders groß ist. Alle ab 12 gehen wohl nach Berchtesgaden zum Training, ebenso wie die Teenager ab 16 – haben sie noch nicht den Stützpunkt gewechselt.

Aus unserer Position lässt sich nicht viel über den Zustand und die Bauweise der Schanzen beurteilen, nur so viel ist sicher: Die K20 und K40 sind mit Keramikspuren ausgestattet. Wir gehen ein paar Schritte weiter zur K65, die einigermaßen gut gepflegt zu sein scheint. Das Gras ist schön grün und nicht besonders hoch, anders sieht es bei der Normalschanze und auch bei der Großschanze aus, die ab und an mal im Nordischen Kombinations-Weltcup steht. Dort stehen rote Schilder „Betreten für Unbefugte verboten“ – wie es die Blondine uns sagte. Auf beiden Schanzen ist das Gras sehr hoch und auch die Weitenschilder sind verschmutzt. Zudem fällt bei der K90 auf, dass die Anlaufmarkierungen nicht gerade sind. Diese Schanze scheint die am wenigsten benutzte zu sein. Das Fotografieren hier ist sehr schwierig, weil man nicht alle Schanzen ins Bild kriegt. Zudem erschwert ein im Auslauf aufgebautes Volleyballnetz die Abstandswahl. Viel Sinn hat die Besichtigung leider nicht. Die letzte Möglichkeit für ein gelungenes Foto bietet eine Holzbrücke (siehe Bilder). Aber das war es dann leider auch schon. Die rund 45 Minuten Fahrzeit für die Schanzen haben sich nicht so recht ausgezahlt.

Immerhin gab es zum Abschluss nochmal kühle Getränke auf der Bistroterrasse mit Blick auf den Schießstand, sowie ein leckeres Stück Sachertorte. Schon im Moment der Abfahrt hoffte ich, bei der nächsten Besichtigung mehr Erfolg zu haben – gerade auch, weil die Fahrzeit ungefähr dieselbe werden sollte. Ob das Vorhaben gelang oder nicht erfahrt ihr in der nächsten Folge von „Luis auf Schanzen-Tournee“. Bis dahin und viele Grüße! Genießt den Sommer!

Euer
Luis Holuch



Schanzen:

GER Ruhpolding (Chiemgau Arena)

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Kommentare:

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5)   Manfred aus Salzburg   schrieb am 21.08.2013 um 06:38:

Chiemgau Arena

Hallo Luis!
Nach Berchtesgaden hab ich mir nun auch Ruhpolding angeschaut, sehr beeindruckend die Anlage! Kinder hatten grad trainiert, war sehr interessant!
Schöne Seite, bin schon auf deinen nächsten Bericht gespannt !
Schöne gruesse Manfred

4)   Joel   schrieb am 13.08.2013 um 14:27:

--

hi ich versuche dich so scnhell wie möglich auf Facebook zu aden. Kann aber noch ein paar Tage dauern.

LG Joel

3)   Luis Holuch   schrieb am 12.08.2013 um 15:48:

@Joel

Hallo Joel,
danke für deine Kommentare und auch für dein Feedback! Es freut mich immer, wenn jemand meine Interessen teilt und das gut findet, was ich mache.
Daher ziehe ich meine Motivation.
Wenn du an unserer Seite teilnehmen möchtest, hätte ich da ein Angebot für dich. Schreibe mir doch eine Mail oder adde mich bei Facebook (Luis Holuch)und wir plaudern mal drüber.

LG Luis

2)   Joel Braun   schrieb am 30.07.2013 um 13:58:

Hi, könntest du wenn du mir was schreiben willst, es hier in die kommentare Schreiben und nicht an meine e-mail adresse, danke
LG Joel

1)   Joel Braun   schrieb am 28.07.2013 um 15:05:

Skispringen ein Leben lang

Hi!! Toller Text, lese jeden deiner Berichte. Ich bin genauso
wie du auch ein rießiger Fan vom Skispringen. Schon seit vielen Jahren ist das der einzigste Sport der mich interrissiert. Ich mache jedes Jahr Urlaub in Oberstdorf, daher kommts wahrscheinlich auch. Ich würde gerne auch so eine Seite führen oder selbst aktiv werden. Vielleicht hast du Luis, ja eine Idee für mich. Habe gerade Hinterzarten geschaut und bin beeindruckt vom tollen, superergebniss der Deutschen. Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen, Vielen dank.

LG Joel



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