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Luis on Tour: Toblach - Dobbiaco

am 20.10.2012

In der neuen Ausgabe unserer Kolumne "Luis on Tour" geht es ganz um Südtirol und insbesondere die Skisprungschanzen in Toblach/Dobbiaco.

Luis on Tour: Ein Schanzenfan auf Achse

von Skisprungschanzen-Archiv-Autor und -Fotograf Luis Holuch

Nahtlos anknüpfend an die vorletzte Folge Seefeld-Innsbruck seiner Kolumne „Luis on tour“, berichtet Skisprungschanzen-Archiv-Autor und –Fotograf Luis Holuch nun über seinen Besuch der Schanzen im Südtiroler Städtchen Toblach (Dobbiaco) nahe der Österreichischen Grenze. Die Länge dieser Ausgabe ist nicht der Wichtigkeit der Schanzen geschuldet, sondern vielmehr der Anfahrts- und Ortsbeschreibungen.
Wir wünschen trotzdem viel Spaß beim Lesen und würden uns über zahlreiches Feedback freuen!

Trampolini Sulzenhof (K67, K37 und K22) in Toblach/Dobbiaco

Unsere Reise setzen wir also vom Innsbrucker Bergisel fort. Mit Ernüchterung hören wir wieder einmal die Verkehrsnachrichten, da immer noch acht Kilometer Stau am Brenner sind. Damit müssen wir uns wohl abfinden. Bis zu den Brenner-Vororten ist fließender Verkehr. Kritisch wird es das erste Mal auf der Gschnitztal-Brücke bei Steinach am Brenner. Darunter führt die Bergeralmbahn Wanderer auf die Bergeralm, die im Winter ein Skigebiet ist. Auf der besagten Brücke ist eine Baustelle, die die Autobahn auf eine enge Zweispurstraße verkleinert. Das Wetter hat sich auch ein wenig vertrübt, so dass es in unserem Passat nicht allzu warm ist. Zum Brenner hin beginnt die A13 anzusteigen und wir erreichen den Brennersee. Es sind 7 Grad hier oben auf knapp 1300 Metern. Von dieser, der vorletzten Ausfahrt vor der Grenze kann man bereits den Passbereich sehen, der neugestaltet wird oder auch teilweise schon fertig ist. Von hier aus beginnt die Zweitsprachigkeit, denn wir sind nun in Südtirol.

Die Provinz Südtirol:

Südtirol ist die nördlichste Provinz Italiens und bildet mit der Provinz Trient die Region Südtirol-Trentino (in etwa das Pendant zu unseren Bundesländern). Die Landeshauptstadt ist Bozen mit etwa 104.000 Einwohnern. Die Bezeichnung „Land“ existiert seit 1972, kurz nachdem Südtirol Autonomiestatus erreichte. In Südtirol gibt es eine Seltenheit, nämlich drei Amtssprachen: Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Ladinisch ist eine räteromanische Sprache, ein Dialekt gewissermaßen, der von 4,3% der Bevölkerung gesprochen wird. Diese Gruppe lebt im Dolomitengebiet Südtirols. Der amtliche Name Südtirols lautet auf Deutsch „Autonome Provinz Bozen – Südtirol“, im Italienischen heißt Südtirol „Provinicia Autonoma Bolzano – Alto Adige“. Auf Ladinisch heißt die Provinz „Provinzia Autonoma de Balsan/Bulsan – Südtirol“. Insgesamt hat Südtirol 507.657 Einwohner verteilt auf 7.400 Quadratkilometer. Daraus resultiert eine Bevölkerungsdichte von 69 Personen/km.

Das wichtigste politische Amt in Südtirol ist das des Landeshauptmanns, er ist Vorsitzender der Landesregierung. Dieses Amt wird seit 1989 von Alois „Luis“ Durnwalder von der Südtiroler Volkspartei bekleidet. Südtirol wird im Norden vom Brenner begrenzt, im Süden liegen die Weinstraße und Trient. Den Westen bildet das große Vinschgau und im Osten liegt das Pustertal, das größte Tal Südtirols. Die größten Flüsse sind die Etsch (Adige), der Rienz und die Eisack. Der höchste Berg Südtirols ist der Ortler mit 3905m ü. NN.

Die wichtigste Verkehrsstraße ist die A22, die Brennerautobahn, die bis nach Modena führt. Des Weiteren gibt es zahlreiche Staatsstraßen wie die SS49, die Pustertalerstraße (Via Pusteria). Die Provinz hat zahlreiche Prominente hervorgebracht, wie etwa Reinhold Messner, Hans Kammerlander (beide sind Bergsteiger und Extrem-Alpinisten), Markus Lanz (ZDF-Moderator), Christof Innerhofer (Skirennläufer), Konrad Beikircher (Kabarettist, Autor und Musiker) und Luis Trenker (Schauspieler, 1892-1990).

Am Brennerpass ist immer noch recht flüssiger Verkehr und immer noch, als es in den Tunnel geht. Als wir dort herauskommen, wird die Sonneneinstrahlung intensiver und wir setzen wieder unsere Sonnenbrillen auf. Die Straße macht einen Knick nach Rechts und schon ist das Stauende zu sehen, an der Mautstelle Vipiteno-Sterzing. Dort müssen alle Reisenden ein Mautticket ziehen, da die Straßen dem Staat gehören und dieser sie nicht kostenlos zur Verfügung stellt. Das Ticket schiebt man dann am Exit, den man wählt in einen Schalter und erfährt dort den Betrag, den man für die Nutzung zahlen muss. Wir brauchen etwa noch 20 Kilometer bis zu unserer Ausfahrt, die ich bereits seit dem ich geboren bin kenne, da wir fast jedes Jahr ins Pustertal fahren.

Von der Mautstelle an, bzw. nachdem die Baustelle passiert ist, läuft alles normal und mein Vater drückt wieder aufs Tempo. Bald haben wir den Exit „Bressanone – Brixen / Val Pusteria – Pustertal“ erreicht. Von dort aus kann man die Stadt Brixen sehr gut sehen, ebenso den Hausberg, die Plose (2500m ü. N.N.), die auch ein 42 Kilometer großes Skigebiet ist. Die Plose ist ebenfalls Quelle eines hervorragenden Mineralwassers. Das bekommen wir sogar zu uns nach Hause geliefert. Es ist eher mineralarm und schmeckt sehr mild und alpin. Seit neuestem hat die Firma ein Bio-Saft-Sortiment, für das bereits Reklame gemacht wird. Neben dem normalen Wasser „Frizzante“ gibt es auch die Sorte „Naturale“, also ohne Kohlensäure, sowie eine köstliche Zitronenlimonade.

Kurz nach einer Linkskurve steht auch schon die Mautstelle. Wir geben unser Ticket dem Personal und schauen auf die Anzeige. 3,20 € müssen wir bezahlen, das errechnet sich aus der Ausfahrtenanzahl, die man passiert hat. Ich reiche meinem Vater das Geld, da er schließlich weiterfahren muss und die Schranke hinter der Mautstelle nur ein paar Sekunden oben ist. Von nun ist der Verkehr sehr flüssig und wir kommen sehr gut voran. Die Gegend bietet erst einmal nichts Spektakuläres bis zum ersten Hauptort des Pustertals Mühlbach-Rio di Pusteria. Parallel zur Pustertalstraße verläuft die Rienz. Etwa 10 Kilometer hinter Mühlbach befindet sich der Ort Kiens, direkt an der Straße. Er ist quasi das Tor zur Ferienregion Kronplatz.

Kronplatz/Plan de Corones:

Der Kronplatz/Plan de Corones ist der Skiberg Nr. 1 Südtirols. Mit seinen 116 Pistenkilometern, verteilt auf 32 Liftanlagen bietet er Skispaß für jedermann. Egal ob Anfänger, der am besten erst einmal in den Talorten, wie Terenten/Trento, Taisten/Tesido, Antholz/Anterselva (jedes Jahr im Weltcup-Kalender der Biathleten) oder im Gsieser Tal/Valle di Casies, an den Tellerliften übt, oder Könner, der sich auf den BLACK FIVE (Piculin, Erta, Herrnegg, Sylvester und Pre da Peres) austobt – hier findet jeder seinen persönlichen Traum-Skitag. Besonders zum empfehlen sind die fünf Talabfahrten nach Bruneck-Reischach/Brunico-Riscone, Olang/Valdaora, Geiselsberg/Sorafurcia, St. Vigil in Enneberg/San Vigilio di Marebbe, Pikkolein/Piculino und die neue Abfahrt nach Percha/Perca.

In einem Mammutprojekt entstanden dort eine 10 Kilometer lange Gondelbahn von 930m bis auf den Gipfel des Kronplatzes auf 2276m und die 7 km lange rote Skipiste „Ried“. Das Projekt stand in der Kritik, weil es nicht ganz umweltverträglich war, aber letztlich doch sinnvoll ist. Die Talstation der Ried – Gipfel-Bahn befindet sich direkt im Bahnhof Perchas/Percas. „Wie? Im Bahnhof?“, mag man sich fragen. Der Bahnhof wurde neugebaut, um einen Zuganschluss an das Skigebiet herzustellen, so dass nun einen Zuganschluss von Brixen/Bressanone bis zum Kronplatz/Plan de Corones hat und sogar bis nach Innichen/San Candido. Alle großen Skigebiete des Pustertals erreicht man in maximal 45 Minuten per Zug. Für Verpflegung sorgen 22 Hütten und Restaurants. Après-Ski gibt’s im „Gassl“ an der Talstation Olangs/Valdaoras. Mehr Infos gibt’s unter www.kronplatz.com.

Unser Ziel ist Taisten am Eingang des Gsieser Tals. Das liegt auf der Ostseite des Kronplatz und ist von Brixen etwa 45 Kilometer entfernt. Der Ort selber liegt auf etwa 1100 Metern und wird als Sonnendorf tituliert. Gemeinsam mit dem größeren Ort Welsberg bildet er die Gemeinde Welsberg-Taisten/Monguelfo-Tesido.

Nachdem wir Kiens passiert haben, ist der Kronplatz-Gipfel bereits zu sehen. Schon bald kommt ein Schild, das auf die Ausfahrt nach St.Vigil in Enneberg verweist und damit auch auf das Gardatal, welches das Tor zur berühmten Sellaronda ist. St. Vigil ist der Südort des Kronplatzes und damit der Italienischste. Hier wird bereits viel Ladinisch gesprochen. 2010 war St. Vigil Gastgeber zweier Etappen des Giro d’Italia. Die erste endete dort und war eine Bergetappe. Jedoch nicht so hart, wie die am übernächsten Tag (Ruhetag dazwischen): Ein 13,5 Kilometer langes Einzelbergzeitfahren auf den Kronplatzgipfel. Um’s kurz zu machen hier die Fakten dazu:

Wir passieren also diese Ausfahrt und schon steigt die Straße an und macht um die Stadt Bruneck einen großen Bogen. Dieser Abschnitt ist schnell passiert und die Straße führt nun durch einen Tunnel. Aus dem rausgekommen, ist der Kronplatz nicht mehr zu sehen, nur noch der Ausläufer, auf dem zu diesem Zeitpunkt noch die neue Piste Ried gebaut wird.

Percha erreichen wir nach 5 Kilometern. Der Ort ist ziemlich klein und somit ebenfalls schnell durchquert. Die Vorbeifahrt der Nordostseite des Kronplatzes nimmt viel Zeit in Anspruch und deshalb sind wir hellauf begeistert, als wir erste Teile von Olang sehen. Das ist der Talort an der Ostseite und für uns ein Indiz, dass es nicht mehr allzu weit sein wird. Die Hauptanbindung an Olang zweigt fast gegenüber vom Antholzertal ab. Der Weg von dort aus bis zur Talstation Gassl ist etwa 7 Kilometer entfernt, aber gut zu sehen. Über das Antholzertal kommt man per Staller Sattel über die Grenze nach Österreich. Das wichtigste im Tal ist das Biathlonzentrum zusammen mit dem Antholzer See.

Für mich hat das Tal eine große Bedeutung, da wir dort früher in den Urlauben gewohnt haben und ich dort das Langlaufen erlernt habe. Bei Hubert Leitgeb. Der war ein erfolgreicher Biathlet und ein äußerst sympathischer Mensch. Er ist zu Beginn des Jahres bei einem Lawinenunglück auf einer Skitour am Staller Sattel ums Leben gekommen. R.I.P. Hubert!

Vom Taleingang hier sind es noch einmal etwa 7 Kilometer bis wir die Ausfahrt Gsieser Tal erreichen. Über einen Kreisverkehr kommen wir nach Welsberg. Dann biegen wir kurz vor der Total-Tankstelle nach links ab und schon beginnt eine radikale Steigung. Es taucht ein blaues Schild auf, auf dem die Entfernungen zu allen Orten im Gsieser Tal stehen. Taisten: 2 km. Es dürfte auch nicht weit sein. Wir nehmen natürlich die erste Ausfahrt und gelangen nach einem Kilometer in den Ort und mein Vater nimmt direkten Kurs auf den Skilift Guggenberg, der am Rande des Dorfs auf einer Alm steht. Der Stoffnerhof, unser Ziel, soll auf einer Alm in Taisten liegen. Ich bin weiterhin skeptisch und da ich vorne sitze, beginne ich die Initiative zu ergreifen und suche die Reiseunterlagen heraus. In den Mails steht, dass die Adresse des Hofs Wiesen Nr. 18 ist und dieser eher am Rande Taistens liegt. Mein Vater begreift auch so langsam, dass er nicht ganz richtig sein kann. Er rechnet auch damit, dass der Hof ausgeschildert ist und sucht verzweifelt nach einem Schild. Ich mahne ihn zur Ruhe.

Nach kurzer Orientierungslosigkeit fahren wir also zurück zur Gsieser Tal-Straße und halten Ausschau nach dieser Fraktion. Und tatsächlich taucht diese nach etwa 3 Kilometern auf. Wir biegen nach links ab und fahren auf eine Straße, die erstmal durch Wald führt. Die Fraktion verschwindet kurz dahinter und taucht wieder auf, als wir rauskommen. Wir biegen noch ein Mal nach links ab, um nach oben auf die Alm zu fahren. Das Gelände ist etwas hügeliger, aber sehr weitläufig und gut bewältigbar. Nach einer Kuppe wird es flacher und wir sehen einen großen Stein mit der Aufschrift „Stoffnerhof“. Hier sind wir also richtig.

Der Stoffnerhof:

Der Stoffnerhof liegt oben auf den Wiesen von Taisten und bietet hervorragenden Blick auf den Kronplatz und ist ein sog. „Urlaub auf dem Bauernof“-Betrieb. Es gibt insgesamt dreif Ferienwohnungen, die vermietet werden. Geführt wird der Hof von Familie Bachmann, die selbst im Erdgeschoss wohnt, bis auf Oma Maria, die im ersten Stock haust. Familie Bachmann besteht neben der Oma aus Vater Paul, Mutter Bernadette und den Kindern Daniela, Fabian und Johannes. Die Familie achtet sehr auf das Wohlergehen der Gäste und besorgt Milch und Konfitüre (aus Eigenherstellung) und Brötchen zur Verpflegung. Die Atmosphäre ist sehr familiär und locker. Auch das Kochen Südtiroler Spezialitäten kann man erlernen. Wir haben im Sommerurlaub ein Mal bei den Bachmanns zu Abend gegessen und im Osterurlaub 2012 noch ein weiteres Mal. Sehr zu empfehlen. Die Internetadresse des Stoffnerhofs lautet www.stoffnerhof.it.

Nachdem wir unsere Zimmer gezeigt bekommen haben und dort eingezogen sind, sind wir noch schnell etwas für die nächsten Tage einkaufen gefahren. Am dritten Tag ist das Wetter sehr trüb und so entschließen wir uns dazu, nach Innichen nahe der Grenze zu fahren. Das ruft mich natürlich auf den Plan, weil es über Toblach geht. Damit hätte ich die erste der zwei Schanzenanlagen in unserer näheren Umgebung besichtigt. Mein Vater schlägt vor, die Anlage auf dem Rückweg anzuschauen und ich stimme zu. In Innichen geraten wir in einen dicken Schauer, als wir spazieren gehen. Wir flüchten in ein Café und essen dort Tiramisú.

Als der Regen ein wenig nachlässt, sprinten wir quer durch den Ort zum Bahnhof, wo wir unser Auto geparkt haben. Kladdernass kommen wir dort an und ziehen unsere Jacken aus, die wir nicht gebraucht hätten, wäre kein Regen aufgekommen, weil es immer noch so um die 18 Grad Celsius sind.

Die Schanzen in Toblach:

Von Innichen sind es dann etwa 4 Kilometer bis nach Toblach, die schnell geschafft sind. Ich hatte Tags zuvor Paul angesprochen, als der eine kleine Pause von seinen Kühen nahm, ob er den wüsste, wo die Schnanzen sind. „Die san im Silvestertal, das isch, wenn’ im Ort nach links abfährscht, von hier aus g’sehen. Die san relativ schlecht zu sehen, da sie hinter dem Wald stehen.“, antwortete er. Ich glaubte ihm das auch und versuchte Papa das klarzumachen, nur ohne Karte war’s schwierig, zumal unser Navi nur die Hauptstraßen, also Staatsstraßen kannte, nicht aber die Landstraßen.

Das Silvestertal finden wir auch relativ rasch, da wir im Prinzip von der Touri-Info geradeaus fahren. Der Taleingang ist in der Tat ziemlich waldig und deshalb erkenne ich nur schemenhaft die Schanzen. Wir fahren in die Siedlung und schon stehen wir seitlich der Schanzen. Ich gehe diesmal alleine los, weil das Gebiet schwer begehbar ist und, aufgrund des vorherigen Schauers, ziemlich feucht. Deshalb beeile ich mich dieses Mal auch, da ich die anderen nicht zu lange warten lassen möchte und auch mich meiner nassen Klamotten entledigen möchte.

Ich sprinte die größte Schanze rauf, die eine sehr schöne Holzkonstruktion ist. Sie ist nur, wie auf den Bildern zu sehen, ein wenig verwuchert. Ich habe keine Ahnung, wie sehr sie tatsächlich im Winter genutzt wird und kann deshalb den Grad der Verwucherung nicht einordnen. Auf den Stufen, die den Anlauf herabführen stehe ich noch sehr sicher, auch, als ich vor dem Schanzentisch auf dem Hügel stehe. Dann geht es ziemlich hangparallel und zugleich noch steil zu den kleinen Schanzen.

Ich passiere noch relativ sicher den Kampfrichterturm, doch dann wird’s das erste Mal kritisch, vor allem, weil kein Geländer zu sehen ist und nur ein kleiner Trampelpfad zur K37 führt. Dort angekommen schliddere ich die provisorischen Stufen herunter und habe auch schon Bedenken, als ich mich auf den Balken setze, der das ganze Jahr dort liegt. Zum Glück bleibe ich drauf sitzen und komme auch diesmal sicher runter.

Dann hüpfe ich querfeldein zur unwesentlich kleineren K22, zu der im letzten Teil allerdings ein regulärer Fußweg mit Geländer führt. Dies deutet darauf hin, dass diese Schanze am meisten benutzt wird. Das lässt sich auch an der Rückseite des Kampfrichterturms belegen, zu der wesentlich mehr Fenster ausgerichtet sind, sowie am Klubhaus des SC Toblach, das am Auslauf steht.

Sehr toll war zudem noch die Rundwanderung um die Drei Zinnen, die man, wenn man in der Gegend ist, gemacht haben MUSS! Das war’s für dieses Mal!

Euer
Luis Holuch



Schanzen:

ITA Toblach

Links:

Kronplatz / Plan de Corones
STOFFNER hof

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