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Die erste Großschanze Deutschlands

am 02.02.2011

Ende der 1920er Jahre wurde in Johanngeorgenstadt in Sachsen die Hans-Heinz-Schanze erbaut. Mit Sprungweiten um 70 Meter war sie seinerzeit die erste Großschanze Deutschlands.

Zwischen 1908 und 1925 wurde in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge eine Vielzahl an Schanzen errichtet, unter anderem die Bahnhofschanze und die Lehmergrund-Schanze, die im Winter 1924/25 eröffnet worden ist.

Die interessanteste Schanze war jedoch die danach aufgebaute Hans-Heinz-Schanze, die die erste Groß­schan­ze Deutschlands war und nach dem Initiator des Skispringens in Johann­geor­gen­stadt benannt wurde, welcher im 1. Weltkrieg gefallen war. Sein Bruder Guido Heinz, ein hiesiger Möbelfabrikant, finanzierte und leitete den Schan­zenbau im Jahr 1928, auf der anfangs nur Sprünge über 40 m möglich waren. Nur der damalige Deut­sche Meister Erich Recknagel sprang 51 Meter.

Daraufhin ist die Schanze nochmals umgebaut worden. Es kamen spezielle Holzelemente der Stuttgarter Firma Kübler für den Anlaufturm zum Einsatz, die getragen auf fünf Stützkonstruktionen auf großen Betonfundamenten montiert waren. Die Anlaufbahn war 4,5 m breit, wobei die seitliche Aufstiegstreppe alle fünf Meter ein Podest zum Ausruhen hatte. Die Skier der Springer wurden mittels eines Lastenaufzuges zur 42 m hohen Plattform transportiert. Die Anlauflänge betrug insgesamt 110 Meter.

1929 erreichte nun E. Recknagel 62 m, Walter Glaß aus Klingenthal danach 68 m. Die offizielle Einweihung erfolgte aber erst am 5. Januar 1930 und der spätere norwegische Olympiasieger Birger Ruud erzielte dabei mit 70 m Schanzenrekord! Internationale Sportzeitungen wie zum Beispiel in Paris und Melbourne berichteten angeblich auf den Titelseiten von dieser damals größten Sprungschanze Deutschlands. 1943 sprang Paul Kraus die Spitzenweite von 77 m.

Nach dem 2. Weltkrieg verfiel die Schanze, wurde aber dann 1949/50 als erneuerte “Glück-Auf-Schanze” in der Aufbruchzeit des WISMUT-Bergbaus eingeweiht. 1956 brach dann die baufällige Holzkonstruktion nach einem starken Unwetter zusammen. Den letzten Schanzenrekord hält Herbert Queck mit 80 Metern.

An gleicher Stelle wurde 1960 bis ’62 die neue Erzgebirgsschanze als K75 gebaut, doch mittlerweile wird auch diese Schanze mit ihrem mächtigen Stahlbetonturm nicht mehr besprungen. Für den Nachwuchs des WSV 08 Johanngeorgenstadt stehen mit den beiden K51- und K36-Schanzen neben der Erzgebirgschanze und der K21 und K13 am Eisstadion jedoch vier moderne mit Porzellananlauf ausgestattete Mattenschanzen zur Verfügung.



Schanzen:

GER Johanngeorgenstadt (Erzgebirgsschanze)

Foto-Galerie:



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2)   jawohl   schrieb am 14.03.2011 um 18:41:

@down

jest dostępny w Pl, co ty gadasz!

1)   Gracekch   schrieb am 05.02.2011 um 21:51:

język

czemu ten artykuł nie jest dostepny w jezyku Polskim ?



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